Aguadulce entdecken: Ferienwohnung, Gärten und Geschichte

Auf den Rutas de las Huertas führen Wege durch insgesamt 30 Gärten in Aguadulce. Besucher können die bewirtschafteten Gärten besichtigen und die Arbeit der örtlichen Gärtner direkt vor Ort beobachten. Einen ergänzenden Zugang zu diesem traditionellen Gartenbau bietet das Centro de Interpretación Las Huertas: Es vermittelt das gartenbauliche Erbe von Aguadulce und verfügt über einen interaktiven Raum, in dem man etwas über die Gärten entlang der Route erfahren kann.

Natur und Gartenkultur

Zu den charakteristischen Gärten von Aguadulce gehört die Huerta Las Almenas, die zugleich Teil der Rutas de las Huertas ist. Ihre neomudéjarische Fassade wird von Zinnen gekrönt. Damit steht sie innerhalb der Gartenlandschaft nicht nur für die Bewirtschaftung, sondern auch für eine markante architektonische Gestaltung. Ein weiterer kleiner Garten liegt an einem besonderen innerörtlichen Platz: Der Jardín de Dolores befindet sich direkt hinter der Pfarrkirche.

Kultur und Geschichte

Die Bauwerke von Aguadulce bewahren unterschiedliche historische Spuren. Die Casa Pepe Hara wurde 1930 erbaut, beherbergte das erste Casino der Landwirte von Aguadulce und verbindet ein modernistisches Äußeres mit einem sevillanisch geprägten Inneren. Die Iglesia de San Bartolomé entstand im 17. Jahrhundert zunächst als einschiffige Kirche. Nach mehreren Umbauten verfügt sie über drei Schiffe. Im Inneren beherbergt sie ein wertvolles Ölgemälde aus dem 17. Jahrhundert sowie Goldschmiedearbeiten aus dem 18. Jahrhundert.

Auch außerhalb des Ortskerns finden sich historische Hinweise. Auf dem Cerro Real wurden bronzezeitliche Absatzbeile gefunden; die archäologischen Funde in Aguadulce weisen außerdem auf eine bedeutende römische Villa hin. In der Calle San Bartolomé lassen sich typisch andalusische weiß getünchte Häuser betrachten. Die Puente de Piedra ist eine Renaissancebrücke mit fünf Bögen und stammt aus dem Jahr 1596. Historisch verband sie die Gebiete von Estepa und Osuna.

Wege am Río Blanco

Aguadulce liegt auch an einer Etappe des Camino de Santiago von Antequera. Die dritte Etappe erreicht den Ort über den Camino de Roya sowie über Los Pascuales, Cañada de Écija, El Bujeo und Cerro Real. Daneben können Besucher durch das Umland und entlang des Río Blanco spazieren. In der Umgebung der Puente de Piedra gibt es neben dem Río Blanco einen Picknickbereich. So stehen neben den benannten Wegen auch offene Landschaften und ein Platz am Wasser im Mittelpunkt der örtlichen Eindrücke.

Andalusische Küche und Festtradition

Zur Küche von Aguadulce, die auf dem Gemüse der örtlichen Gärten basiert, gehören unter anderem die Cazuela de habas und gefüllte Artischocken. Die Verbindung von Gartenbau und Küche zeigt sich damit nicht nur auf den Rutas de las Huertas, sondern auch in den regional geprägten Gerichten.

Ein fester Termin im Ortskalender ist die Fiesta Patronal de San Bartolomé, die am 24. August gefeiert wird. Zu dieser Feier gehören traditionelle Feuerwerke.

Anreise

Der nächstgelegene Bahnhof ist Osuna; von dort bestehen Bus- und Taxiverbindungen nach Aguadulce. Von Sevilla aus erreicht man Aguadulce mit dem Auto über die Autobahn A-92 und eine direkte Ausfahrt. Sevilla liegt dabei etwa 100 km entfernt.

Weitere Orte zur Auswahl

Für die weitere Planung stehen außerdem La Campana, Acalá Del Río, Camas, Cañada Rosal, Utrera, Sevilla, San Nicolás Del Puerto und Brenes zur Auswahl.

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