Esposende: Kultur, Castro-Reste und der Camiño do Viño
Unterkünfte in Esposende
Kultur und Geschichte
Santa Mariña de Esposende ist ein romanisches Bauwerk. Seine Bauzeit reicht in das 12. und 13. Jahrhundert zurück. Zu Santa Mariña gehört eine gotische Kapelle, die aus dem 16. Jahrhundert stammt. Der Haupteingang besitzt einen Doppelbogen. Pilaster flankieren diesen Doppelbogen. Die Wandmalereien in Santa Mariña de Esposende sind hinter mehreren aufeinanderfolgenden Tüncheschichten verborgen. Santa Mariña de Esposende gehört zum Katalog des Kulturerbes von Galicien.
File:Igrexa de Santa Mariña de Esposende, Cenlle.jpg
Foto: José Antonio Gil Martínez from Vigo, Spain via Wikimedia Commons, CC BY 2.0
Die Verbindung von romanischem Bauwerk und späterer gotischer Kapelle verweist auf unterschiedliche Bauzeiten innerhalb desselben Sakralensembles. Am Haupteingang ist der Doppelbogen nicht frei stehend, sondern durch die seitlich angeordneten Pilaster gefasst. Die Wandmalereien gehören zur Ausstattung des Gebäudes, bleiben jedoch hinter den mehreren Tüncheschichten verborgen und sind dadurch nicht unmittelbar sichtbar.
In Esposende sind erhaltene Castro-Reste überliefert. Coto do Castro / Coto do Mouro ist ein eisenzeitlicher Castro in Santa Mariña de Esposende. Coto do Castro / Coto do Mouro bietet einen weiten Sichtbereich über das Tal des Avia.
Leive Ecoadega liegt in Esposende (Cenlle). Die Ecoadega befindet sich im Tal des Avia. Ihr Standort ist ein historisches Gebäude. Teile dieses Gebäudes stammen aus dem 18. Jahrhundert. Das Heiligtum Virxe de Areas wurde 1834 erbaut. Es ist im Barockstil ausgeführt. Der Pazo de Lentille befindet sich in Esposende.
Damit stehen in Esposende neben dem eisenzeitlichen Castro auch ein historisches Gebäude und ein im 19. Jahrhundert erbautes Heiligtum. Die genannten Bauwerke gehören unterschiedlichen Zeiten und Bautraditionen an: Santa Mariña ist romanisch, die Kapelle gotisch und Virxe de Areas barock. Leive Ecoadega ist mit einem Gebäude verbunden, dessen Teile bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen.
Weitere Orte
Weitere Orte im Zielgebiet sind A Rúa, Pazó, La Merca, Olás, Francos, Feás, Eiras und Riós.
Wege und Weinbezüge
Der durch die Gemeinde Cenlle verlaufende Abschnitt des Camiño do Viño ist 4,3 km lang, eine feste Größe für Ihre Tagesplanung. Der Camiño do Viño führt auf einem Weg durch Eichen- und Mimosenwälder. Anschließend geht es hinunter nach Cuñas.
In Esposende verläuft der Camiño do Viño entlang der Rúa. Von dort führt er bergauf bis Casardomato, bevor er zur Kirche Santa Mariña abzweigt. Anschließend führt der Weg in Richtung des Heiligtums Virxe das Areas. Danach verläuft er weiter zur Straße OU-0302.
Der Camiño do Viño folgt einem alten Weg in Richtung Lentille. Weiter führt er nach Peitieiros im Ort Pazos Ermos. Früher transportierte der Camiño do Viño Wein nach Compostela. Zu den wichtigsten Zielorten gehörten außerdem die galicischen Häfen. Der Camiño do Viño verbindet Orte, Dörfer und Pfarrgemeinden. Diese weisen deutliche historische und kulturelle Bezüge zur Weinproduktion auf.
Die historische Funktion des Weges lag damit im Weintransport: In früherer Zeit gelangte der Wein über ihn nach Compostela und zu galicischen Häfen. Seine heutige Streckenbeschreibung nennt Wälder, einzelne Orte, Sakralbauten und eine Straße als aufeinanderfolgende Bezugspunkte. Der Abschnitt durch Cenlle umfasst dabei 4,3 km.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ourense.