Staritskiy rayon: Gutshauskultur und Schluchtenlandschaft
Unterkünfte in Staritskiy rayon
Im Staritskiy rayon führen unterschiedliche Themen durch die Reise: das Puschkin-Museum im Gutshaus in Bernowo, die Stadtgeschichte Starizas und Landschaften wie die Verhnekaloschinski-Schlucht. In Konoplino knüpft ein historisches Gut an den Schriftsteller Iwan Laschetschnikow an. Wer Kultur und Natur verbinden möchte, findet hier also verschiedene inhaltliche Schwerpunkte, statt nur einer einzigen Art von Ausflugsziel.
Bernowo: Puschkin-Museum und Gutshausgeschichte
Das Puschkin-Museum in Bernowo wurde am 6. Juni 1971 im Gutshaus der Familie Wulf eröffnet. Das Haus ist ein Denkmal der russischen Gutshauskultur der Klassik. Zum Gutskomplex gehören ein Haus und ein Park mit erhaltener Struktur aus dem 18. Jahrhundert. Damit stehen in Bernowo sowohl die Geschichte des Anwesens als auch die Sammlungen des Museums im Blick.
Ein Ausstellungsraum des Museums zeigt Gemälde von Ljudmila Juga, Volkskünstlerin der Russischen Föderation. Zu sehen ist außerdem die „Medallic Pushkiniana“ aus der Sammlung des Twerer Staatlichen Vereinigten Museums. Der Saal „Warwara Bubnowa. Palette des Lebens“ widmet sich dem künstlerischen Werdegang von I. P. Wulfs Urenkelin, der Urenkelin des ersten Besitzers des Hauses in Bernowo. So begegnen Ihnen im Museum verschiedene Zugänge: das Gutshaus als Zeugnis der Klassik, die Erinnerung an Puschkin und die Kunstschaffenden, denen Ausstellungsräume gewidmet sind.
Auch die Puschkin-Ring-Route führt unter anderem durch Stariza und Bernowo; ihr Programm nennt das Puschkin-Museum in Bernowo als Station.
Stariza und Konoplino: Stadtleben und Literatur
Im Heimatmuseum Stariza können Besucher mehr über örtliche Steinmetz-, Schmiede- und Töpferhandwerke erfahren. Zu den Ausstellungsstücken gehören auch Gegenstände des traditionellen Volkslebens. Ein Saal ist dem Stadtleben in Stariza vom 19. bis zum frühen 20. Jahrhundert gewidmet; weitere Ausstellungskomplexe behandeln den Adel von Stariza. Die Themen reichen damit vom Handwerk und Alltagsleben bis zu den sozialen Verhältnissen der Stadt.
Die Ausstellung behandelt auch die Wirren zu Beginn des 17. Jahrhunderts sowie Iow, den in Stariza geborenen ersten Moskauer und Allrussischen Patriarchen. Stadtgeschichte erscheint hier in mehreren Maßstäben: als Lebenswelt über längere Zeiträume und über einzelne Personen und Ereignisse. Das unterscheidet die Museumsthemen von der Literaturgeschichte Konoplinos.
1835 wurde das Gut Konoplino Eigentum des historischen Romanautors I. I. Laschetschnikow. Auf dem Gut schrieb er den Roman „Basurman“.
Schlucht, Wolga-Hang und Kirche in Baykowo
Die Verhnekaloschinski-Schlucht ist etwa 1,5 Kilometer lang. Sie erreicht eine Tiefe von bis zu 20 Metern und ist im mittleren Abschnitt 60 bis 100 Meter breit. Am Grund fließt ein Bach. Vom Dorf führt ein Weg zu Quellen am Grund der Schlucht. Wenn Sie diesen Weg einplanen, prüfen Sie die aktuelle Zugänglichkeit vorab.
Eine andere Landschaftsform bietet Urotschischtsche Buchel am Hang des linken hohen Wolga-Ufers. Dort liegen kleine Kalksteinaufschlüsse von 300 Metern Länge und etwa 100 Metern Breite. Der Hang ist mit Laubwald aus Linden, Eichen, Ulmen und weiteren Baumarten bedeckt. Buchel gilt als Erholungsort für die Bevölkerung. An der Schlucht stehen Bach und eingeschnittenes Relief im Vordergrund, während Buchel durch die Verbindung von Kalksteinaufschlüssen, Wolga-Hang und Laubwald geprägt ist.
Auch die Kirche der Tolga-Ikone der Gottesmutter in Baykowo ergänzt die historischen Themen des Rayons. Sie war bis 1777 mit ihrem Glockenturm vollständig erbaut und geweiht. Die Jahreszahl ordnet die Bau- und Weihegeschichte ein, ohne etwas über heutige Besuchsmöglichkeiten auszusagen.
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