Mieres entdecken: Kultur, Pilgerweg und Bergbaugeschichte
Unterkünfte in Mieres
Mieres del Camín trägt seine Geschichte auf mehreren Ebenen: Unter der heutigen Stadt liegt ein römischer Ursprung, während das Viertel La Villa den ursprünglichen Ortskern von Mieres bildet und am Pilgerweg nach Santiago liegt.
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Foto: Simon Burchell via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Kultur und Ortsbild
La Villa weist einen traditionellen städtischen Charakter auf; die Außenbereiche des Viertels sind besichtigbar. Das unregelmäßige Straßen- und Platzgefüge ist charakteristisch für frühe landwirtschaftliche Siedlungen und macht die gewachsene Struktur des Ortskerns sichtbar.
Die Casa Duró ist das älteste zivile Gebäude der Stadt Mieres. Ebenfalls in La Villa steht der Palacio del Marqués de Camposagrado, ein bedeutendes Baudenkmal, das als Kulturgut von besonderem Interesse, kurz BIC, geschützt ist.
Der Palacio besitzt einen zentralen Säulenhof, umrahmende Gärten und eine Kunstsammlung. Die Pfarrkirche San Juan Bautista wurde 1926 errichtet und ist deutlich neobarock geprägt.
In La Villa lassen sich damit verschiedene Formen des Ortsbilds nebeneinander betrachten: die gewachsene Struktur des alten Viertels, ein geschütztes Baudenkmal mit repräsentativen Elementen und eine Kirche aus dem 20. Jahrhundert. Die Außenbereiche des Viertels eröffnen dabei einen unmittelbaren Zugang zu Straßen, Plätzen und den genannten Gebäuden.
Wege und Landschaft
Der Camín del Salvador ist eine Kulturroute. In Mieres erschließt er einen Teil der offiziellen Route des Camino del Salvador beziehungsweise des Jakobswegs sowie die Geschichte und das industrielle Erbe des Ortes.
Die Ruta del Ferrocarril de Baltasara beginnt und endet an der Plaza de Requexu in Mieres.
Sie ist eine 10,4 Kilometer lange, leichte und familiengeeignete Vía Verde, die ganzjährig begangen werden kann. Die Strecke verbindet Natur und Bergbaugeschichte, führt an industriellen Relikten vorbei und verläuft durch eine vom Bergbau geprägte Landschaft.
Für die Einordnung der Wege stehen somit unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander: Der Camín del Salvador verbindet Mieres mit einer Kulturroute und dem Jakobsweg, während die Baltasara-Strecke Natur, industrielle Relikte und Bergbaugeschichte zusammenführt. Länge, Schwierigkeit und ganzjährige Begehbarkeit der Vía Verde geben ihrer Planung einen anderen Rahmen als der historische Routenbezug des Pilgerwegs.
Kulturelle Orte und Plätze
Die Casa de Cultura Teodoro Cuesta bildet das Zentrum eines Netzes kultureller Einrichtungen. Zu diesem Netz gehören ein Auditorium, ein Ausstellungsraum, eine Bibliothek und ein Lesesaal.
Die Plaza de Requexu, auch Plaza San Juan genannt, ist ein verkehrsfreier Platz. Dort wird Sidra ausgeschenkt; außerdem sind dort traditionelle Gastbetriebe ansässig.
Mit der Casa de Cultura und der Plaza de Requexu kommen zwei weitere städtische Bezugspunkte hinzu: Der eine bündelt unterschiedliche kulturelle Einrichtungen, der andere ist als verkehrsfreier Platz mit Sidra und traditionellen Gastbetrieben verbunden. Beide Orte ergänzen die historischen Gebäude um öffentliche Räume und kulturelle Angebote.
Geschichte
Im Gemeindegebiet von Mieres entstand Bustiello zwischen 1890 und 1917 als Bergarbeitersiedlung. Die Arbeiterhäuser reihen sich an drei Straßen und verfügen über kleine Gärten.
Die Geschichte des Ortes reicht damit vom römischen Ursprung unter der heutigen Stadt über den alten Ortskern und die Pilgerroute bis zur industriell geprägten Landschaft und zur Bergarbeitersiedlung Bustiello. Je nach Schwerpunkt lassen sich Architektur, Kulturroute, Landschaft und Industriegeschichte als eigenständige Themen betrachten, ohne dass sie auf dieselbe Art von Ortserlebnis reduziert werden.
Weitere Ortsseiten: Laipata, Cenera, Figaredo, Cardeo Riba, Santu Miano, Urbiés
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