Teror zwischen Wallfahrt, Markt und Natur
Unterkünfte in Teror
Die Virgen del Pino ist die Schutzpatronin der Diözese der Kanarischen Inseln und seit Langem eine religiöse Bezugsperson für viele Kanarier. Ihre Fiesta del Pino findet jedes Jahr am 8. September statt; die Gedenkveranstaltungen erstrecken sich über den gesamten Monat. Besonders am 7. und 8. September kommen Pilger aus verschiedenen Teilen der Insel zu Fuß nach Teror. Der Abstieg und der Aufstieg des Bildnisses der Virgen del Pino gehören zu den zentralen Veranstaltungen im Festkalender.
File:Cupola - Basílica de Nuestra Señora del Pino - Teror - Gran Canaria.jpg
Foto: H. Zell via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Historisches Zentrum
Die städtische Fremdenverkehrsstelle informiert über touristische und kulturelle Sehenswürdigkeiten der Gemeinde Teror und organisiert nach vorheriger Anmeldung Besichtigungen des historischen Zentrums. Dessen wichtigste Straße ist die Calle Real de la Plaza; sie verläuft vom Muro Nuevo bis zur Plaza del Pino. Das Zentrum gliedert sich in das tiefer gelegene Barrio de Abajo mit den wichtigsten Monumenten und das höher gelegene Barrio de Arriba mit Panoramablicken. Bei einem Rundgang lassen sich religiöse Bauwerke und Herrenhäuser entdecken, die im Umfeld des Heiligtums der Virgen entstanden. Das historische Zentrum rund um die Basílica del Pino wurde im April 1979 zum historischen Kunstensemble erklärt.
Kultur und Baugeschichte
Die heutige Basílica del Pino wurde zwischen 1760 und 1767 errichtet und 1916 zur Basilica minor erklärt. Als Barockkirche besitzt sie drei Schiffe, die durch 14 Rundbögen gegliedert werden. Der Glockenturm Torre Amarilla wurde 1708 eingeweiht und bewahrt Bauelemente des zweiten Tempels, der dem heutigen Bau der Basílica del Pino vorausging. Über die Rückseite der Basilika sind das Museum und das Camarín der Virgen zugänglich. In einem der historischen Häuser an der Plaza del Pino werden zahlreiche Gegenstände und Möbel aus dem Majorat der Manrique de Lara ausgestellt, darunter Fotografien, Wandteppiche, Porzellan, Möbel und Gemälde.
Teror verfügt außerdem über einen religiösen Rundgang entlang von sieben Kirchen und Einsiedeleien, zwei Klöstern, privaten Kapellen und weiteren religiösen Bezugspunkten. Die Calle Real de la Plaza bewahrt traditionelle Holzbalkone mit Ziegeldächern, gegenüberliegende Balkone aus vorkragendem Stein mit Eisenschmiedearbeiten, eines der ältesten Häuser Terors in Hausnummer 10 sowie eine der wenigen traditionellen Friseurstuben der Insel. Die Calle Herrería ist Teil des alten Camino Real de Mar a Cumbre, der durch Teror bis nach Valleseco und weiter ins Inselzentrum führte. Auf der Plaza Teresa de Bolívar sind künstlerische Spuren von Néstor Álamo und dem kanarischen Künstler Santiago Santana erhalten. Das Zisterzienserinnenkloster wurde am 8. November 1888 in sein neues Kloster im Cercado de los Castaños verlegt. Die älteste erhaltene Brücke auf Gran Canaria wurde zwischen 1824 und 1828 errichtet.
Märkte und Geschmack
Der Mercadillo de Teror findet sonntags rund um die Basílica del Pino statt und blickt auf eine rund zweihundertjährige Geschichte als einer der ältesten Straßenmärkte der Insel zurück. Ebenfalls sonntags ist El Rincón del Artesano auf der Plaza del Pino ein Ort zur Förderung und zum Verkauf kanarischer Handwerkskunst; der Bereich ist in den Sonntagsmarkt von Teror integriert, und hauptsächlich nehmen lokale Kunsthandwerker teil. Zum gastronomischen Angebot und Erbe Terors gehören Truchas, Anisbrote, Marzipane und Roscos der Zisterzienserinnen. Auf Terors Ortsplatz wird ein Bocadillo mit Chorizo de Teror zusammen mit Wasser aus der Quelle empfohlen.
Weitere Ortsverweise: El Hornillo, Las Nieves, Tasartico, Telde, Ojos de Garza, San Lorenzo, El Majuelo, Tarajalillo
Natur und Wege
Die Finca de Osorio ist ein geschützter Naturraum mit 207 Hektar Fläche und liegt etwa zwei Kilometer vom historischen Zentrum Terors entfernt. Sie umfasst Wege, Berge, eine Schlucht, landwirtschaftlich genutzte Flächen und Wald; zur Finca gehört außerdem ein Aula de la Naturaleza für Umweltbildung. Der Mirador de la Vuelta de los Pájaros bietet aus erhöhter Lage Ausblicke auf das historische Zentrum von Teror. Der Sendero de Hoya Alta beginnt an der Plaza de Nuestra Señora del Pino und ist ein etwa zweistündiger Hin- und Rückweg über 4 Kilometer mit mittlerem bis hohem Schwierigkeitsgrad aufgrund starker Steigungen. Von der Casa de Pinito aus kann man entweder zum Pico de Osorio hinaufsteigen oder zur Casona der Finca hinabgehen. Im Barranco de Teror befindet sich eine Quelle mit Mineralheilwasser, weniger als einen Kilometer vom historischen Zentrum entfernt.
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