Castillejo de Mesleón: Kultur, Landschaft und Traditionen
Unterkünfte in Castillejo De Mesleón
Castillejo de Mesleón zeigt seinen Charakter zunächst an einem klar benennbaren Kulturdenkmal: Die Iglesia de la Asunción ist als Bien de Interés Cultural in der Kategorie Denkmal geschützt. Der Bau ist eine einschiffige romanische Kirche mit halbrunder Apsis; später kamen eine gotische Sakristei, ein Glockenturm und ein Portal hinzu. Die genannten Bauteile verbinden in einem einzigen Denkmal romanische und gotische Elemente sowie Sakristei, Turm und Portal.
Weitere Orte: Los Huertos, Castroserracín, Collado Hermoso, La Velilla, Sebúlcor, Arcones und Brieva.
Kultur
Das Museo de La Fragua ist ein Museum der Volkskultur in Castillejo de Mesleón. Zu sehen sind dort nahezu 200 von Einwohnern beigesteuerte Objekte aus den Bereichen Schmiedekunst, Landwirtschaft und Viehzucht. Zusammen stehen außerdem eine traditionelle Schmiede und ein Hufbeschlagstand, die Fragua y potro de herrar, neben dem Frontón. Der Hufbeschlagstand diente dazu, Pferde, Esel oder sogar Rinder zum Beschlagen oder Behandeln festzuhalten. Die Sammlung reicht damit von handwerklicher Arbeit über Landwirtschaft bis zur Tierhaltung; die Schmiede und der Hufbeschlagstand ergänzen die Objekte um zwei konkrete Einrichtungen.
Traditionen
Die Feste zu Ntra. Sra. de la Asunción und San Roque finden am 15. und 16. August in Castillejo de Mesleón statt. Zu ihnen gehören von Jota-Musik begleitete Prozessionen sowie traditionelle Versteigerungen der Tragebalken der religiösen Sänften. Die Cabalgata de Reyes wird seit mehr als 35 Jahren gefeiert. Dabei wechseln Start und Ziel jährlich zwischen Castillejo de Mesleón, Santa Marta del Cerro, Cerezo de Abajo, Cerezo de Arriba und Sotillo. Der 15. August bildet dabei den festen Zeitraum für die beiden genannten Feste, während die jährliche Verlagerung der Cabalgata de Reyes fünf Orte in den Ablauf einbezieht.
Landschaft
Die Eintiefung des Río Serrano und seiner Nebenflüsse Arroyo de Valarta und Río Valseco legte lehmige Hänge frei. An diesen Hängen entwickelten sich an den Cárcavas de Castillejo de Mesleón Karren und Schluchten. Eine andere Perspektive auf das Gebiet bietet die Ruta de colores: Die lineare Geotourismusroute verläuft durch das nördliche Vorland der Sierra de Ayllón und der Sierra de Pela in der Provinz Segovia und endet in Castillejo de Mesleón. Für die Landschaftsbetrachtung treffen hier Gewässernamen, Bodenformen und eine lineare Route aufeinander. Die Cárcavas stehen dabei für die beschriebenen Karren und Schluchten, die Ruta de colores für die Verbindung durch das nördliche Vorland der beiden Sierras.
Radwege
Die Ruta Geológica - Cicloturismo ist eine 54,5 Kilometer lange geologische BBT-Radroute ab Riaza mit mittlerem Schwierigkeitsgrad. Ihre maximale Höhe beträgt 1.202 Meter, die minimale Höhe 921 Meter. Die Route führt durch das Tal von Sotos De Sepúlveda, um rote Lehmkarren und Schluchten zu sehen. Länge, Höhenwerte und Schwierigkeitsgrad kennzeichnen die Route jeweils anders: Die 54,5 Kilometer beschreiben ihren Umfang, die Werte von 921 bis 1.202 Metern die beiden angegebenen Höhenpunkte und die Einstufung den mittleren Schwierigkeitsgrad. Diese drei Angaben lassen sich getrennt betrachten.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Segovia.