Colomera entdecken – Burg, Wege und Wallfahrt
Unterkünfte in Colomera
Ein markanter Ausgangspunkt für die Geschichte Colomeras ist das Castillo de Colomera: Der Chronist Ibn Hayyan erwähnte es bereits im 10. Jahrhundert als Gründung des kordobanischen Heeres.
Kultur und Geschichte
Die arabische Festung bestand vermutlich aus drei Bereichen: einer Alcazaba, einem mittleren und einem äußeren Befestigungsbereich. Von seiner erhöhten, der Verteidigung des Gebiets dienenden Lage aus überblickt das Castillo den Ort und das umliegende Tal. Colomera ist außerdem eine Station der Route Ruta del Califato.
Die Iglesia Parroquial de la Encarnación wurde im 16. Jahrhundert über einer früheren Moschee errichtet und vereint gotische und mudéjare Elemente. Sie besitzt drei Schiffe und eine mudéjare Holzkonstruktion des Daches, die 1544 von Miguel de Quintana bemalt wurde. Am 22. Februar 1980 wurde sie zum Bien de Interés Cultural erklärt.
Die Puente Romano ist eine einbogige Brücke aus römisch-mittelalterlicher Zeit mit einer Länge von 16 Metern, einer maximalen Höhe von 7 Metern und einer Fahrbahnbreite von 3,80 Metern; ihre Tympana und Widerlager bestehen aus Haustein, und in ihrer Umgebung befinden sich Reste alter Straßen.
Der arabische Wachturm Torre del Chopo ist zylindrisch, hat einen kreisförmigen Grundriss und eine erhaltene Höhe von 6 Metern. Die Torre del Chopo gilt als Bien de Interés Cultural. Die Necrópolis visigoda ist eine westgotische Begräbnisstätte mit 47 Gräbern, die 1986 erfasst wurden und nur wenige Beigaben enthielten, darunter Keramikgefäße, Ringe, Ohrringe sowie Kupfer- oder Eisenschmuck.
Landschaft und Aussicht
Auf einem kleinen Hügel steht die Torre Atalaya de Colomera in mehr als 1.000 Metern Höhe; sie überblickt das Tal des Río Colomera sowie den heutigen Ort. Der Puerto de los Lobos Harteros ist der höchste Punkt der Ruta de Colomera und bietet einen Panoramablick auf den Stausee Embalse de Colomera und den Ort.
Das Erholungsgebiet Área recreativa Los Pinos bietet Ausblicke auf die umliegenden Sierras und liegt an der Route zum El Pino Solitario. Das Erholungsgebiet Área recreativa El Puntalillo liegt in der gleichnamigen Naturlandschaft und bietet Ausblicke auf die umliegenden Sierras.
Wege und Wallfahrt
Die Ruta de Colomera beginnt und endet in Colomera, ist als mittelschwer eingestuft und umfasst 17,2 Kilometer mit einer angegebenen Dauer von etwa fünf Stunden. Die Ruta de las Fuentes ist ein einfacher 1,8 Kilometer langer Spaziergang, der den Pilar de la Higuera, den Pilarillo, den Pilar Leones, das ehemalige öffentliche Waschhaus Las Fuentes und die Fuente Cristino miteinander verbindet. Für Ihre eigene Planung können Sie Länge, Dauer und Einstufung der beiden Wege direkt miteinander vergleichen.
Die Romería de la Virgen de la Cabeza startet am Donnerstag vor dem letzten Sonntag im April in Colomera und führt durch Dörfer, Täler und Flüsse bis zum Cerro del Cabezo de Andújar. Sie findet seit 1227 jedes Jahr statt und gilt als Spaniens älteste Wallfahrt.
Weitere Reiseziele: Orce, Montejícar, Alcudia De Guadix, Lopera, Arenas Del Rey, Juviles, Puerto Lope, La Taha
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