Baza entdecken: Natur, Alcazaba und iberische Geschichte
Unterkünfte in Baza
Baza lässt sich über zwei starke Themen erschließen: Natur im geschützten Parque Natural Sierra de Baza und eine vielschichtige Geschichte mit muslimischen, iberischen und christlichen Spuren.
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Foto: agracier - NO VIEWS via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Natur
Im geschützten Parque Natural Sierra de Baza gibt es 16 markierte Wanderwege, auf denen Besucher die unterschiedlichen Landschaften des Naturparks erkunden können. Der Naturpark umfasst mehr als 52.000 Hektar und erreicht am Calar de Santa Bárbara in den Prados del Rey eine Höhe von 2.271 Metern. Dort gibt es ausgedehnte Bestände von Kiefern, Steineichen, Ahornen, Wacholdern und Kriechwacholdern.
Zum Parque Natural Sierra de Baza gehören außerdem ein ausgedehntes Netz von Waldwegen, Camping- und Erholungsbereiche sowie das Besucherzentrum Narváez mit einer thematischen Ausstellung und Aktivitäten. Die markierten Wanderwege und die Waldwege setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte innerhalb des Naturraums.
Geschichte und Baukultur
Die Baños Árabes de Baza, auch Baños Árabes de la Marzuela genannt, stammen aus dem 13. Jahrhundert, der Zeit der Almohaden. Die Anlage ist in drei Haupträume gegliedert. Das historische Zentrum von Baza bewahrt im Wesentlichen die Struktur der früheren muslimischen Stadt.
Am Fuß der Alcazaba steht die Iglesia Mayor auf den Überresten der ehemaligen Hauptmoschee. Die Kirche ist ein historischer Bau mit gotischer und Renaissance-Architektur; hervorzuheben sind ihr Renaissance-Gitter, ihre Holzdecken und ihr oktogonaler Glockenturm. Von der Alcazaba sind Abschnitte ihrer Mauern und die Überreste mehrerer Türme erhalten. Die Mauern weisen drei Bauphasen auf: eine erste aus dem 11. bis 12. Jahrhundert, eine nasridische Phase und eine spätere christliche Phase aus dem 16. Jahrhundert. Der Aufstieg zur Alcazaba bietet Ausblicke über Baza und die Hoya de Baza.
Die Iglesia de Santiago wurde 1505 auf dem Gelände einer früheren Moschee errichtet und gilt als herausragendes Beispiel der Mudéjar-Architektur in Baza. Die Iglesia de la Merced ist eine Mudéjar-Kirche aus dem 16. Jahrhundert mit einer elliptischen barocken Kapelle, die mit Stuck, Gemälden und Spiegeln ausgeschmückt ist.
Der Palacio de los Enríquez wurde 1506 von Enrique Enríquez und María de Luna, den Onkeln der Katholischen Könige, in Auftrag gegeben. Das Gebäude entwickelte sich von einem spätgotischen Landhaus zu einer Renaissancevilla und gilt als einziges Renaissance-Erholungspalais in Andalusien nach dem Vorbild der großen italienischen Renaissancevillen.
Die Antiguas Carnicerías sind ein historisches Gebäude mit U-förmiger Architektur, einer hölzernen Galerie und heraldischen Wappen aus dem Jahr 1568. Die Casa de las Tetas liegt an der Placeta de los Moriscos, dem ehemaligen Wohngebiet der moriskischen beziehungsweise neuchristlichen Gemeinschaft in Baza.
Iberische Spuren
Das Centro de Interpretación de la Cultura Íbera befindet sich im Tempel San Jerónimo, einem Gebäude von hohem patrimonialem Wert. Es verfügt über eine etwa 400 m² große Ausstellung mit maßstabsgetreuen Szenen des iberischen Alltagslebens und einer originalgetreuen Nachbildung des Grabes der Dama de Baza. Dauerhaft beherbergt das Zentrum außerdem die Ausstellung „Íberos. Nuestra civilización antes de Roma“.
Das Museo Arqueológico Municipal de Baza befindet sich in zwei miteinander verbundenen historischen Gebäuden aus dem 16. Jahrhundert. In seinen Sälen zur iberischen Epoche zeigt es eine originalgetreue Nachbildung der Dama de Baza. Die iberische Nekropole Cerro del Santuario brachte 1971 die als Dama de Baza bekannte Grabstatue zutage.
Cerro Cepero ist eine fast 7 Hektar große, befestigte Siedlung auf einem Tafelberg, die im 8. Jahrhundert v. Chr. zu einem iberischen Oppidum wurde. Zusammen mit den Ausstellungen und der Nekropole stehen damit verschiedene Formen iberischer Geschichte nebeneinander: eine befestigte Siedlung, ein archäologischer Fundort und museale Rekonstruktionen.
Wege, Traditionen und Wein
Die Ruta de las Fuentes y Caños in Baza ist eine touristische Route zu monumentalen Brunnen, kleineren Wasserläufen und dem historischen städtischen Wasserinfrastrukturerbe. Zur Cascamorras-Tradition in Baza gehört ein etwa 3 Kilometer langer innerstädtischer Lauf, bei dem schwarz beschmierte Menschen Cascamorras verfolgen.
Die Tradition des Vino del País in Baza umfasst jedes Jahr am 4. Dezember eine Verkostung junger Weine, die örtliche Winzer auf der Plaza Mayor ausschenken. Route, Lauf und Verkostung unterscheiden sich nach Aktivitätstyp und Termin; diese Merkmale können Sie bei der Reiseplanung miteinander vergleichen.
Weitere Orte
Weitere Ziele im Portal: Cuevas Del Campo, Illora, Polopos, La Mamola, Zagra, Soportújar, El Ventorrillo, Albolote.
Wenn Sie eine Ferienwohnung in Baza vergleichen, können Sie auf den jeweiligen Angebotsseiten Reisedaten, Zimmerkategorie und Stornierungsbedingungen nebeneinander prüfen. Bei der Ortswahl lassen sich diese Angaben getrennt von Natur, Baukultur, archäologischen Zeugnissen, Wegen und Traditionen betrachten.
Anreise
Die üblichste und flexibelste Anreise nach Baza erfolgt mit dem privaten Fahrzeug über die A-92 Norte.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Granada.