Akkavare – Geschichte und Landschaft am Akkavara
Unterkünfte in Akkavare
Akkavare verbindet die Lage eines Hangdorfs mit einer ungewöhnlich dichten Ortsgeschichte. Der Ort liegt am Südosthang des Berges Akkavara und sechs Kilometer nördlich von Arvidsjaur an der Straße 45. Wer eine Reise mit Natur, regionaler Geschichte und stillen Entdeckungen plant, findet hier einen klaren, eigenständigen Charakter statt einer austauschbaren Ferienkulisse.
Landschaft und besondere Orte rund um Akkavare
Fünf Kilometer nordöstlich von Akkavare liegt das Naturreservat Hedvallen. Dort prägen alter Naturwald, kleine Tümpel und Moorflächen das Landschaftsbild. In der Umgebung von Akkavare ist Hedvallen außerdem ein Sommeraufenthaltsort und eine Kälbermarkierungsstelle der Östra Kikkejaurs sameby. Diese Verbindung von Naturraum und regionaler Lebensweise macht das Gebiet besonders interessant für Besucher, die neben Landschaft auch die kulturelle Prägung des Nordens kennenlernen möchten.
Ein markantes Ziel in der Ortslandschaft ist der Luftbeobachtungsturm auf dem Berg oberhalb von Akkavare. Er wurde während des Krieges errichtet und später um- und ausgebaut. Am Turm gibt es einen Wetterschutz und eine Feuerstelle. Für Ihre Tagesplanung lässt sich dieser historische Ort daher als eigener Anlaufpunkt neben den Naturflächen und der Ortsgeschichte berücksichtigen, ohne die verschiedenen Ziele zu einer gemeinsamen Route zusammenzufassen.
Ortsgeschichte zum Entdecken
Die Geschichte Akkavares reicht bis zur Ansiedlung von Pehr Christjersson Brännare zurück, der 1801 als erster Siedler nach Akkavare kam. Die Brännar-Pehrs Storstuga wurde 1835 fertiggestellt. Auch das ursprüngliche Schulhaus erzählt von der Entwicklung des Ortes: Es wurde von 1910 bis 1936 als Schule genutzt. Das Bethaus von Akkavare entstand 1957–1958 und ist heute ein modernisiertes Gemeindehaus. Seine frühere Funktion und seine heutige Nutzung gehören zu den unterschiedlichen Zeitschichten, die den Ort prägen.
Weitere Spuren liegen in der Arbeits- und Versorgungsgeschichte. 1868 wurde in Akkavare eine Mühle errichtet, die 1928 außer Betrieb genommen und später an den See Dyras versetzt wurde. Dort steht sie heute als Jagd- und Fischerhütte. 1934 entstand in Akkavare eine zwei Kilometer lange Wasserleitung von einer kalten Quelle am Berg; sie blieb bis 1980 in Betrieb. Eine lange Steinmauer zeugt von den Arbeiten zur Schaffung nutzbarer Ackerflächen. Auch die Filmgeschichte hat einen Platz: In Akkavare wurden Szenen für Kay Pollacks Film „Såsom i Himmelen“ aus dem Jahr 2004 gedreht.
Verkehr, Arbeit und Erinnerung
Die heutige Lage an der Straße 45 lässt sich auch historisch einordnen. Akkavare erhielt seine Straßenanbindung im Zuge des Baus der Straße zwischen Arvidsjaur und Moskosel in den Jahren 1903–1907. Einen Eisenbahnanschluss erhielt der Ort, als die Inlandsbanan in den 1930er-Jahren gebaut wurde. 1939 wurde in Akkavare ein mobiles Sägewerk in Betrieb genommen; 1947 wurde neben dem Bahnhof eine dauerhafte Anlage des Sägewerks Lundbergs fertiggestellt.
Zur Ortsgeschichte gehören auch schwere Erinnerungen. Am 28. März 1956 kollidierten bei Akkavare ein Schienenbus und ein Zug; 16 Menschen kamen dabei ums Leben. Dieser Teil der Vergangenheit ergänzt die sichtbaren Gebäude, technischen Anlagen und Landschaftsspuren um eine ernste historische Dimension.
Welcher Standort passt zu Ihrer Reise?
Bei der Suche nach einer Ferienwohnung können Sie Akkavare selbst oder den räumlichen Bezug zu Arvidsjaur in Ihre Überlegungen einbeziehen. Akkavare passt zu einer Reise, bei der ein kleiner Ort, historische Details und die Landschaft am Akkavara im Mittelpunkt stehen. Die Lage an der Straße 45 bietet dabei eine konkrete Orientierung für die Anreise.
Für weitere Ortsentdeckungen finden Sie hier Arvidsjaur, Abborrträsk, Moskosel und Glommersträsk.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Arvidsjaur.