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Kaljasin: Klostergeschichte und Wolga

Unterkünfte in Kaljasin

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Kaljasin lässt sich durch seine Klostergeschichte, die Museen und den Blick auf die Wolga entdecken. Die Stadt erzählt auch von einer Landschaft, die sich mit dem Bau des Stausees veränderte. So stehen historische Bauwerke und Erinnerungen an diese Veränderung nebeneinander – zwei unterschiedliche Blickwinkel für die Erkundung des Ortes.

Klosterinsel, Flutgeschichte und Sakralbauten

Im 15. Jahrhundert gründete Makariy Kaljazinski auf der Klosterinsel das Dreifaltigkeitskloster. Um das Kloster entstand später die Stadt Kalyazin. Nach der Anlage des Uglich-Stausees wurde die Klosterinsel vom Festland getrennt. Das Museum «Wolgari» widmet sich der Geschichte der Stadt, die nach der Anlage des Stausees überflutet wurde. Die Makaryevskaya-Kapelle steht auf dem Fundament des Dreifaltigkeitsklosters; ein Denkmal für Macarius von Kalyazin befindet sich an der Karl-Marx-Straße.

Auch die Christi-Himmelfahrtskirche gehört zu dieser Ortsgeschichte: Sie wurde 1787 neben dem städtischen Friedhof erbaut, überstand die Überflutung bei der Anlage des Uglich-Stausees und wurde später wiederhergestellt. Ihre Architektur vereint klassizistische, eklektische und barocke Elemente. Die unterschiedlichen Formen geben der Kirche einen eigenen Akzent innerhalb des historischen Stadtbilds.

Häuser, Brücke und Stadtgeschichte

An der Moskovskaya-Straße stehen steinerne Kaufmannshäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die zwei- und dreigeschossigen Gebäude sind den Familien Ryzhkov, Korovkin, Semyonov und Lyakhov zugeordnet. Sie ergänzen den Blick auf Kaljasin um die Geschichte seiner Kaufmannshäuser. Einen anderen Aspekt der Stadtentwicklung zeigt die Gorbaty-Brücke: Sie wurde 1935 erbaut und führt sowohl eine Straßen- als auch eine Eisenbahnstrecke.

Museen zwischen Kloster, Fotografie und Technik

Das Heimatmuseum Kalyazin ist in der 1781 erbauten Epiphanias-Kirche untergebracht und befindet sich weiterhin dort. Zu seinen Sammlungen gehören kirchliche Gegenstände, Gemälde, Grafik, Numismatik und Möbel sowie ethnografische und archäologische Bestände. Aus der Sammlung des Dreifaltigkeitsklosters von Kalyazin-Makariy bewahrt das Museum Fresken, Ikonen, seltene Bücher, monumentale Malerei, Gravuren, Lithografien und Fotomaterial. Eine Führung durch die Hauptausstellung vermittelt die Geschichte des Dreifaltigkeits-Männerklosters vom 15. bis zum 20. Jahrhundert und Wissenswertes über das Leben des heiligen Makariy Kaljazinski. Zu sehen sind außerdem Dokumente aus dem 17. Jahrhundert und Reliquien aus Zarenhäusern.

Andere Sammlungen setzen eigene Schwerpunkte: Das Retro Garage Museum zeigt Oldtimer sowie historische Film- und Kinokameras, Wählscheibentelefone, Radioempfänger und Schreibmaschinen. Das Kalyaziner Museum für mobile Geräte widmet eine Ausstellung der Geschichte des Mobiltelefons und dem früheren Mobilfunkgeschäft «Euroset». Das Museum «Swetopis» befasst sich mit der Geschichte der Fotografie und Kinematografie. Das Spitzenmuseum beim Haus des Kunsthandwerks befindet sich ebenfalls in Kaljasin; erkundigen Sie sich vor der Planung, ob ein Besuch aktuell möglich ist.

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Märchenmotive und ein Spaziergang an der Wolga

Der Touristenpark «Gusiny Ostrov» bietet interaktive Programme mit Baba Yaga und weiteren Figuren aus russischen Märchen. Im Innenbereich wurde außerdem eine Dauerausstellung von Künstlern aus Kaljasin eröffnet. Das Anwesen der Baba Yaga ist als Museumskomplex mit Holzhäusern, geschnitzten Figuren und Gestalten aus russischen Märchen beschrieben. Diese märchenbezogenen Themen bilden einen anderen Schwerpunkt als die Klostersammlungen und die Stadtgeschichte.

Die Uferpromenade lädt zu Spaziergängen mit Blick auf die Wolga und den über dem Wasser aufragenden Glockenturm der Nikolauskathedrale ein. Der Bereich ist bislang noch nicht landschaftlich gestaltet. Der Spaziergang verbindet damit den Blick auf den Fluss mit einem markanten Wahrzeichen Kaljasins.

Ein anderer Naturfokus in der Oblast Twer

Auch im übergeordneten Reiseziel Oblast Twer gibt es eigenständige Naturthemen. Der ökologische Lehrpfad «Boloto Staroselskiy Mokh» im Zentralwald-Reservat führt durch ein Hochmoor mit weiten offenen, vollständig moosbedeckten Flächen und ungewöhnlichen Pflanzen. Die Wanderung zum Kordon «Barsuchikha» kann als Tagestour oder mit Übernachtung in einer Waldhütte unternommen werden; unterwegs sieht man südländischen Taigawald und ein Hochmoor. Das sind andere Reiseinhalte als die Museen und Bauwerke Kaljasins und bieten einen eigenen Natur-Schwerpunkt innerhalb der Oblast Twer.

Naturthemen im übergeordneten Reiseziel Oblast Twer lassen sich als eigener regionaler Schwerpunkt einplanen.

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