Die Muránska planina bietet Möglichkeiten zum Wandern und Skitourengehen auf einem ganzjährig zugänglichen Netz von Wanderwegen mit einer Gesamtlänge von mehr als 310 km. Für Reisende, die in Okres Revúca eine Ferienwohnung mieten möchten, bildet der Bezirk die Zieladresse.
Weitere Ortsseiten: Muráň, Muránska Huta, Gemerská Ves, Hucín, Chyžné, Jelšava, Kameňany, Leváre, Levkuška, Lubeník, Magnezitovce, Mokrá Lúka, Muránska Dlhá Lúka, Muránska Lehota, Muránska Zdychava, Polina, Prihradzany, Rašice, Ratková, Ratkovské Bystré, Rybník, Skerešovo, Tornal'a, Višňové, Žiar, Revúcka Lehota und Revúca.
Natur und Landschaft
Die Bobačka-Höhle ist das umfangreichste Höhlensystem des Nationalparks und besitzt mehr als 5 km unterirdische Räume mit reicher Sinterausstattung. Das öffentlich zugängliche Hrdzavá-Tal umfasst Wasserfälle oder Kaskaden sowie eine nahezu 600 m tiefe, von steilen Kalksteinfelsen gesäumte Schlucht.
In der Muránska planina sind mehr als 150 km Radwege ausgewiesen. Die Huculská magistrála wurde für Besucher geschaffen, die die umliegende Landschaft vom Rücken eines Huzulenpferdes aus erkunden möchten; sie führt durch die Berge und Täler des Slowakischen Erzgebirges und der Muránska planina.
Die Schachthöhle Ľadová jama bei Studňa hält dank ihrer klimatischen Bedingungen selbst im Sommer Eis am Grund; über dem Eingang befindet sich eine Aussichtsplattform. Die Lehrstätte Studňa ist ausschließlich für Fußgänger und bei günstigen Schneeverhältnissen im Winter für Langläufer zugänglich; dorthin führt kein Radweg.
Am Sysľovisko Biele vody bei Muráň können Besucher von Frühjahr bis Herbst eine Zieselkolonie aus nächster Nähe beobachten. Dort können sie außerdem Erdhörnchen mit der Hand füttern. Das Naturschutzgebiet Cigánka verbindet die mit der Burg verbundene historische Stätte mit Lebensräumen für seltene Pflanzen und Tiere.
Wege und Aktivitäten
Der Lehrpfad Náučný chodník Muránsky hrad ist 6,5 km lang, mittelschwer, dauert etwa 2 Stunden und 30 Minuten und weist 530 Höhenmeter auf. Die erste schriftliche Erwähnung der Burg Muránsky hrad stammt aus dem Jahr 1271 und bezeichnet sie als „castum Mwran“. Die Ruinen der Burg stehen auf dem Felsen Cigánka innerhalb des gleichnamigen nationalen Naturschutzgebiets.
Die 4 km lange ökologische Lehrroute Gemerská zelená cesta verläuft über Dämme und technische Bauwerke der unvollendeten Gemerer Eisenbahn zwischen dem Platz von Revúca und dem ehemaligen Kurgebiet. Sie ist für Fußgänger, Radfahrer, Familien mit Kindern und Nordic-Walking-Gehende geeignet.
Auf dem Fluss Muráň werden Kajakfahrten im Abschnitt zwischen Teplá Voda und der Straßenbrücke von Jelšava angeboten; dafür stehen mehrere Kajaktypen zur Verfügung. Die Abfahrt mit Bergrollern in Jelšava ist etwa 5,5 km lang, weist 550 Höhenmeter auf und dauert ungefähr 20 Minuten.
Geschichte und Kultur
Die Rotunde der heiligen Margareta von Antiochia in Šivetice ist mit einem Innendurchmesser von 11 Metern die größte romanische Rotunde ihrer Art in der Slowakei und in Mitteleuropa. Sie enthält spätromanische Fresken, die das Leben und das Martyrium der heiligen Margareta darstellen und als älteste hagiografische Geschichte in der slowakischen bildenden Kunst gelten.
Das Stadtmuseum von Jelšava vermittelt die Geschichte der Stadt sowie Wissenswertes über Bergbau, Glockengießerei und Gubárstvo. Das Museum des Ersten Slowakischen Gymnasiums befindet sich in einem Gebäude eines nationalen Kulturdenkmals, das dem Slowakischen Evangelischen Gymnasium von 1862 bis 1874 diente.
Die Gotická cesta ist die erste thematisch-kulturelle touristische Route der Slowakei und bildet zusammen mit einem Abschnitt im Spiš einen 276 km langen Rundkurs. Das Coburgsche Herrenhaus in Jelšava wird derzeit rekonstruiert und kann nach vorheriger Vereinbarung besichtigt werden.
Die Bergbauausstellung in Rákošská Baňa ist nach vorheriger Vereinbarung zugänglich. Der Lehrpfad Chodník malých netopierov in Rákoš führt an gesicherten ehemaligen Bergwerksanlagen vorbei, die Fledermauskolonien als Winterquartier dienen; die Fledermauskolonien können im Frühjahr und Herbst beobachtet werden. In der Kirche von Rákoš befindet sich ein markantes Wandgemälde der Heiligen Dreifaltigkeit, das 1993 entdeckt wurde und Gott als sitzende Gestalt mit drei Gesichtern und vier Augen zeigt.
Jelšava war im 14. Jahrhundert das zweitwichtigste Handelszentrum und ein wichtiger Eisenlieferant im Königreich Ungarn.
Regionale Spezialitäten
Muránske buchty werden in Muráň seit den 1970er-Jahren gebacken und nach einer Unterbrechung wieder hergestellt; für diese Spezialität wurde im Januar 2018 eine Schutzmarke eingetragen. Bei den Tagen der Stadt Jelšava können Besucher Gemerer Knödelbällchen probieren; dort wurde seit mehreren Jahren ein Kochwettbewerb für diese Spezialität veranstaltet.