Kirillovskiy rayon: Klosterkunst und Hügellandschaft
Unterkünfte in Kirillovskiy rayon
Der Kirillovskiy rayon eröffnet zwei sehr verschiedene Blickwinkel: das Ferapontow-Kloster mit seiner Kunstgeschichte und die Landschaft des Nationalparks Russki Sewer. Für die Reiseplanung ist dieser Kontrast hilfreicher als ein pauschales Bild der Region. Überlegen Sie, ob Sie Ihre Tage gedanklich eher an Klosterensemble und Wandmalereien oder an Hügeln, Wald und Wasserlandschaft ausrichten möchten. So wird auch die Suche nach einer Ferienwohnung von den Interessen getragen, die Sie tatsächlich in die Region führen.
Klosterensemble und Kunstgeschichte
Das Architekturensemble des Ferapontow-Klosters gehört zu den Ausstellungsorten des Kirillo-Beloserski-Museumsreservats. Im Dom der Geburt der Gottesmutter, der Hauptkirche des ehemaligen Männerklosters Ferapontow, befinden sich Wandmalereien des Moskauer Künstlers Dionisius aus dem Jahr 1502; sie sind bis heute ohne Übermalungen erhalten. Der konkrete Bezug auf eine Künstlerpersönlichkeit und ein Jahr gibt dem Klosterensemble einen klaren kunsthistorischen Schwerpunkt. Dabei stehen zwei Maßstäbe nebeneinander: das Ensemble als Ganzes und die Ausmalung des einzelnen Doms.
Ende 2000 wurde das Ensemble des Ferapontow-Klosters mit den Wandmalereien des Dionisius in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Für Kunst- und Geschichtsinteressierte verbindet sich damit der konkrete Bezug zu den Wandmalereien mit der Welterbe-Anerkennung des Ensembles. Die Verkündigungskirche mit Refektorium ist ein Architekturdenkmal aus dem ersten Drittel des 16. Jahrhunderts. Ihre zeitliche Einordnung ist ein eigener Anhaltspunkt für die Baugeschichte Ferapontowos neben dem auf 1502 datierten Wandmalereibestand.
Hügel, Wasser und Wald
Der Nationalpark Russki Sewer liegt im Nordwesten der Oblast Wologda und im Kirillowski Rajon. Maura, Sandirewa und Tsipina gehören zu den großen Hügeln des Kirillowski Rajons und liegen innerhalb des Landschaftsgebiets Kirillo-Belosersko-Andogski. Im größeren Rahmen der Oblast Wologda ist Tsipina zudem als Naturdenkmal ausgewiesen. Diese Verbindung aus drei benannten Hügeln und einem gemeinsamen Landschaftsgebiet gibt der Naturseite des Rayons konkrete Orientierungspunkte.
Sandirewa ist baumlos und von Wiesen bedeckt; von dort bietet sich ein Blick auf den Wolga-Ostsee-Wasserweg und die großen Inseln in den Wasserflächen der Sheksna-Überflutungsgebiete. Das ist ein anderes Landschaftsbild als Wald am Stausee: ein offener Hügel, Wiesen und Wasserflächen prägen den Blick. Für Naturinteressierte macht die Gegenüberstellung deutlich, wie unterschiedlich die Landschaftseindrücke im Rayon ausfallen.
Der Sokolsky Bor ist ein Waldgebiet am Ufer des Sheksna-Stausees im Nationalpark Russki Sewer. Zusammen mit den offenen Wiesenflächen Sandirewas stehen damit Wald am Stausee und ein baumloser Hügel als unterschiedliche Landschaftsmotive nebeneinander.
Ein Zugang zum Nationalpark
Mit einem Kreuzfahrtschiff auf dem Wolga-Ostsee-Wasserweg erreicht man einen Anleger im Dorf Goritsy oder im Dorf Kuzino, um in das Gebiet des Nationalparks zu gelangen. Diese Zugangsmöglichkeit ist zugleich ein praktischer Gesichtspunkt für die Reiseplanung. Da sich Fahrpläne ändern können, prüfen Sie die aktuelle Verbindung vor Ihrer Planung.
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