Calzada De Oropesa – Natur, Geschichte und Feste
Unterkünfte in Calzada De Oropesa
Calzada De Oropesa lässt sich an Landschaft, Geschichte und lokalen Festen besonders konkret kennenlernen. Die Dehesa Boyal de La Calzada ist ein bewaldetes Gebiet von knapp 400 Hektar mit Steineichenbeständen, einem Kiefernwald und Weideflächen. Durch dieses Gelände führt der Itinerario Sendero Natural, der etwa 10 Kilometer lang ist; gut erhaltene Wege eignen sich dort zum Wandern und Radfahren.
Natur
In der Dehesa Boyal kommen unter anderem Kaninchen, Füchse, Ginsterkatzen, Wildschweine, Rehe und Hirsche vor. Die Laguna de las Limas ist die größte Viehtränke im Gemeindegebiet von La Calzada und hat sich zu einem Erholungs- und Freizeitgebiet mit hohem ökologischem Wert sowie vielfältiger Fauna und Flora entwickelt. Neben der Laguna de las Limas wurde eine spätrömische Nekropole entdeckt.
Der Pilón de Carrasca ist eine dreibeckige Steinquelle, deren Wasser aus der natürlichen unterirdischen Quelle Las Madres del Pilón stammt. Derzeit dient der Ort zum Spazierengehen, für Picknicks und zur nächtlichen Betrachtung des Sternenhimmels. Im Gelände Eucaliptos steht ein etwa 30 Meter hoher Eukalyptusbaum, der im Katalog bedeutender Einzelbäume unter dem Namen „El 31“ geführt wird. Dort findet am zweiten Sonntag im Mai die Wallfahrt Romería de la Virgen de Fátima statt.
Seit 2018 wurde im August in diesem Gelände der Multiaventura-Tag Día de la Laguna mit Aktivitäten wie Kajakfahren, Bogenschießen, Ausritten und traditionellen Spielen veranstaltet. Die unterschiedlichen Landschafts- und Aktivitätsformen reichen damit vom etwa 10 Kilometer langen Naturweg bis zu zeitlich gebundenen Veranstaltungen.
Geschichte
Der örtlichen Überlieferung zufolge geht die Gründung von La Calzada auf den Verlauf der römischen Straße zurück, die Emérita Augusta (Mérida), Caesaróbriga (Talavera de la Reina) und Toletum (Toledo) verband. Die mittelalterliche Calzada bewahrt einen etwa 80 Meter langen Abschnitt eines gepflasterten Weges; der älteste Bauabschnitt stammt möglicherweise aus dem 14. oder 15. Jahrhundert.
Das Kloster wurde zwischen 1675 und 1704 auf dem Gelände des früheren Hospital de la Misericordia errichtet. Der Hauptaltar der Kirche ist 17 Meter hoch und umfasst Gemälde des Barockmalers Claudio Coello. Die Casa de la Castilla ist ein ursprüngliches Gebäude aus dem 17. Jahrhundert; an ihrer Stelle befand sich früher das Hospital de la Misericordia.
Architektur
Auf der Plaza de España, dem Zentrum von La Calzada de Oropesa, befinden sich das Rathaus, der Rollo de Justicia und der Pilón. Die Casa de la Familia Huertas-Vega ist ein modernistisches Gebäude, dessen Bau Ende des 19. Jahrhunderts begonnen und 1912 abgeschlossen wurde; sie bewahrt einen Teil ihrer ursprünglichen Ausstattung.
Die Casa de la Hidalga ist ein im 19. Jahrhundert errichtetes Beispiel der örtlichen traditionellen Herrenhausarchitektur mit einem charakteristischen Portal aus behauenen Steinquadern. Sie bewahrt außerdem eine traditionelle Olivenölpresse mit einer Holzspindel und einem Stein zum Mahlen der Oliven. Die Casa de los Presbiteros wurde im 17. Jahrhundert errichtet, um die Kanoniker und Priester der Pfarrei unterzubringen.
Pozairón erinnert an ein öffentliches Waschhaus, das Mitte des 20. Jahrhunderts bis zu 40 steinerne Waschbecken mit eingravierten Namen besaß.
Lokale Feste
Beim 8º Concurso de Vinos de Pitarra wurden die eingereichten Wettbewerbsweine öffentlich an Ständen auf dem Platz verkostet. Am Wochenende des 8º Concurso de Vinos de Pitarra fand auch das 8º Certamen de la Tapa statt. Beim VI Concurso de Vinos de Pitarra gab es für alle Teilnehmenden kostenloses Cocido popular. Das Programm der XIII Matanza Tradicional umfasste Migas mit Schokolade und Aguardiente.
Weitere Orte: Fuensalida, Corral de Almaguer, El Romeral, Rinconada, Urda, El Toboso, Yuncos, Almorox
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