Aprikano am Bayas: Brücke, Kirche und Geschichte
Unterkünfte in Aprikano
Aprikano liegt am südöstlichen Ende des Tals Kuartango am linken Ufer des Flusses Bayas und am Fuß der Sierra de Badaia. Der Baias tritt hier durch den Portillo de Tetxa in Richtung La Ribera aus dem Tal. Wer durch den Paso de Techa in das Tal hineinfährt, erreicht Aprikano als erstes Dorf des Kuartango-Tals. Am Ausgang des Weges in Richtung Orduña liegt die gut erhaltene Brücke von Aprikano.
Lage und Landschaft
Entlang des Flusslaufs erstreckt sich das Vorkommen des gefährdeten Mooses Orthotrichum casasianum über 20 Kilometer, von der Brücke von Lukiano bis zur Brücke von Aprikano. Das gefährdete Moos Orthotrichum casasianum wird im Baskischen Katalog gefährdeter Tier- und Pflanzenarten geführt. In der näheren Umgebung von Aprikano liegt Gobaederra, eine speläologische Fundstätte, an der Werkzeuge, menschliche Überreste und Halsketten gefunden wurden. Flussufer, Gebirgsfuß und das Vorkommen des Mooses gehören damit zu den unterschiedlichen Landschaftsbezügen, die mit Aprikano verbunden sind.
Geschichte und Sakralbauten
Aprikano wird bereits in der Urkunde des Bischofs von Calahorra aus dem Jahr 1257 unter diesem Namen erwähnt. Die Pfarrkirche Santiago wurde ursprünglich im 13. Jahrhundert errichtet. Zu ihr gehört eine Kapelle des heiligen Johannes aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Auch die Brücke verweist auf die lange Baugeschichte des Ortes: Sie stammt aus dem 14. oder 15. Jahrhundert, wird zugleich dem 15. Jahrhundert zugeordnet und besitzt fünf Bögen, darunter vier Spitzbögen und einen Rundbogen. Für Kirchen, Kapellen und andere historische Bauwerke sollten Reisende vor dem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten prüfen. Öffnungszeiten können vor Ort unterschiedlich geregelt sein.
Ortsbild und Baukultur
Am Ortseingang von Aprikano befand sich an einem typischen Wappenbauernhaus ein altes Schild. Es zeigte den Ankommenden aus Richtung Orduña den Namen des Ortes an. Zahlreiche Wappenhäuser tragen die Wappen der in der Gegend bedeutenden Familien Eguíluz, Andas, Montoyas und Ortiz de Luna sowie weiterer Familien. Ein ehemaliges Posthaus war im 16. Jahrhundert bereits als El Mesón de Aprícano bekannt. Außerdem ist eine Casa-Torre für das Jahr 1595 bezeugt. Wappenhäuser, Posthaus und Casa-Torre ergänzen die Kirche und die Brücke um weitere konkrete Zeugnisse der Ortsgeschichte.
Wasser und dörfliche Zeugnisse
In Aprikano gibt es eine Mühle mit Überläufen zur Bewässerung der Gemüsegärten. Zum Ortsbild gehört außerdem ein restaurierter Brunnen mit einer Viehtränke. Mühle, Überläufe, Brunnen und Viehtränke verweisen auf Einrichtungen, die mit dem Wasser und dem dörflichen Alltag verbunden sind.
Regionaler Genuss
Im Tal Kuartango kann man ein traditionelles Sidrería-Menü mit Produkten aus dem Tal genießen.
Bei einer Fahrt über Pass- und Talstraßen empfiehlt es sich, vor Reiseantritt aktuelle Streckenbedingungen und Verkehrshinweise zu prüfen.
Weitere Orte im selben übergeordneten Gebiet sind Bujanda, Murga, Añana, Ibarguren, Moreta, Abornikano, Hereña und Lezama.
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