Alcazarén entdecken: Mudéjar-Kirche, Kapellen und Camino

File:Escuela Alcazarén.jpg File:Escuela Alcazarén.jpg Foto: MiguelAlanCS via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Alcazarén verbindet eindrucksvolle Sakralarchitektur mit dem Verlauf des Camino de Santiago de Madrid. Zwischen romanisch-mudéjaren Bauelementen, barocken Kapellen und Kiefernwäldern entsteht ein vielschichtiges Bild des Ortes. Die einzelnen Stationen setzen unterschiedliche Akzente: Einige machen architektonische Details sichtbar, andere verweisen auf die Geschichte religiöser Bauwerke oder auf die Landschaft entlang des Pilgerwegs.

Kultur

Die Iglesia de Santiago Apóstol ist eine romanisch-mudéjare Kirche aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts mit drei Schiffen. Von ihrer ursprünglichen Mudéjar-Konstruktion sind die halbkreisförmige Apsis und ihre geraden Abschnitte mit drei Ebenen vertikal ausgerichteter Ziegelarkaden erhalten. An diese Mudéjar-Apsis der Iglesia de Santiago in Alcazarén, Valladolid, ist die Capilla del Carmen angebaut.

Die Capilla del Carmen besitzt einen zentralen Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes mit kurzen Kreuzarmen; über dem zentralen Raum erhebt sich eine Kuppel. Sie zählt zu den unbestrittenen Werken im Katalog von Fray Antonio de San José Pontones. Eine weitere markante Station ist die Ermita del Santo Cristo del Humilladero, ein barocker Sakralbau aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.

Zur Baugeschichte von Alcazarén gehört auch die Ermita de la Virgen de la Vega. Sie wurde nach dem Spanischen Bürgerkrieg fast vollständig abgerissen. Erhalten blieb ihr camarín mit einem sechseckigen Grundriss, abwechselnd angeordneten, geschwungenen Trapezen und halbrunden Apsiden. Heute wird dieses erhaltene camarín als Leichenkapelle auf dem Friedhof von Alcazarén genutzt. Baukörper, Grundriss und erhaltene Einzelteile stehen hier eng nebeneinander und geben den Sakralbauten jeweils einen eigenen architektonischen Charakter.

Wege und Landschaft

Der Camino de Santiago de Madrid führt durch Alcazarén. Der Ort liegt auf halber Strecke der Route Madrid–Sahagún und ist zugleich die erste Ortschaft der Provinz Valladolid auf diesem Weg. Nach der Überquerung der Sierra de Guadarrama folgt der Camino dem Lauf des Eresma bis zu dessen Zusammentreffen mit dem Adaja; in den Gebieten von Alcazarén verläuft er größtenteils durch Kiefernwälder.

Für die persönliche Planung lassen sich die beiden Schwerpunkte klar unterscheiden: Die Kirchen und Kapellen stehen für eine kulturhistorische Betrachtung, während der Camino seinen eigenen Weg- und Landschaftsbezug einbringt. Durch Alcazarén verläuft außerdem ein provinzieller Busdienst. So gehören sakrale Baukunst, Pilgerroute, Flusslauf und Kiefernwald zu den unterschiedlichen Themen, die sich rund um den Ort betrachten lassen.

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Weitere Ziele: Pedrajas De San Esteban, Pozal De Gallinas, Langayo, San Miguel del Pino, Fuente El Sol, Simancas, Canalejas de Peñafiel, Nava Del Rey

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Valladolid.

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