Cheles am Alqueva-Stausee: Strand, Dehesa und Geschichte
Unterkünfte in Cheles
Der Camino Natural del Guadiana führt zu Cheles, zum dortigen Strand und zum Embarcadero, bevor er Villanueva del Fresno erreicht. Wasserlandschaft, Wege durch die Dehesa und historische Bauwerke geben dem Ort unterschiedliche Seiten, die sich bei einer Reise miteinander verbinden lassen.
Wasser und Wege
Die Playa de Cheles liegt am Alqueva-Stausee, etwa fünf Kilometer vom Ort entfernt, und ist von der typischen extremadurischen Dehesa-Landschaft umgeben. Die Playa verfügt über Rasen, Sand, einen Badebereich, Parkplätze für Fahrzeuge, einen Kinderspielplatz, Sonnenschirme, Picknickbereiche und eine Strandbar. Die Playa La Dehesa, auch Isla Ceniza genannt, ist als offizieller Badegewässerbereich ausgewiesen.
Das Embarcadero de Cheles verfügt über Liegeplätze für Boote und liegt dem Verlauf des Stausees folgend etwa zwei Kilometer südlich des Strandbereichs. Im Raum Cheles organisiert beziehungsweise bietet Alqueva Entretenida ganzjährig Aktivitäten wie Bootsausflüge, Wassersport, Wandern, Fahrradtouren und Verkostungen iberischer Produkte an.
Die EX-315 führt in der Nähe der Gemeinde Cheles zum Gran Lago de Alqueva, dem größten künstlichen See Westeuropas.
Landschaft und Radwege
Die BTT-Route 4 Dehesas de Cheles ist eine 14,28 Kilometer lange, als leicht eingestufte Rundstrecke mit Start und Ziel in Cheles. In Cheles besteht eine Verbindung zwischen der Route 3 und der Route 4 Dehesas de Cheles. Eine weitere BTT-Route verbindet Alconchel mit Cheles und führt zum Embalse de Alqueva.
Die Route 4 Dehesas de Cheles führt durch die Dehesa Boyal und die Dehesa de Mirleo. Sie bietet Ausblicke auf den Zusammenfluss des Bachs Arroyo de Valcuervo, der Ribera de Táliga und des durch den Alqueva-Staudamm aufgestauten Río Guadiana. Auf der Route lassen sich aromatische Pflanzen wie Thymian, Minze, Oregano und die Rosa de Alejandría beziehungsweise Rosa Albardeira sowie Vögel wie Steinadler, Habichtsadler, Kraniche und Schwarzstörche beobachten.
Kultur und Baukunst
Die Iglesia de Nuestra Señora de la Concepción in Cheles wurde im ersten Drittel des 16. Jahrhunderts errichtet, als der Ort an seinen heutigen Standort verlegt wurde. Ihre Zugangstreppe besteht aus Marmor aus dem benachbarten portugiesischen Ort Villaviciosa. Das Gotteshaus besitzt drei Schiffe aus Mauerwerk mit Kreuzrippengewölben; die Hauptkapelle ist mit einem gotischen Kreuzrippengewölbe abgeschlossen.
Die Ermita del Cristo de la Paz ist ein kleines, schlichtes Gebäude im volkstümlichen Stil mit weiß gekalkten Wänden und einer außen auffälligen, großen, mit Ziegeln gedeckten Kuppel. Die Bauarbeiten an der Ermita setzten im letzten Viertel des 17. Jahrhunderts nach dem Portugiesischen Restaurationskrieg ein.
Der Palacio de los Condes de Cheles o Vía Manuel wurde Ende des 17. Jahrhunderts errichtet, nachdem die Burg während des Portugiesischen Restaurationskriegs zerstört worden war. Am Palacio sind ein steinerner Turm und ein Bogen beziehungsweise Durchgang über der Calle de Guadalupe erhalten, der einst die Residenz mit den privaten Gärten verband.
Kulinarik
Die traditionelle Küche von Cheles verwendet Zutaten aus der umliegenden Landschaft, der typischen extremadurischen Dehesa und dem Río Guadiana. Zu ihr gehören 61 Rezepte aus den Bereichen Suppen und andere Brotspeisen, Gemüse und Hülsenfrüchte, Fleisch, Schlachtgerichte, Wild und Fisch sowie Süßspeisen und Gebäck.
Ende Oktober wurde in Cheles ein gastronomisches, sportliches und musikalisches Festival gefeiert. Bei dem Festival Ende Oktober kommen Menschen aus Spanien und Portugal zusammen, um die für Cheles typischen Fische zu probieren.
Weitere Orte
Zur weiteren Ortsauswahl gehören Medellín, Malpartida de la Serena, Villar Del Rey, La Garrovilla, Burguillos, Herrera Del Duque, Villalba De Los Barros und Siruela.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Badajoz.