Villanueva del Rey – Natur, Archäologie und Festkultur
Villanueva del Rey liegt in der Sierra Morena im zentralen Bereich des Valle del Guadiato. Die natürliche Umgebung umfasst Wälder aus Steineichen, Wacholdern, Pinien und Sträuchern sowie die sehr seltene Pyrenäen-Eiche, auf Spanisch roble melojo. In den Naturräumen finden sich geschützte Habichtsadler und Uhus, außerdem Wildkatzen, Fischotter und Hirsche. Natur und Ortsgeschichte bilden zwei klar unterscheidbare Schwerpunkte, die Sie bei Ihrer Reiseplanung getrennt oder verbunden betrachten können.
Archäologie und Geschichte
Die megalithischen Gräber in der Mina de Don Juan (Puertocacho) stammen aus der Kupferzeit, ungefähr aus dem Zeitraum 2500 bis 2000 v. Chr. Die archäologische Fundstätte Cerro del Ermitaño stammt aus der voll entwickelten Kupferzeit. Die archäologische Fundstätte Cerro de Los Castillejos weist zyklopisches Mauerwerk und castreñische Überreste auf. Traditionell werden auf dem Cerro de los Castillejos außerdem die Überreste einer ehemaligen mittelalterlichen Burg verortet.
Ortsbild und Festkultur
Das Pósito de Villanueva del Rey wurde nur wenig verändert; sein heutiges Erscheinungsbild ähnelt daher stark dem ursprünglichen. Es entspricht dem einfachsten Modell eines Pósito mit parallelen Schiffen und Arkaden und umfasst zwei Schiffe. Das Gebäude gehört zu einer Gruppe von Pósito-Gebäuden in der Provinz Córdoba, denen bedeutende historische, künstlerische und ethnologische Werte zugeschrieben werden und die als Kulturgüter allgemeiner Katalogisierung eingetragen wurden.
Die Iglesia de la Inmaculada Concepción wurde im 16. Jahrhundert errichtet und im 18. Jahrhundert umgebaut. Die örtliche Feier Trasiega del vino war über sieben Jahrhunderte hinweg ein zentraler Bestandteil des Lebens im Ort. Die Feria de Santiago Apóstol wird im August zu Ehren des Schutzpatrons des Ortes gefeiert.
Ein Ort mit vielen Zeitschichten
Wer sich für frühe Siedlungsspuren interessiert, findet an den archäologischen Fundstätten unterschiedliche Zeugnisse: megalithische Gräber, die Anlage am Cerro del Ermitaño und das zyklopische Mauerwerk von Cerro de Los Castillejos. Die mittelalterlichen Burgreste werden traditionell ebenfalls auf dem Cerro de los Castillejos verortet. Die Baugeschichte der Iglesia de la Inmaculada Concepción umfasst ihre Errichtung im 16. Jahrhundert und den Umbau im 18. Jahrhundert, während die beiden Feste den Jahreslauf mit eigenen kulturellen Anlässen verbinden.
Auch für Naturinteressierte bietet die Umgebung markante Einzelheiten. Zwischen den genannten Baumarten fällt die seltene Pyrenäen-Eiche besonders auf; bei der Tierwelt reicht das Spektrum vom Habichtsadler und Uhu bis zu Wildkatze, Fischotter und Hirsch.
Wandern und Anfahrt
Für die Wanderplanung lassen sich Länge, Rundweg, Schwierigkeitsgrad und Ausgangspunkt als getrennte Merkmale vergleichen. Die Ruta del Mirador y la Dehesa ist ein 9,06 Kilometer langer Rundweg mit niedrigem Schwierigkeitsgrad. Sie beginnt und endet am Erholungsgebiet Dehesa Boyal. Der Ausgangspunkt ist von Córdoba aus über die N-432 in Richtung Badajoz, die Ausfahrt 208 und die CO-5401 erreichbar.
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