Gérgal – Ferienwohnung zwischen Festkultur und Sierra de los Filabres
Unterkünfte in Gérgal
Gérgal spricht Besucher mit einer ungewöhnlichen Mischung aus Festkultur, Baugeschichte und Astronomie an. Wer die Themen des Ortes nebeneinander betrachtet, kann zwischen überlieferten Traditionen, historischen Bauwerken und einem wissenschaftlich geprägten Besuch wählen.
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Kultur
Die Fiestas de San Sebastián, auch Moros y Cristianos und im Ort La Fiesta del Santo genannt, finden an dem Wochenende statt, das dem 20. Januar am nächsten liegt. Zum Fest gehören die auf überlieferten Texten beruhenden „relaciones“ und inszenierte „guerrillas“ zwischen den maurischen und christlichen Gruppen. Am dritten und letzten Nachmittag führt eine gemeinsame Prozession zur Ermita de San Sebastián.
Im Gemeindegebiet von Gérgal gibt es zwischen El Almendral und dem Peñón de las Juntas vier prähistorische Fundstellen. Dort wurden Felsmalereien, Keramik, Flintartefakte, eine Perle aus poliertem Stein sowie ein Kupfer- oder Bronzeohrring festgestellt.
Die Iglesia de Nuestra Señora del Carmen in Gérgal besitzt eine Artesonado-Kassettendecke. Ihre zentrale Dachkonstruktion ist im Mudéjar-Stil ausgeführt; bei Restaurierungsarbeiten wurden 2001 an einigen Wänden Wandmalereien entdeckt.
Die Ermita de San Sebastián beherbergt das ganze Jahr über die Darstellung des Schutzpatrons von Gérgal. Die Restaurierungsarbeiten an der Ermita wurden im Jahr 2000 abgeschlossen. Eine Kapelle befindet sich östlich des Ortskerns von Gérgal auf dem Gipfel des Berges Loma de Tablas. Am westlichen Eingang des Ortes steht außerdem eine kleine, quadratische Kapelle mit einer Grundfläche von 9 m².
Historische Bauwerke
Das Castillo de Gérgal wurde im späten Mittelalter unter muslimischer Herrschaft errichtet und ging 1492 in den Besitz der Katholischen Könige über. Zu seiner Anlage gehören ein aus Schiefer errichteter Wehrturm, eine Stützmauer und Ecktürme mit spitz zulaufenden Dächern. Ab 1970 wurde das Castillo restauriert; 1993 erhielt es als Monument den Schutzstatus Bien de Interés Cultural.
Das öffentliche Waschhaus La Cimbra wurde 1947 errichtet, bis in die 1970er-Jahre betrieben und ist heute als Zeugnis der lokalen Geschichte von Gérgal erhalten. Die Puente Viejo de Gérgal wurde 1908 fertiggestellt, nachdem ihr Bau 1880 begonnen hatte. Sie besteht aus einem Hauptbogen über der Rambla de Gérgal und zwei Nebenbögen, die zur Regulierung des Wasserabflusses bei früheren sommerlichen Unwettern dienten.
Verkehrsgeschichte
Im Februar 1912 nahm zwischen Santa Fe und Gérgal der erste elektrifizierte Eisenbahnabschnitt Spaniens den Betrieb auf; er war 21 km lang. Die historische Station Gérgal an der Strecke Linares–Almería verfügte über ein elektrifiziertes eingleisiges Gleis.
Weitere Ziele
Weitere Ziele neben Gérgal: Uleila Del Campo, Carboneras, El Contador, Armuña De Almanzora, El Cortijo Grande, Adra, Líjar, Agua Amarga.
Astronomie
Das Observatorium von Calar Alto liegt im Gemeindegebiet von Gérgal auf dem Gipfel der Sierra de los Filabres auf 2.168 m Höhe und wird vom CAHA, dem Centro Astronómico Hispano Alemán, betrieben. Der Tagesbesuch des Observatoriums dauert etwa zwei Stunden und wird von qualifiziertem, wissenschaftlich ausgebildetem Personal geführt. Seit März 2016 konnten Bürgerinnen und Bürger das Observatorium einzeln oder in Gruppen besuchen; die Aktivitäten wurden von der Firma „Azimuth Education and Scientific Tourism“ durchgeführt.
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