Cónchar: Wein, Wege und maurische Türme
Unterkünfte in Cónchar
Cónchar liegt am Fuß der Sierra de las Albuñuelas und am Río Dúrcal. Die ländliche Landschaft von Cónchar umfasst Orangen- und Zitronenhaine, Weinberge, Mandel- und Olivenbäume sowie weitere Obstbäume. Die Zufahrt von der nahegelegenen A-44 führt durch Weinberge und Mandelbäume; am Horizont ist die Sierra Nevada zu sehen.
Kultur und Geschichte
Der Jahreslauf in Cónchar ist von festen Festen geprägt: Die Fiesta del Mosto wird seit 1984 jedes Jahr am 6. Januar gefeiert. Währenddessen werden Cónchar-Wein und der lokale Salat „remojón conchúo“ auf dem Kirchplatz verteilt; zum Ausschenken des Weins muss ein eigener Krug mitgebracht werden. Die Rifa de Ánimas findet jedes Jahr am 1. Januar auf der Plaza de San Pedro in Cónchar statt.
Die Iglesia Parroquial de San Pedro wurde zwischen 1610 und 1614 nach Entwürfen von Ambrosio de Vico errichtet. Die Torre de Cónchar ist ein zylindrischer Wachturm aus arabischer Zeit und misst 6,50 Meter; sie ist als Monument der Militärarchitektur und als Bien de Interés Cultural eingestuft.
Die islamische Nekropole am Pago del Portichuelo stammt aus der nasridischen Zeit vom 13. bis zum 15. Jahrhundert. Sie diente als Friedhof des Dorfes Cónchar und umfasste 152 Gräber. Die Atalaya de Cónchar ist ein Wachturm nasridischen Ursprungs aus demselben Zeitraum und war Teil eines Netzes für Verteidigung und visuelle Kommunikation. Von der Atalaya reicht der Blick über das Valle de Lecrín; im Hintergrund liegt Cozvíjar, am Horizont ist die Sierra Nevada zu sehen.
Landschaft und Wasser
Die Acequia Real de Conchar entnimmt ihr Wasser dem Río Dúrcal und bewässert die Vega von Cónchar. Sie liegt nördlich und westlich des Ortskerns im Bereich der Obstgärten und ist als ethnologische Bewässerungsinfrastruktur katalogisiert. In der Nähe von Cónchar vereinen sich der Río Dúrcal und der Río Alcázar und schaffen dort eine Obstgartenlandschaft mit Orangen-, Oliven- und weiteren Obstbäumen.
Am Arroyo del Alcázar liegt der örtlich als „cascada del baño“ bekannte Wasserfall. Er eignet sich zum Baden, verfügt über ein tieferes und ein kleineres Becken und mündet in einen der Zuflüsse des Río Dúrcal. Zur lokalen Weinlandschaft gehört außerdem die Bodega Señorío de Nevada S.L., die 1996 gegründet wurde und ihren Sitz in Cónchar hat.
Wanderwege
Die Rundroute Ruta del Arroyo del Alcázar ist 7,6 Kilometer lang und weist einen hohen technischen Schwierigkeitsgrad auf. Die Ruta de Las Fuentes y Atalaya de Cónchar ist eine 10,49 Kilometer lange Rundroute mit hohem technischem Schwierigkeitsgrad. Sie beginnt an der Iglesia de Cónchar und führt am Fluss sowie an der Acequia de los Arcos entlang zum Castillo de Lojuela und nach Murchas. Unterschiedliche Streckenlängen und technische Angaben bieten eine knappe Vergleichsgrundlage.
Die Rundroute Cónchar–Melegís beginnt in Cozvíjar, führt über Cónchar und Melegís und ist etwa 15 Kilometer lang; sie gilt als wenig anspruchsvoll. Auf dieser Route verläuft der Weg am rechten Ufer des Río Dúrcal. An einigen Stellen muss der Fluss über Baumstämme oder aneinandergereihte Felsen überquert werden. Der Rückweg nach Cónchar bietet Ausblicke auf die Sierra Nevada, die Sierra del Manar und Dúrcal.
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