In Svidník dokumentiert das SNM-Museum für ukrainische Kultur die grundlegenden Etappen der kulturhistorischen und sozioökonomischen Entwicklung der Ukrainer in der Slowakei. Seine kulturhistorische Exposition vermittelt einen Überblick über die Siedlungs-, Wirtschafts-, sozial-, nationalitäten- und kulturgeschichtliche Entwicklung des betreffenden Volkes von den frühesten Zeiten bis zur Gegenwart.
Kultur und Geschichte
Die Dezider-Milly-Galerie befindet sich in einem barocken Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert in Svidník. Sie zeigt die Entwicklung der ukrainischen Volks- und professionellen Kunst in der Slowakei vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Zur Sammlung gehört auch eine Ikonensammlung, die zu den ältesten und wertvollsten Beständen des Museums für ukrainische Kultur in Svidník zählt.
Die ethnografische Freilichtexposition des SNM-Museums für ukrainische Kultur in Svidník erstreckt sich über 11 Hektar und umfasst rund 50 Objekte der Volksarchitektur. Die Museumsabteilung Svidník des Militärhistorischen Instituts widmet sich der Militärgeschichte der Slowakei von der Zeit unmittelbar vor und während des Ersten Weltkriegs über die Zwischenkriegszeit bis zum Zweiten Weltkrieg, mit Schwerpunkt auf dem Karpaten-Dukla-Operationsverlauf. Zum Dukla-Schlachtfeld im Bereich Svidník gehört außerdem das Denkmal der Sowjetarmee mit dem angrenzenden Soldatenfriedhof als prägendes Ensemble.
Freizeit
Aquaruthenia in Svidník bietet ganzjährig Wellness- und Freizeitangebote für Familien mit sechs Saunen, einem Familienbecken, einem Entspannungsbecken, einem Massagebecken, einer Salzgrotte, einem Kneipp-Wasserweg und Kinderattraktionen.
Traditionen
Der Tag der Volkstraditionen und Piroggen im Freilichtmuseum von Svidník findet jährlich statt und wurde 2025 zum 30. Mal im Rahmen der slowakischen Tage des europäischen Kulturerbes veranstaltet. Beim Piroggenfest in Svidník können Besucher die Zubereitung dieses traditionellen Gerichts live erleben; Piroggen gelten dabei als lokale rustikale Spezialität. Bereits seit 1986 finden in der ethnografischen Freilichtexposition unter dem Namen „Poklady ľudu“ traditionelle folkloristische und ethnografische Feierlichkeiten statt.
Natur
Der Lesopark Dukla in Svidník verfügt über einen 1,2 Kilometer langen kleinen Rundweg und einen etwa 2,2 Kilometer langen großen Rundweg. Informationstafeln informieren über regionale Wildtiere, Bäume, Pflanzen, Pilze und Vögel.
Der Aussichtsturm mit Unterkunft oberhalb von Svidník ist ganzjährig für Fußwanderer, Radfahrer, Langläufer, Familien mit Kindern und ältere Besucher leicht zugänglich. Im Park des dunklen Himmels Roztoky gibt es eine Sternwarte, die für kurze und mehrtägige Beobachtungsaufenthalte genutzt wird, sowie eines der leistungsfähigsten Teleskope der Slowakei.
In Bodružal wurde die griechisch-katholische Kirche des heiligen Nikolaus 2008 gemeinsam mit sieben weiteren Holzkirchen des Karpatenbogens in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Die Kirche stammt aus dem Jahr 1658 und ist ein dreiteiliger Blockbau mit einem reich gegliederten Schindeldach und drei nach Westen ansteigenden Türmen.
Routen
Der Fernwanderweg „Cesta hrdinov SNP“ führt über Svidník weiter nach Dukla. Für Radfahrer verläuft die 12,7 Kilometer lange und weniger anspruchsvolle Rundstrecke „Kapišovská Slučka“ mit Start in Svidník an der Statue von Armeegeneral L. Svoboda vorbei in Richtung des Grenzübergangs Vyšný Komárnik und weiter nach Kapišová.
Die Radroute „Okolo Hvezdárne“ ist eine anspruchsvolle 31,2 Kilometer lange Rundstrecke. Sie startet in Svidník und führt über Nižný Orlík, Vyšný Orlík und Nižný Mirošov nach Roztoky.
Geografische Einordnung
Die Straße I/21 verbindet den Okres Svidník mit der Regionalhauptstadt Prešov und mit Polen. Der Straßengrenzübergang Vyšný Komárnik–Barwinek verbindet den Okres Svidník ebenfalls mit Polen.
Wer den Okres Svidník als Reiseziel plant, möchte möglicherweise eine Ferienwohnung mieten.
Weitere Ortsseiten: Svidník, Giraltovce.