Villaescusa entdecken: Kultur, Natur und Vía Verde
Unterkünfte in Villaescusa
Villaescusa lenkt den Blick in Villanueva de Villaescusa weit zurück: Die archäologischen Fundstätten des Cueto de Morín sind als Kulturgut von besonderem Interesse in der Kategorie archäologische Zone geschützt. In der Cueva de Morín wurde die durch natürliche Umwandlung erhaltene Bestattung eines Mannes aus dem Aurignacien entdeckt, die etwa 30.000 Jahre alt ist.
Archäologie und Geschichte
Zum Hügel mit der Cueva Morín in Villanueva de Villaescusa gehört auch die tiefer gelegene Cueva del Oso. An ihrer Oberfläche wurden lithische Artefakte gefunden. Die Zuordnung beider Höhlen zu demselben Hügel und die tiefere Lage der Cueva del Oso geben der archäologischen Betrachtung eine klare räumliche Ordnung. Die Verbindung aus Fundgeschichte, Höhlenbezeichnungen und räumlicher Einordnung lässt sich als eigener Kultur-Schwerpunkt neben den späteren Bauwerken lesen.
La Torre, auch Dos Lagos genannt, entstand aus einem mittelalterlichen Turm der Familie Ceballos und wird auf das 16. Jahrhundert datiert. Das heutige Gebäude von La Torre scheint aus dem 18. Jahrhundert zu stammen und im 19. Jahrhundert umfassend umgestaltet worden zu sein. Die Hauptsubstanz der Iglesia de San Juan Bautista scheint aus dem 16. oder 17. Jahrhundert zu stammen. Die unterschiedlichen Zeitangaben bei La Torre sollten in einer zeitlichen Abfolge gelesen werden, statt sie zu einer einzigen Bauphase zu verdichten. Bei La Torre treffen dabei mehrere Zeitstufen aufeinander: der mittelalterliche Ursprung, die Datierung ins 16. Jahrhundert, die vermutete heutige Bausubstanz des 18. Jahrhunderts und die umfassende Umgestaltung im 19. Jahrhundert. Die Iglesia de San Juan Bautista ergänzt diese Abfolge mit einer eigenen, nur auf das 16. oder 17. Jahrhundert eingegrenzten Datierung.
Die Fiestas de San Mamés in Villanueva finden an der Ermita de San Mamés am 6. und 7. August statt.
Wege
Die Vía Verde de Villaescusa verläuft zwischen El Astillero und Obregón auf dem Trassenverlauf der früheren, heute verschwundenen Bahnstrecke Astillero–Ontaneda. Sie ist etwa 8 Kilometer lang und eignet sich für Fußgänger und Radfahrer. Die ungefähre Streckenlänge und die beiden Nutzungsarten liefern unterschiedliche Anhaltspunkte, wenn Sie Bewegung und Kultur in Ihrer Tagesplanung nebeneinanderstellen.
Als Zugang zur Vía Verde de Villaescusa sind die Bahnlinien von Renfe und Feve ausgewiesen. Im Gemeindegebiet von Villaescusa bietet die Ría de Solía eine Landschaft mit Schilf-, Binsen- und Rohrkolbenbeständen.
Die kulturellen, landschaftlichen und bewegungsbezogenen Schwerpunkte lassen sich getrennt gewichten: Wer sich für frühe Menschheitsgeschichte und historische Gebäude interessiert, liest den Ort anders als jemand, der einen Tag auf einer ehemaligen Bahntrasse plant. Auch die Landschaft der Ría de Solía setzt einen eigenen Akzent. Die Unterkunftsentscheidung bleibt an den persönlichen Reiseplan gebunden, ohne die kulturellen und landschaftlichen Themen zu vermischen.
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