Quijas: Palacio, Höhlenkunst und Fluss Saja
Unterkünfte in Quijas
Quijas verbindet historische Baukultur mit einer Höhlenlandschaft, in der Karst und Felskunst aufeinandertreffen. Sie können den Ort deshalb über zwei unterschiedliche Schwerpunkte betrachten: Kulturgeschichte und Naturraum. Gerade die konkreten Namen, Bauformen und Techniken geben den Themen ein präzises Gesicht.
Kultur und Geschichte
Am Fluss Saja liegt das Ensemble „Palacio y Torre de Bustamante“. Im Jahr 1982 wurde es zum nationalen historisch-künstlerischen Denkmal erklärt. Der Palacio de Bustamante stammt aus dem 18. Jahrhundert und besitzt einen U-förmigen Grundriss um den Torre de Bustamante. An der Ostseite des Palacio de Bustamante ist die Capilla de San Bartolomé angebaut; sie besitzt ein spätgotisches Rippengewölbe mit Terzeletten.
Der Torre de Bustamante ist ein Wehrturm spätmittelalterlichen Ursprungs und liegt unmittelbar am Fluss Saja. Auch die Mühle im Ensemble gehört zu den bemerkenswerten historischen Details: Nach Angaben des Eigentümers ist sie über 300 Jahre alt und bewahrt fünf Mahlsteine sowie Teile ihrer Maschinerie. Die Torre de Villanueva de Quijas gehört zu einer Gruppe von Wehrtürmen, die mit dem Geschlecht der Bustamante verbunden sind.
Im Ensemble treffen damit unterschiedliche Bauaufgaben und historische Spuren aufeinander: repräsentative Architektur, ein sakraler Raum, Wehrarchitektur und technische Mühlenelemente. Der Blick kann vom Grundriss über das Gewölbe bis zu den erhaltenen Bestandteilen der Maschinerie wechseln, ohne dass die einzelnen Merkmale zu einem einzigen Bautyp verschmelzen.
Sie können die Kulturthemen nach Bauzeit, Bauform, sakralem Detail, Wehrarchitektur und Mühlentechnik ordnen; diese unterschiedlichen Blickwinkel stehen nebeneinander und verlangen keine einheitliche Lesart.
Landschaft und Höhlen
Die Cueva de La Estación ist Teil eines Karstsystems, das sich in einer mächtigen Kalksteinsteilwand zwischen dem Tal von Reocín und dem Fluss Saja entwickelt hat. In der Cueva de La Estación wurden neun Zeichnungen in der „Macarroni“-Technik identifiziert. Die Felskunst der Cueva de La Clotilde oder La Lora verwendet ebenfalls die „Macarroni“-Technik; die Darstellungen wurden mit den Fingern direkt in weiche Tonerde an Decken und Wänden eingebracht.
Für Ihre Reiseplanung lassen sich die Höhlenthemen nach Landschaftsbezug und Ausführung der Felskunst unterscheiden. Die Angaben verbinden dabei den geologischen Rahmen mit einer konkret beschriebenen künstlerischen Technik.
Reiseplanung
Quijas verfügt über einen FEVE-Bahnhof namens Santa Isabel. Bei der Reiseplanung mit einer Ferienwohnung in Quijas können Reisedaten, Zimmerkategorie und Stornierungsbedingungen unterschiedliche Gewichtung erhalten. Welche Angabe entscheidend ist, richtet sich nach den eigenen Rahmenbedingungen und dem gewählten Reisezeitraum.
Weitere Orte
Weitere Orte derselben Auswahl sind Barcenaciones, Cerrazo und Caranceja.
Besuch
Im Jahr 2019 war die Cueva de La Estación für die Allgemeinheit geschlossen; für den Zutritt war eine Genehmigung der Regierung von Kantabrien erforderlich.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Reocín.