Zum Inhalt

Tichwin: Kloster, Ikone und Rimski-Korsakow

Unterkünfte in Tichwin

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Klostergeschichte, eine Ikone mit eigener Überlieferung und das Geburtshaus eines Komponisten geben Tichwin mehrere klar unterscheidbare kulturelle Anknüpfungspunkte. Das Tichwiner Historische, Gedenk-, Architektur- und Kunstmuseum befindet sich auf dem Gelände des alten Mariä-Entschlafens-Klosters, in den Gebäuden der Archimandriten- und Schatzkammerzellen. Zusammen mit dem Gedenkhausmuseum N. A. Rimski-Korsakows bieten sich damit zwei verschiedene Themen für die Reiseplanung an: sakrale Kunst und Klosterbau einerseits, Familiengeschichte und erhaltene Wohnräume andererseits. Sie können den Schwerpunkt auf die Ikonengeschichte, auf das Haus des Komponisten oder auf beide Perspektiven legen.

Ikone und Klostergeschichte

Im Mittelpunkt der zentralen Ausstellung des Tichwiner Museums steht die wundertätige Tichwiner Ikone der Gottesmutter. Ihre Geschichte wird vom Erscheinen im Jahr 1383 bis zu ihrer Rückkehr in das Kloster im Jahr 2004 behandelt. Der Überlieferung des Klosters zufolge erschien die Ikone am 9. Juli 1383 (neuen Stils) über Tichwin. Damit begegnen Ihnen zwei Zeitangaben mit unterschiedlichem Charakter: Die Erscheinung gehört zur religiösen Überlieferung, die Rückkehr ins Kloster markiert das Ende der in der Ausstellung behandelten Zeitspanne. So lässt sich die Ikone nicht nur als religiöses Bild, sondern auch als Gegenstand einer langen örtlichen Erzählung einordnen.

Auch die Baugeschichte lässt sich an konkreten Daten nachvollziehen. Der steinerne Dom der Mariä-Entschlafens-Kathedrale in Tichwin entstand von 1510 bis 1515, um die wundertätige Tichwiner Ikone zu bewahren. Um die Kathedrale herum entstand bis 1560 ein Männerkloster. Dom und Kloster gehören zum selben religiösen Ort, doch die Daten bezeichnen verschiedene Schritte: Auf den Bau des steinernen Doms folgte die Gründung des Männerklosters. Wer sich für Architektur interessiert, kann so die Ikonenverehrung mit der Entwicklung des Klosterensembles zusammendenken.

Das Geburtshaus der Rimski-Korsakows

Ein anderer Tichwiner Themenstrang gilt dem Familiengut der Rimski-Korsakows. Errichtet wurde es 1801 von Pjotr Woinowitsch Rimski-Korsakow, dem Großvater des Komponisten. Nikolai Rimski-Korsakow wurde 1844 in diesem Haus geboren; heute befindet sich darin sein Gedenkhausmuseum. Das Gebäude wurde seit seiner Errichtung nicht wesentlich verändert, sodass originale Stuckgesimse, Türen, Öfen und Fußböden erhalten sind. Die Verbindung von Biografie und Architektur setzt einen anderen Akzent als die Ausstellung zur Ikone: Hier stehen ein Geburtshaus und die erhaltenen Details eines Familienhauses im Mittelpunkt.

Im interaktiven Familienbereich vermittelt das Gedenkhausmuseum N. A. Rimski-Korsakows, wie Kinder in Adelsfamilien ihre Freizeit verbrachten. Besucher können Audioaufnahmen von Briefen der Familie anhören, Nachbildungen von Gesellschaftsspielen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts spielen und Bücher aus der Familienbibliothek durchblättern. Für Familien eröffnet das einen Zugang über Hören, Spielen und Lesen: Die Freizeitwelt wird durch konkrete Tätigkeiten anschaulich. Der Bereich richtet den Blick damit auf Alltagsbeschäftigungen von Kindern in einer Adelsfamilie, während die übrigen Hausdetails die Geschichte der Familie in den Räumen verankern.

Anzeige

Workshop und Rundgang

Eine praktisch ausgerichtete Ergänzung zur Ikonenausstellung bietet der Workshop zur Ikonenmalerei im Tichwiner Museum. Besucher lernen dabei die Arbeitsschritte des Ikonenmalens kennen und malen ein Fragment der Besednaja-Ikone. So unterscheiden sich zwei Zugänge zum Thema: In der Ausstellung geht es um Geschichte und Überlieferung der Tichwiner Ikone, im Workshop um den Ablauf des Malens und ein konkretes Fragment. Stimmen Sie die Teilnahme und die Absprachen zum Workshop vorab mit dem Museum ab.

Der Rundgang zu Fuß „Fünf Jahrhunderte Glauben“ umfasst Sehenswürdigkeiten des alten Tichwin. Wenn Sie diese Tour einplanen, klären Sie Verfügbarkeit und Buchung mit dem Anbieter. Auch die Tichwiner Wassersystem zählt zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Damit ergänzen ein Rundgang und ein weiterer benannter Ort die Museums- und Architekturthemen, ohne denselben Schwerpunkt zu wiederholen.

Weitere Reiseziele entdecken: Zamoshye, Ushaki, Svobodnoye, Priosersk, Tosno, Kezoruchey, Klyuchevoye, Peski.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oblast Leningrad.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.