Cruïlles: Torre de l'Homenatge und Wege durch die Gavarres
Unterkünfte in Cruïlles
Kultur
Cruïlles bewahrt die Torre de l'Homenatge des ehemaligen Schlosses, die isoliert in der Mitte des gleichnamigen Dorfplatzes steht. Der Turm hat einen kreisförmigen Grundriss und ist 26 Meter hoch. Von der Torre de l'Homenatge bietet sich ein außergewöhnlicher Blick auf das Kloster Sant Miquel de Cruïlles vor den Gavarres. Die freistehende Lage, die runde Form und die beträchtliche Höhe geben dem Bauwerk eine klar erkennbare Gestalt im Zentrum des Dorfes.
File:17118 Cruïlles, Monells i Sant Sadurní de l'Heura, Girona, Spain - panoramio (11).jpg
Foto: Yliana S.P. via Source, CC BY-SA 3.0
Das Benediktinerkloster Sant Miquel de Cruïlles gehört zur katalanischen Romanik. In der Kirche Sant Miquel de Cruïlles befinden sich romanische Wandmalereien, die 1930 entdeckt wurden und bis heute in situ erhalten sind. Die Kirche bewahrt außerdem ein romanisches Taufbecken aus Stein mit der Inschrift „1232 FONS“. Kloster, Wandmalereien und Taufbecken verbinden dabei romanische Baukunst, erhaltene Malerei und ein beschriftetes steinernes Ausstattungsstück.
Die Biga de Cruïlles ist ein polychromer Balken mit menschlichen Darstellungen. Sie ist eines der wenigen Beispiele in Europa für einen polychromen Balken mit menschlichen Darstellungen aus dem 12. oder 13. Jahrhundert und stammt aus dem Benediktinerkloster Sant Miquel de Cruïlles. Es wird angenommen, dass die Biga das Hauptstück eines Baldachins über dem Hauptaltar der romanischen Basilika war. So steht der Balken zugleich für eine seltene mittelalterliche Bilddarstellung und für seine vermutete ursprüngliche Funktion im Kirchenraum.
Auch das Hauptretabel von Cruïlles ist mit einer genau datierten Entstehungsgeschichte verbunden: Es wurde am 12. November 1416 zwischen Lluís Borrassà und Sanxa, der Witwe von Jaspert de Campllong, in Auftrag gegeben. Der Auftrag nennt damit sowohl den Maler als auch die Auftraggeberin und verankert das Retabel in der Kunstgeschichte des frühen 15. Jahrhunderts.
Geschichte
Die heutige Kirche Santa Eulàlia stammt aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Die Eremitage Mare de Déu d’Esperança bestand bereits im 15. Jahrhundert. Zusammen mit der Torre de l'Homenatge und der ehemaligen Ummauerung reicht die historische Überlieferung damit von mittelalterlichen Anlagen bis zu einem Kirchenbau der frühen Neuzeit. Die ehemalige Ummauerung von Cruïlles bewahrt viele nahezu intakte Abschnitte ihres Verlaufs, sodass der frühere Befestigungszug noch an zahlreichen Stellen als bauliche Struktur erhalten ist.
Natur
Die Ruta pels antics veïnats de Rabioses i Pastells ist ein Rundweg, der entlang des Pastells-Bachs in die Ausläufer der Gavarres führt. Sie folgt dem schattigen Talgrund des Bachs durch üppige Steineichen- und Erlenwälder.
Besuch
Die Verwaltung des Zugangs zum Inneren des Klosters Sant Miquel de Cruïlles liegt beim Kulturbereich des Consell Comarcal del Baix Empordà.
Weitere Ziele: El Prat de Llobregat, Mollet de Peralada, Llers, Sant Andreu Salou, Foixà, Palafrugell, Cervià De Ter, Riells i Viabrea
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