Gornazo entdecken: Wege, Kirche und ländliche Geschichte
Unterkünfte in Gornazo
Die Route „CASTRO DEL CUETO“ ist ein Rundweg zwischen Gornazo und Mogro und führt zu den Überresten eines alten kantabrischen Castro. Die Route „MOGRO GORNAZO“ folgt dem Camino Histórico del Norte von Mogro zur Kirche San Nicolás de Bari in Gornazo. Die „RUTA POR EL INTERIOR“ beginnt neben dem Bahnhof von Gornazo und kehrt nach Gornazo zurück. So unterscheiden sich die drei Wege durch ihre Route, ihren Ausgangspunkt und ihr Ziel: Ein Rundweg verbindet Gornazo und Mogro mit den Castro-Resten, ein historischer Weg führt zur Kirche, und eine weitere Strecke beginnt sowie endet am Bahnhof.
Wege
Gornazo liegt in einem Tal, das von den Bächen Briñas und Troncón durchquert wird. Ein Teil des Geländes von Gornazo steigt zur Sierra de Cumbreo hinauf. Tal, Bäche und ansteigendes Gelände gehören damit ebenso zum Ortsbild wie die Wege, die durch diese Landschaft verlaufen. Die frühere Lebensgrundlage in Gornazo umfasste den Anbau von Mais, Bohnen, Weizen und Kartoffeln sowie die Haltung von Rindern und Schafen. Diese Aufzählung bewahrt ein konkretes Bild der ländlichen Nutzung: Ackerbau und Viehhaltung prägten zwei unterschiedliche Seiten des früheren Alltags.
Wer die Wege miteinander vergleicht, findet deshalb verschiedene Schwerpunkte in den genannten Zielen und Verläufen. Die Castro-Reste, der historische Weg zur Kirche und der Bahnhof als Ausgangs- und Rückkehrpunkt stehen jeweils für eine andere räumliche Verbindung innerhalb und zwischen Gornazo und Mogro.
Landschaft
Gornazo entstand rund um die Kirche San Nicolás an einem historischen Weg in Richtung Santillana. Die alte Kirche San Nicolás wurde im 17. Jahrhundert restauriert und erweitert. Die Kirche von Gornazo ist als Gebäude von Interesse der Schutzkategorie 1 geschützt. Zu ihr gehören ein einschiffiges Langhaus, ein Glockengiebel, eine Eingangshalle und eine polygonale Apsis.
Auch das Gornazoer Eingangsportal ist als Gedenkportal der Schutzkategorie 1 geschützt. Es besitzt einen Bogen mit Pilastern. Kirche und Portal sind damit zwei eigenständige geschützte Bauteile: Bei der Kirche lassen sich Langhaus, Glockengiebel, Eingangshalle und Apsis unterscheiden, während das Portal durch seinen Bogen und die Pilaster geprägt ist.
Kultur
Die Bahnlinie Renfe Cercanías AM hält in Gornazo und verbindet Miengo mit Santander und Torrelavega. Neben dieser Verbindung gehört das in Gornazo ansässige Centro Ecuestre Los Caballos de Atamauri zum örtlichen Angebot; dort werden Reitkurse und Reitunterricht angeboten. Am 10. September gibt es in Gornazo die Feierlichkeiten zu San Nicolás. Bahnlinie, Reitangebot und Festtermin markieren dabei unterschiedliche Aspekte des Ortes: eine Verbindung zwischen mehreren Städten, ein dauerhaft benanntes Angebot und einen jährlich datierten Anlass.
Die genannten Wege, die Kirche San Nicolás, das geschützte Portal, die ländliche Geschichte und die Feierlichkeiten zu San Nicolás geben Gornazo ein vielschichtiges Profil. Der Ort verbindet dabei konkrete Landschaftsmerkmale mit Baugeschichte, Verkehrsverbindung und einzelnen Angeboten, ohne dass diese Elemente zu einem einzigen Ortserlebnis zusammenfallen.
Weitere Orte für die Reiseplanung sind Valdáliga, Trasvia, Anero, Vioño, Polanco, Proaño, El Astillero und Ormas.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Kantabrien.