Icod de los Vinos: Vulkanwelt, Drago und Traditionen

File:20250706 Calle Isla De Fuerteventura Icod de los Vinos.jpg File:20250706 Calle Isla De Fuerteventura Icod de los Vinos.jpg Foto: Flocci Nivis via Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Icod de los Vinos eröffnet einen ungewöhnlichen Wechsel der Perspektiven: Die offizielle Besichtigung der Cueva del Viento beginnt am Besucherzentrum und führt als geführte, interpretative Tour durch ein Lavafeld sowie über einen alten Königsweg bis zum Höhleneingang.

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Zur weiteren Ortsauswahl gehören Santa Barbara, La Florida, Vega Alta, Cueva Del Viento und El Amparo.

Natur

Die Cueva del Viento ist ein Vulkantunnel, der vor etwa 27.000 Jahren durch einen Ausbruch des Vulkans Pico Viejo entstand. Mit einer Ausdehnung von etwa 18 Kilometern reicht sie vom Pico Viejo bis zur Küste von Icod de los Vinos. Die ungefähre Länge und das hohe geologische Alter setzen dabei zwei unterschiedliche Maßstäbe für die Einordnung.

Der Drago von Icod ist ein Exemplar der Art Dracaena draco und wurde 1917 zum Nationalmonument erklärt. Sein Parque del Drago erstreckt sich über drei Hektar; zu ihm gehören Wege, botanische Beschilderung, traditionelle Bewässerungskanäle, alte Anbaumauern und historische Überreste.

Die Guardería de Dragos ist dort als didaktischer Bereich angelegt, in dem die Entwicklung der Art mit Exemplaren unterschiedlicher Größe und unterschiedlichen Alters gezeigt wird. Wer Naturmotive nebeneinanderstellt, kann zwischen unterirdischem Tunnel, botanischer Anlage und Küstenlandschaft unterscheiden.

Die Playa de San Marcos ist ein Strand mit schwarzem Vulkansand in einer hufeisenförmigen Bucht mit ruhigem Wasser und Besucherangeboten. Die unterschiedlichen Landschaftsformen geben der Tagesplanung verschiedene inhaltliche Schwerpunkte.

Kultur

Die Iglesia San Marcos ist ein als Bien de Interés Cultural eingestuftes Monument; diese Auszeichnung erhielt sie 2006. Die namensgebende San-Marcos-Figur ist eine vermutlich aus dem 15. Jahrhundert stammende gotische Skulptur mit flämischem Einfluss.

In der Iglesia San Marcos wird außerdem ein 47 Kilogramm schweres und 2,40 Meter hohes silbernes Filigrankreuz ausgestellt. Das historische Zentrum von Icod de los Vinos ist ein als Bien de Interés Cultural ausgewiesenes städtebauliches Ensemble mit gepflasterten Straßen und traditioneller Architektur.

Hier stehen sakrales Einzeldenkmal, Kunstobjekte und städtebauliches Ensemble als unterschiedliche Kulturformen nebeneinander.

Traditionen

Eine ehemalige Hacienda in Icod de los Vinos wurde in ein Museum umgewandelt. Ein selbstgeführter Rundgang zeigt Ausstellungen zum Bananenanbau und eine kleine Bananenplantage.

Nach dem Rundgang können Besucher dort lokale, aus Bananen hergestellte Produkte wie Mojos, Süßigkeiten und Liköre verkosten.

Die Tradition des Globo de San Antonio wird in einem Stadtviertel von Icod de los Vinos fortgeführt: Dieselbe Familie stellt den Ballon jedes Jahr her und lässt ihn steigen.

Eine weitere in Icod de los Vinos bestehende Tradition besteht darin, auf Brettern aus Tea-Holz die steilen Straßen hinunterzurutschen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Teneriffa.

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