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Ferienwohnung in Pruna: Sierra del Tablón und Kultur

Unterkünfte in Pruna

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Pruna verbindet Grenzgeschichte, Berglandschaft, religiöse Traditionen und die Kultur des Olivenöls auf engem Raum. Zwischen dem Castillo del Hierro, den Wegen der Sierra del Tablón und Orten wie dem Molinillo entsteht ein vielfältiges Bild des andalusischen Ortes.

File:Pruna-CastilloHierro.JPG File:Pruna-CastilloHierro.JPG Foto: El Pantera via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Geschichte und Kultur

Das Castillo del Hierro wurde im 13. Jahrhundert als Verteidigungsanlage an der kastilisch-nasridischen Grenze errichtet. Es ist als Bien de Interés Cultural geschützt und gilt als das einzige Monument nasridischen Ursprungs in der Provinz Sevilla. Eine weitere prägende Sehenswürdigkeit ist die Iglesia San Antonio Abad. Die ursprünglich aus dem 16. Jahrhundert stammende Barockkirche besitzt zahlreiche Retabeln, Gemälde, Bilder, einen Altar und eine Kuppel. Besonders hervorgehoben wird der Cristo de la Vera Cruz aus der Schule von Pedro Roldán.

Auch am Molinillo treffen Natur und Geschichte unmittelbar zusammen: Dort befindet sich ein etwa 30 Meter hoher Wasserfall, der 1,5 Kilometer von Pruna entfernt an der Stelle entsteht, an der das Wasser zweier Bäche über einen Felsvorsprung abläuft. Der Wasserfall bildet zugleich die Kulisse für eine Getreidemühle aus dem 16. Jahrhundert. An die Arbeitswelt vergangener Generationen erinnert die Fuente de las Lavanderas. Neben dem ursprünglichen Pilar steht ein Monument zu Ehren der Wäscherinnen; der Pilar wurde zunächst für landwirtschaftliche Zwecke und später von Frauen als Waschplatz genutzt.

Landschaft und Natur

Ein Wanderweg ab Pruna führt auf der Sierra del Tablón zum El Terril. Mit 1.129 Metern ist El Terril der höchste Punkt der Provinz Sevilla. Die Landschaft an der Sierra del Tablón bei El Terril umfasst an ihrer Nordseite Erdbeerbäume, Steineichen, Zistrosen und Ginster. Zur Landschaft gehört außerdem die Fuente del Duque mit vier in Stein gehauenen Becken. Gespeist wird sie von einer Quelle, die aus der Sierra del Tablón kommt.

Wege und Aufstiege

Mehrere Routen machen die unterschiedlichen Geländeformen rund um Pruna konkret. Die Etappe des Camino de Santiago de la Frontera ab Pruna ist mittelschwer, 11,5 Kilometer lang und dauert etwa zweieinhalb Stunden. Der Abschnitt dieses Weges durch die Provinz Sevilla beginnt in Pruna und verläuft etwas mehr als elf Kilometer bis nach Algámitas. Die Ruta Subida al Terril ist ebenfalls als mittelschwere Route ausgewiesen; sie führt über 6,90 Kilometer und hat eine angegebene Dauer von 2,30 Stunden.

Auch das Castillo del Hierro ist über eine eigene Aufstiegsroute erreichbar: Sie beginnt an der Fuente del Pilarillo und führt über etwa 800 Meter mit fast 200 Höhenmetern bergauf. Damit stehen neben dem längeren Pilgerweg auch kürzere, klar vermessene Routen zu den markanten Zielen der Umgebung im Mittelpunkt.

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Glaube und lokale Traditionen

Die Ermita del Navazo, auch Ermita de La Pura y Limpia genannt, liegt vier Kilometer von Pruna entfernt in einer Landschaft mit ursprünglichem Charakter nahe der Sierra del Tablón. Die erhöht gelegene Kapelle bietet einen Aussichtspunkt über die umliegenden Sierras und gilt außerdem als Ort zur Beobachtung des Nachthimmels.

Die Pilgerfahrt in Pruna wird jährlich durchgeführt. Zwischen 1940 und 1946 wurde die Romería zum Cerro del Navazo, etwa vier Kilometer vom Ortskern entfernt, wieder aufgenommen. Bei der Romería de la Pura y Limpia zieht die Prozession zur Ermita; die Jungfrau fährt dabei in einer überdachten Kutsche mit, die von zwei Ochsen gezogen wird. Ein weiterer religiöser Brauch ist der Sermón del Descendimiento de Cristo, der in Pruna am Karfreitag gefeiert wird. Der Ritus hat Wurzeln im Mittelalter und wird dort weiterhin gepflegt.

Olivenöl und lokaler Charakter

Bei der Cooperativa Pruna San Antón umfasst der Besuch einen Abstecher zu jahrhundertealten Olivenhainen, den Besuch der Ölmühle sowie eine Verkostung und Degustation von Olivenöl. Das native Olivenöl extra mit geschützter Ursprungsbezeichnung wird durch einfache Kaltpressung aus den Sorten Lechín, Picual, Hojiblanca, Manzanilla und Verdial gewonnen.

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Weitere Ziele

Weitere Ziele im selben regionalen Zusammenhang sind El Viso Del Alcor, Cazalla De La Sierra, La Lantejuela, El Ronquillo, La Puebla de Cazalla, Las Navas De La Concepción, Utrera und Montellano.

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