Oles zwischen Kirchen, Gagat und Dinosaurierspuren
Unterkünfte in Oles
Oles lässt sich über vier Themen erschließen: Kultur, Handwerk, Waldwege und Erdgeschichte. Besonders konkret wird der kulturelle Teil an Santa Eulalia de La Lloraza. Die romanische Kirche liegt in der Pfarrei Oles in Villaviciosa und ist seit 1960 als Bien de Interés Cultural (BIC) ausgewiesen.
Kultur
Santa Eulalia de La Lloraza hat einen rechteckigen Grundriss und eine quadratische Apsis. Ihr Hauptportal weist ein reiches skulpturales Repertoire auf. Grundriss, Apsis und Portal geben dem Bauwerk drei klar unterscheidbare Betrachtungspunkte. So stehen die geometrische Anlage und die bildhauerische Gestaltung desselben Kirchenbaus nebeneinander.
Die Iglesia de San Félix de Oles hat ein rechteckiges Langhaus und einen quadratischen Chorabschluss. Außen bewahrt ihr Bau Elemente der ursprünglichen Bauphase, darunter zwei nach Süden und Westen ausgerichtete Portale. Im Inneren befindet sich ein romanischer Triumphbogen mit zwei spitz zulaufenden Archivolten. Die Gegenüberstellung von Außen- und Innenraum lenkt den Blick auf unterschiedliche architektonische Details, ohne die Kirche auf ein einzelnes Merkmal zu reduzieren. Zusammen mit Santa Eulalia entsteht damit ein eigener architektonischer Schwerpunkt aus Baukörper, Portalen, Innenraum und Skulptur.
Gagat und Handwerk
Die Gagat-Lagerstätte von Oles, insbesondere die Mine La Cimera, war der zuletzt ausgebeutete Fundort. Die Abraumhalden der Gagat-Lagerstätte von Oles dienen bis heute als Quelle für Material. Der Ort verbindet damit einen benannten Fundort mit einer bis heute fortbestehenden Materialquelle. Beim Mercáu Tradicional de Oles werden Handwerksarbeiten und Handwerkstechniken rund um Gagat, Holz, Ton oder Keramik vorgeführt. Die Rohstoffgeschichte und die Vorführung verschiedener Techniken bilden zwei unterschiedliche Zugänge zum Thema Handwerk.
Landschaft
Die Ruta de los Molinos verläuft am Río Rimera durch einen Wald aus Kastanien, Eichen und Birken und umfasst vier alte Wassermühlen. Flusslauf, Baumarten und Mühlen bilden eine klar erkennbare Folge von Landschafts- und Kulturelementen entlang derselben Route. Damit verbindet die Strecke natürliche Merkmale mit erhaltenen technischen Bauwerken.
Die Klippen von Oles sind eine Station der Route Costa de los Dinosaurios. In den letzten Jahren haben die Klippen zahlreiche Dinosaurierspuren geliefert. Neben dem bewaldeten Verlauf am Río Rimera steht hier eine Küstenlandschaft mit einem geologischen Thema. Die beiden Orte markieren somit unterschiedliche Landschaftsbezüge innerhalb der Themen von Oles: Wald und Wasser auf der einen, Klippen und Erdgeschichte auf der anderen Seite.
Tradition
Das Mercáu Tradicional de Oles findet in der ersten Augusthälfte statt. Sein zeitlicher Rahmen ergänzt die dort gezeigten Arbeiten und Techniken rund um Gagat, Holz, Ton oder Keramik um einen festgelegten Abschnitt im Jahreslauf.
Weitere Ortsseiten
Ergänzend führen die Ortsseiten zu La Isla und Melendreros weiter.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Comarca De La Sidra.