Aldea Moret: Bergbaugeschichte und Industriekultur

File:Embarcadero de Aldea Moret, exterior.jpg File:Embarcadero de Aldea Moret, exterior.jpg Foto: guillermo varela - https://www.flickr.com/photos/fotog via Wikimedia Commons, CC BY 2.0

Aldea Moret ist eine Bergarbeitersiedlung und als Bien de Interés Cultural in der Kategorie Lugar de Interés Etnológico geschützt. Ihre Geschichte ist eng mit dem Phosphatabbau verbunden und prägt die erhaltenen Bauwerke und technischen Spuren.

Kultur und Bergbau

Die Siedlung bewahrt ein zusammenhängendes und vollständiges Industrieensemble des Phosphatabbaus. Dazu gehören Gebäude, Büros, Schächte, Stollen, Wohnungen, Bergwerke, Lagerhäuser und ein Malacate. Der geplante Rastergrundriss mit orthogonalen Straßen und Gärten im Inneren der Häuserblöcke macht die räumliche Ordnung der Bergarbeitersiedlung sichtbar.

Die Mina Abundancia war die letzte Mine des Komplexes Aldea Moret, die ihre Produktion einstellte; dies geschah 1960. In der Mina Abundancia befindet sich das Centro de Interpretación de la Minería en Extremadura.

Kirche und Erinnerungsorte

Der Bau der Kirche San Eugenio wurde 1883 dem Bergwerksarchitekten Ruperto Ramírez übertragen und vom Diözesanarchitekten Emilio María Rodríguez ausgeführt.

Die Kirche enthält Gegenstände, die 1918 aus der Ruine der Einsiedelei San Benito hierher übertragen wurden. Dazu zählen ein Bildnis des heiligen Benedikt und ein Altarretabel aus dem 18. Jahrhundert.

San Eugenio hat den Grundriss eines lateinischen Kreuzes mit einem einschiffigen Langhaus aus drei Jochen, Querhauskapellen, einem flach abschließenden Chor, zwei Sakristeien und einem Okulus über dem Portal.

Neben dem Park von Aldea Moret ist noch ein historischer Malacate zu sehen. Eine solche mechanische Vorrichtung wurde von Zugtieren angetrieben und diente zum Fördern von Mineralien, Wasser oder Schutt.

Historische Infrastruktur

Das Gebäude Embarcadero diente dazu, das geförderte Mineral zu lagern und unmittelbar in Eisenbahnwaggons zu verladen. 1910 wurde beschlossen, in Aldea Moret ein Anschlussgleis für die dortigen Bergwerke zu bauen.

Für die Einordnung lassen sich die Zeugnisse nach ihrer Funktion unterscheiden: Der Siedlungsgrundriss und die Kirche zeigen die bauliche Seite, Malacate und Embarcadero veranschaulichen technische und logistische Abläufe, während Route und Zentrum den Zugang zur Bergbaugeschichte ordnen.

Ruta de la Minería

Zum städtischen Tourismusprogramm gehört eine Ruta de la Minería, die hauptsächlich auf Aldea Moret, das Poblado Minero und das Centro de Interpretación de la Minería de Extremadura ausgerichtet ist.

Im Centro de Interpretación de la Minería de Extremadura sind das Innere einer Mine und die für den Phosphatabbau verwendeten Methoden dargestellt. Die Route und der Ausstellungsort bieten unterschiedliche Zugänge zur Industriegeschichte des Ortes.

Bei einer Ferienwohnung in Aldea Moret können Reisedaten, Zimmerkategorie und Stornierungsbedingungen die eigene Auswahl strukturieren. Die historischen Stationen, die Kirche San Eugenio und die Ruta de la Minería bilden dabei unterschiedliche Themenfelder, die sich unabhängig von diesen Angaben nach den eigenen Reiseplänen gewichten lassen.

Eine Mine in Aldea Moret bewahrt umfangreiche Reste ihrer Anlagen und gehört zu den wenigen erhaltenen Beispielen mit Wohnungen von Bergleuten neben den Bergbauschächten.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cáceres.

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