Zhidilov Bor: Gedenkstätte und „Panther“-Linie
Unterkünfte in Zhidilov Bor
Zhidilov Bor verbindet eine konkrete Kriegsgeschichte mit mehreren späteren Erinnerungszeichen. Die Verteidigungslinie „Panther“ verlief über das Gelände der Gedenkstätte. Eine Marmorkapelle und ein Obelisk setzen andere Gedenkbezüge; links von der Gedenkstätte liegt ein Bunkerdeckel in einem Birkenhain. So treffen in der Ortsgeschichte der Verlauf einer Linie, ausdrücklich benannte Gedenkzeichen und ein konkretes Bunkerobjekt aufeinander – unterschiedliche historische Ebenen, die sich nicht gleichsetzen lassen.
Gedenkstätte und Verteidigungslinie
Die Gedenkstätte wurde 1999 eröffnet. Während des Großen Vaterländischen Krieges verlief die Verteidigungslinie „Panther“ über ihr Gelände. Damit verbindet sich die Gedenkstätte nicht bloß thematisch mit der Linie: Ihr Gelände liegt selbst im Verlauf der beschriebenen Verteidigungslinie. Kriegszeit und späteres Gedenken bleiben trotzdem verschiedene Ebenen. Die Linie gehört zur Kriegsgeschichte; die Eröffnung 1999 bezeichnet dagegen die Geschichte des Gedenkortes. Diese Unterscheidung macht den Ortsbezug der Gedenkstätte verständlich.
Jahre und Ortsbezüge
Die Jahreszahlen markieren verschiedene Vorgänge und Ortsbezüge. 1999 wurde die Gedenkstätte eröffnet. 2000 wurde in Zhidilov Bor ein Obelisk zum Gedenken an I. S. Korovin errichtet. Die Kapelle an der Gedenkstätte wurde 2009 eröffnet. Damit stehen Eröffnung, Errichtung und spätere Eröffnung für getrennte Ereignisse. Auch die Ortsbezüge lassen sich unterscheiden: Der Obelisk ist Zhidilov Bor zugeordnet, die Kapelle der Gedenkstätte.
Die Marmorkapelle
Die Kapelle besteht aus weißem Marmor und wurde nach einem Entwurf des Moskauer Bildhauers Boris Matwejew geschaffen. Sie wurde zum Gedenken an alle Verteidiger des Vaterlands eröffnet und ist den heiligen Fürsten Alexander Newski und Dmitri Donskoi gewidmet. Damit kommen an einem Bau eine konkrete künstlerische Form und zwei historische Bezüge zusammen: das Gedenken an die Verteidiger und die Widmung an die Fürsten. Der weiße Marmor und Matwejews Entwurf ergänzen diese inhaltliche Einordnung um eine konkrete Gestaltung. Bei der Kapelle stehen so Widmung und künstlerischer Entwurf im Vordergrund.
Bunkerdeckel und Korovin
Links von der Gedenkstätte liegt in einem Birkenhain der neun Tonnen schwere Deckel eines deutschen Bunkers; auf ihm liegt ein alter Soldatenhelm. Der Deckel besitzt keinen Status als Denkmal des Großen Vaterländischen Krieges. Auch seine Zuordnung zu dem Bunker, dessen Schießscharte Korovin mit seinem Körper verschloss, ist nicht sicher. Der Obelisk wurde ausdrücklich zu Korovins Gedenken errichtet; der Deckel bleibt dagegen ein Bunkerobjekt mit unsicherer Zuordnung. Gewicht, Lage und Helm beschreiben den Gegenstand, während seine Einordnung von den Gedenkzeichen an der Gedenkstätte zu unterscheiden ist.
Zhidilov Bor als Reiseziel
Wenn die Gedenkgeschichte den Anlass Ihrer Reise bildet, können Sie Zhidilov Bor als Zielort für die Suche nach einer Ferienwohnung wählen. Der historische Schwerpunkt ist konkret: Verteidigungslinie, Erinnerungszeichen und die unterschiedliche Einordnung des Bunkerdeckels. Richten Sie Ihre Ortswahl nach der Facette aus, die Sie besonders interessiert – der Kriegsgeschichte, der Kapellenwidmung oder dem Korovin-Gedenken.
Weitere Reiseziele
Weitere Reiseziele entdecken: Altun, Ostrow, Kryukovo, Stanki, Dno, Kholyuny, Buraya, Bragino.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oblast Pskow.