Icod El Alto: Aussicht, Wege und kanarische Kultur

File:Teneriffa - Brandung bei Icod el Alto - panoramio.jpg File:Teneriffa - Brandung bei Icod el Alto - panoramio.jpg Foto: giggel via Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Icod El Alto auf Teneriffa beginnt mit einem Blick: Der Mirador de La Corona liegt auf 750 Metern Höhe auf einer Anhöhe des Tigaiga-Massivs. Von dort reicht die Aussicht über das Valle de La Orotava und den Nordosten Teneriffas; zahlreiche Wanderwege sind dort erreichbar, außerdem gibt es eine Startfläche für Paragliding und Freiflug.

Am Mirador de El Lance an der Zufahrtsstraße zum Ortskern von Icod El Alto öffnen sich weite Ausblicke über das Valle de La Orotava und die Nordküste Teneriffas. Dort steht die 1996 eingeweihte Skulptur des Mencey Bentor.

Wege durch Landschaft und Geschichte

Der Camino de las Vueltas verbindet Icod el Alto mit Realejo Bajo und folgt einem alten Weg aus vorspanischer Zeit. Sein Verlauf führt über sedimentäre Hangablagerungen mit degradierten Fayal-Brezal-Formationen und einzelnen Elementen des Monteverde.

Die Lavaderos del Dornajo liegen am alten Camino Real de Icod el Alto an der Westseite der Schlucht Barranco del Dornajo. Jahrhunderte lang waren sie ein Treffpunkt für Frauen, die Wasser holten, für Wäscherinnen und für Fuhrleute, die dort ihr Vieh tränkten.

Historische Wegverläufe, Aussicht und Landschaft lassen sich bei der eigenen Planung als getrennte Schwerpunkte betrachten.

Kultur und Erinnerung

Die Skulptur des Mencey Bentor stellt die überlieferte Erzählung dar, nach der sich der letzte Guanchen-Mencey Bentor von diesem Ort in den Tod stürzte, um sich nicht zu ergeben und unterwerfen zu lassen.

Das Museo de Los Alzados befindet sich im Centro de Educación Obligatoria La Pared und widmet sich der Wiedergewinnung der Musik und des traditionellen Lebens der Region. Bei einem Rundgang wurden dort traditionelle Spiele, Kleidung und Bräuche gezeigt; 2012 erhielt das Museum den Premio Canarias de Cultura Popular.

Die Iglesia de Nuestra Señora del Buen Viaje geht auf eine im letzten Drittel des 16. Jahrhunderts belegte, Nuestra Señora del Rosario geweihte Eremitage in Icod de los Trigos zurück. In ihr befinden sich kanarische Kunstwerke aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

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Weitere Ortsseiten: Palo Blanco, Llanadas, Tigaiga, Cruz Santa.

Feste, Felder und Gofio

Icod el Alto feiert mehrere Feste im Jahresverlauf; das wichtigste findet Ende August statt. Das Bildnis der Nuestra Señora del Buen Viaje wird am letzten Sonntag im August in einer Prozession getragen.

Kartoffeln und Weizen sind die traditionellsten Anbauprodukte von Icod el Alto. Um 1622 ließ Don Juan Bautista de Castro aus Peru mitgebrachte Kartoffeln auf seinen Ländereien in Icod el Alto anpflanzen.

Im Molino de Gofio Mesa werden Getreide geröstet und gemahlen, anschließend verpackt und direkt an die Öffentlichkeit sowie an kleine und mittlere Unternehmen verkauft. Erhältlich sind Gofio-Sorten aus Millo, einer Getreidemischung, Weizen und verschiedenen Getreiden.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Los Realejos.

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