Kostroma: Romanow-Geschichte, Kirchenkunst und Handelsreihen
Unterkünfte in Kostroma
Kostroma wurde 1152 gegründet und bietet eine Verbindung aus dynastischer Geschichte, Kirchenkunst, Handelsarchitektur und anschaulichen Museumsthemen. Am Heilig-Dreifaltigkeitskloster Ipatiev, an der Mündung des Flusses Kostroma in die Wolga, wurde Michail Romanow 1613 zum Zaren berufen; von hier nahm die Romanow-Dynastie ihren Anfang. In Kostroma können Sie diese Geschichte mit einem Rundgang durch historische Bauten und mit Einblicken in traditionelle Handwerke verbinden.
Geschichte und Baukunst
Im Innenraum des Heilig-Dreifaltigkeitsklosters Ipatiev befinden sich Fresken aus dem Jahr 1685. Sie wurden von einer Kostromaer Maler-Artel unter der Leitung von Guriy Nikitin geschaffen und umfassen etwa 450 Bildkompositionen auf mehr als 1.000 Quadratmetern. Eine weitere Spur sakraler Kunst ist die Kirche der Auferstehung auf der Debra: Sie stammt aus dem 17. Jahrhundert und bewahrt ihre Wandmalereien. Die Epiphanien-Kathedrale des Kostromaer Kremls wurde an ihrem historischen Standort wiedererrichtet.
Am Susaninskaja-Platz steht der Feuerturm, der als weithin bekanntes Symbol Kostromas gilt. Am Wolgaufer liegt der Ostrowski-Pavillon, der im Film „Eine grausame Romanze“ vorkam. Zusammen mit den Kirchen und dem Kloster zeigen diese Orte verschiedene Seiten der Stadtgeschichte, von religiöser Kunst bis zu kulturellen Bezügen.
Handelsreihen und Wege durch die Stadt
Die Roten Reihen, auch Gostiny Dvor genannt, bewahren ihre ursprüngliche Anlage. Sie sind der größte erhaltene Handelskomplex Russlands aus dem späten 18. Jahrhundert. Bis 1791 waren dort bereits 33 Läden fertiggestellt; der gesamte Komplex wurde 1793 vollendet. Heute befinden sich in den Reihen Geschäfte, Souvenirläden, Cafés und ein Touristeninformationszentrum. Damit wird eine zweihundertjährige Handelstradition fortgeführt; einzelne Betriebe können sich verändern.
Eine klassische Spazierroute führt vom Susaninskaja-Platz durch die Handelsreihen zur Wolga-Uferpromenade und zum Ostrowski-Pavillon, anschließend weiter zur Kirche der Auferstehung auf der Debra. Die meisten wichtigen Sehenswürdigkeiten im historischen Zentrum lassen sich an einem Tag zu Fuß erkunden. Eine andere thematische Idee ist die touristische Route „Masais Hasen“: Sie führt zu Orten in Kostroma, die mit Nekrassows Gedicht über den kostromaer Großvater Masai verbunden sind. Die klassische Route setzt den Akzent auf Bauwerke und Uferpromenade, die zweite auf den literarischen Bezug. Prüfen Sie vor dem Aufbruch lokale Zugangshinweise und den aktuellen Verlauf der Route „Masais Hasen“.
Holzarchitektur, Flachs und Käse
Das Freilichtmuseum für Holzarchitektur „Kostromskaya Sloboda“ wurde 1960 gegründet und zählt zu den ältesten Freilichtmuseen Russlands. Es zeigt originale Gebäude aus dem 18. bis 20. Jahrhundert, die aus verschiedenen Teilen der Oblast Kostroma hergebracht wurden. Zum Museum gehören außerdem Izbas, Scheunen und Kirchen aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. Dort sind auch Denkmäler der Holzarchitektur versammelt, die aus dem Überflutungsgebiet des Gorki-Stausees gerettet wurden.
Eine Führung durch „Kostromskaya Sloboda“ vermittelt die Entwicklung der Volksarchitektur, historische Bautechniken und den Alltag im russischen Dorf. Bei einzelnen Programmen gelten Gruppengrößenbedingungen. Im Museumsgut für Flachs und Birkenrinde beginnt die Führung im Flachssaal und erzählt von der jahrhundertelangen Geschichte des Flachsanbaus. Sie können dabei den Verarbeitungsweg der Pflanze vom Stängel bis zum fertigen Produkt nachvollziehen.
Im Käsemuseum zeichnet die Ausstellung die Entwicklung der Käseherstellung im Gouvernement Kostroma nach: von der ersten Käserei, die Wladimir Blandow 1878 eröffnete, bis zur modernen Produktion. Dort werden Kostromaer Käsesorten verkostet. Käse-Sommeliers helfen Ihnen, Geschmacks- und Aromanuancen zu erkennen, und erklären passende Kombinationen mit anderen Lebensmitteln.
Den passenden Schwerpunkt für Ihren Aufenthalt wählen
Für die Suche nach einer Ferienwohnung können Sie zunächst überlegen, welche Erlebnisse Ihren Aufenthalt prägen sollen: Spaziergänge zwischen den Sehenswürdigkeiten des historischen Zentrums oder Besuche mit Schwerpunkten wie Holzbau, Flachs und Käse. Die Orientierung, dass sich die meisten wichtigen Sehenswürdigkeiten im Zentrum an einem Tag zu Fuß erkunden lassen, kann bei der Tagesplanung helfen. Vergleichen Sie die Lage eines konkreten Angebots mit den Stationen, die Sie besuchen möchten.
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