Membrilla entdecken: Kirchen, Mühlen und Natur
Unterkünfte in Membrilla
Membrilla zeigt seine Geschichte an unterschiedlichen Orten. Die heutige Kirche Santiago el Mayor entstand im 15. Jahrhundert und ersetzte eine Kirche aus dem ersten Viertel des 13. Jahrhunderts. Die Kirche ist im spätflamboyanten gotischen Stil mit einigen isabellinischen Merkmalen gestaltet. Als Pfarrkirche weist Santiago el Mayor heute einen außergewöhnlich gut erhaltenen beziehungsweise gepflegten Zustand auf.
Kultur und Geschichte
Das Kloster und die Kirche der Concepcionistas Franciscanas nehmen ein großes Grundstück in der Calle de las Monjas in Membrilla ein. Das Kloster besitzt einen quadratischen Grundriss, drei Geschosse sowie sichtbares Ziegelmauerwerk und sichtbares Bruchsteinmauerwerk. Zur Entstehung des Frauenklosters gehört der Vorschlag von Francisco Camacho Martín aus dem Jahr 1609; 1610 wurde der Umzug der Nonnen genehmigt.
Auch die Ermita de Nuestra Señora la Virgen del Espino verweist auf ältere bauliche Zusammenhänge: Sie wurde auf einer Motilla errichtet und war jahrhundertelang in das Castillo de El Tocón eingebunden. Durch den Lauf der Zeit und wiederholte Verbesserungs- und Instandsetzungsarbeiten verlor der frühere Wehrbereich seine Festungsspuren und wurde zu einem Heiligtum. Literarisch wurde Membrilla durch Lope de Vega aufgegriffen, der den Ort zum Schauplatz seiner Komödie „El Galán de la Membrilla“ machte.
Ein besonderes Zeugnis der regionalen Technikgeschichte ist die Molino del Rezuelo. Sie kann derzeit besichtigt werden und wurde von der Escuela Taller de Membrilla restauriert. Die Mühle war eine von elf Wassermühlen, die den Verlauf dieses Wasserlaufs durch Membrilla säumten. Von den früheren Mühlen ist sie die einzige, die noch erhalten ist; bis Ende der 1970er Jahre blieb sie in Betrieb.
Wege und Natur
Die Ruta del Quijote durchquert das Gemeindegebiet von Membrilla auf 14 km durch ländliche Landschaften, Weinbergwege und traditionelle Architektur. Im Naturgebiet Paraje Natural de El Peral sind Überreste römischer Thermalbäder erhalten; außerdem umfasst es einen bewaldeten Bereich, der sich zum Ausruhen und Spazierengehen eignet. Die Mikrorreserve Albardinales de Membrilla-La Solana liegt zwischen den Gemeindegebieten von Membrilla und La Solana und kann frei besichtigt werden. Vom Torre del Reloj aus können Sie die Aussicht genießen.
Für Ihre Reiseplanung lassen sich die kulturellen, landschaftlichen und kulinarischen Schwerpunkte getrennt betrachten oder miteinander verbinden. Die 14 km der Ruta del Quijote stehen dabei einer ruhigeren Zeit im bewaldeten Bereich von El Peral gegenüber.
Feste und Küche
Los Desposorios sind eine Tradition mit Ursprüngen im 13. Jahrhundert, die symbolisch die Verlobung der Jungfrau Maria und des heiligen Josef begeht. Das Fest wurde offiziell als Fest von provinzialem touristischem Interesse anerkannt. Im Rahmen dieser Tradition wird die traditionelle serrana verkostet, ein Getränk aus Rotwein, Zucker und Pfirsich.
Zu den traditionellen Gerichten Membrillas gehören gachas blancas, weiße Bohnen mit Rebhuhn, machacón sowie Huhn oder Henne in Pepitoria. Gachas blancas sind traditionell mit dem Jueves de Comadre verbunden, dem Donnerstag vor dem Karnevalssonntag. Die nächstgelegene Bahnstation befindet sich im nahe gelegenen Manzanares, 5 km von Membrilla entfernt.
Weitere Orte: Villamayor De Calatrava, Los Cortijos, Almedina, Herencia, Almadén, Montiel, Cózar, Villanueva De Los Infantes
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