Alburquerque entdecken: Mittelalter, Natur und regionale Genüsse
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Foto: Estevoaei via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Alburquerque verbindet das Castillo de Luna, geschützte historische Zeugnisse, Wege durch die Sierra und regionale Verkostungen. Das Castillo de Luna ist eine mittelalterliche Festung und wurde 1924 zum Nationaldenkmal erklärt. Der Bau der Festung und ihrer Verteidigungsanlagen begann im 13. Jahrhundert. Zu ihr gehören ein Bergfried und der Turm der Fünf Zacken, die durch einen Spitzbogen mit Zugbrücke verbunden sind.
Kultur
Im Burghof des Castillo de Luna steht die Iglesia de Santa María del Castillo, eine spätromanische dreischiffige Kirche, die derzeit nicht für Gottesdienste genutzt wird. Entlang des Burghangs erstreckt sich Villa Adentro, auch Barrio de la Teta Negra genannt: ein ummauertes mittelalterliches Viertel mit Häusern, deren spitzbogige Granittürbögen erhalten sind. Die Puerta de la Villa, auch Puerta de Belén genannt, besitzt einen vorspringenden quadratischen Turm, eine später errichtete offene Kapelle und einen Glockenaufsatz. Die Puerta de Valencia wird von zwei 13 Meter hohen zylindrischen Türmen flankiert und besitzt zwei Tore, eines mit Rundbogen und eines mit Spitzbogen.
Die Iglesia de Santa María del Mercado enthält einen Renaissance-Hauptaltar aus dem 16. Jahrhundert sowie eine polychrome Holzstatue der Virgen de la Candelaria aus dem 15. Jahrhundert. Neben der Kirche liegen anthropomorphe Gräber, die als Sammelgräber in den Fels gehauen wurden. Die Plaza de Toros ist ein isoliertes, geschütztes Element innerhalb des geschützten historischen Ensembles von Alburquerque. Die Altstadt ist als Bien de Interés Cultural ausgewiesen, also als Kulturgut von besonderem kulturellem Interesse.
Das Felsbildnis im Abrigo del Risco de San Blas umfasst schematische Felsmalereien aus der Bronzezeit und wurde 1942 zum Nationaldenkmal erklärt. Die Ermita de Santiago o de los Santiagos in der Gemeinde Alburquerque gilt als verfallenes religiöses Gebäude; erhalten sind Wandmalereien mit Darstellungen von Kriegern sowie vier behauene Steine mit Reliefs von Hufeisenbogen. Das Museo Etnográfico Juan Castaño zeigt landwirtschaftliche Geräte und alte Haushaltsgegenstände, darunter das Schlafzimmer von Aurelio Cabrera. Das Centro de Interpretación del Medievo präsentiert historische Bildtafeln über das mittelalterliche Extremadura, Burgen und Befestigungsanlagen, Projektionen aller Burgen der Extremadura, ein Modell von Alburquerque sowie Informationen zur Geschichte der Villa, ihren Monumenten und Festen.
Die Iglesia de Santa María del Mercado kann samstags und sonntagnachmittags besichtigt werden. Für den Besuch des Abrigo del Risco de San Blas ist die Oficina de Turismo de Alburquerque zu kontaktieren. Das Museo Etnográfico Juan Castaño befindet sich im mittelalterlichen Viertel und kann nach Kontaktaufnahme mit seinem Eigentümer besichtigt werden. Die Oficina de Turismo informiert über sehenswerte und unternehmenswerte Angebote in der Umgebung und berät zu geeigneten Routen und Aktivitäten.
Natur und Wege
Alburquerque liegt in der Sierra de San Pedro. Die Umgebung umfasst Berglandschaften und große Steineichen-Dehesas, von denen ein großer Teil als geschützter Naturraum gilt. Zum kommunalen Wanderangebot gehört die PR-BA 100 in der Sierra de los Picorros, eine 15,3 Kilometer lange Rundwanderung. Ebenfalls dazu zählt die PR-BA 128, eine 15,5 Kilometer lange lineare Route zwischen Alburquerque, Carrión und Los Riscos. Die unterschiedlichen Streckenformen und nahezu gleichen Längen helfen dabei, verschiedene Tagesplanungen miteinander zu vergleichen.
Feste und regionale Genüsse
Das Festival Medieval Villa de Alburquerque findet jedes Jahr in der zweiten Augusthälfte statt und ist als Fest von regionalem touristischem Interesse anerkannt. Das jährlich im Juli in Alburquerque stattfindende Festival Contem-pop-ránea für alternative Musik wird dort seit 1996 veranstaltet.
Die offizielle Ruta del Queso umfasst kulturelle Besichtigungen in Alburquerque, die mit Verkostungen enden. Die Quesería Doña Leonor de Alburquerque bietet eine geführte Besichtigung mit Verkostung ihrer Produkte. Die Bodega Encina Blanca verbindet bei einem geführten enotouristischen Besuch die Besichtigung der in den Fels gehauenen Weinpressen und der Kellerei mit dem Zugang zu einem Panoramaraum mit Blick auf die Weinberge und Alburquerque. Dazu gehört eine Verkostung von drei Weinen mit lokalen Tapas. Das Erlebnis „De la dehesa a la mesa“ umfasst einen Besuch bei Risco Extremeño und eine Verkostung von Schinken.
Weitere Orte
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