Montfullà: Römische Villa, Basilika und Sèquia Monar
Unterkünfte in Montfullà
Kultur und Geschichte
Die Route de Montfullà umfasst eine römische Villa aus der Zeit vom 1. Jahrhundert v. Chr. bis zum 3. Jahrhundert n. Die römische Villa von Montfullà bewahrt unter anderem ein Mosaik, Mauern und Silos als Zeugnisse des Alltagslebens ihrer Bewohner in römischer Zeit. Sie trägt zum Verständnis der historischen Prozesse bei, die zur Ankunft Roms in diesem Gebiet führten. Die erhaltenen Bauteile verweisen dabei nicht nur auf die Nutzung des Ortes, sondern auch auf die lange zeitliche Spanne, in der die Villa bestand.
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Foto: Josep Maria Viñolas Esteva via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Sant Pere de Montfullà ist eine vorromanische Basilika mit Langhaus, Querhaus und Glockenturm. Von 1617 bis 1760 wurde Sant Pere de Montfullà mit barocken und plateresken Elementen umgestaltet. Die erste urkundliche Erwähnung von Sant Pere de Montfullà stammt aus dem Jahr 882. Damit verbindet das Bauwerk seine vorromanische Grundgestalt mit späteren Veränderungen, die über mehrere Jahrhunderte hinweg hinzugekommen sind. Barocke und platereske Elemente kennzeichnen die Umgestaltungsphase zwischen 1617 und 1760.
Der Torre Ferrana ist ein mittelalterliches befestigtes Haus, das später zu einem herrschaftlichen Gutshaus umgebaut wurde. Das Gebäude bewahrt ein zugemauertes Coronella-Fenster, das möglicherweise aus dem 13. oder 14. Jahrhundert stammt. Das zugemauerte Fenster ergänzt diese Baugeschichte um ein Detail, dessen Datierung vorsichtig auf das 13. oder 14. Jahrhundert eingegrenzt wird.
Wasser und Industrie
Die Central de Montfullà ist ein zweigeschossiges Gebäude mit Dachgeschoss, das über der Sèquia Monar errichtet wurde. J. Coma i Cros errichtete die Central de Montfullà im Jahr 1922, um das Unternehmen J. Coma i Cros, SA, im Stadtteil Sant Antoni de Salt zu versorgen. Die Central de Montfullà liegt neben der N-141 bei Kilometer 112. Ihre Bauform, ihre Lage über dem Wasserlauf und ihre Entstehung im Jahr 1922 gehören damit zu derselben industriellen Geschichte. Auch der Bezug zum Stadtteil Sant Antoni de Salt bleibt mit der ursprünglichen Versorgung des Unternehmens verbunden.
Die Sèquia Monar beginnt am Stauwehr La Pilastra in Montfullà. Sie verfügt über fünf Wasserstufen, die zur Erzeugung hydroelektrischer Energie genutzt werden. Ihre Wasserführung ist damit zugleich mit dem Stauwehr La Pilastra und den fünf Wasserstufen verbunden. Der Wasserlauf bildet so den räumlichen Zusammenhang zwischen seinem Beginn am Stauwehr und den fünf Stufen, deren Nutzung der hydroelektrischen Energieerzeugung dient.
Weitere Orte
Zur weiteren Orientierung finden Sie auch Estanyol.
Veranstaltungen
Die Festa Major von Montfullà ist dem Juni und Sant Pere zugeordnet. Die Benennung des Festes stellt damit einen direkten Bezug zu Sant Pere her, während der Juni den zeitlichen Rahmen der Veranstaltung angibt.
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