Volokolamsk – Kreml, Kirchenkunst und Stadtgeschichte
Unterkünfte in Volokolamsk
Der Wolokolamsker Kreml ist ein prägnanter Zugang zur Geschichte Volokolamsks. Das Ensemble liegt auf einem Hügel und ist von Erdwällen umgeben; einst schützten hier mächtige Mauern wichtige Anlagen vor Feinden. Volokolamsk gilt als älteste Stadt der Oblast Moskau, die ersten chronikalischen Erwähnungen stammen aus dem Jahr 1135. Die Stadt liegt im Nordwesten der Oblast, etwa 100 Kilometer von der Moskauer Ringautobahn entfernt.
Kathedralen, Glockenturm und Kremlmuseum
Zum Ensemble gehören die Auferstehungskathedrale aus weißem Stein, errichtet im 15. Jahrhundert, die rotziegelne Nikolauskathedrale des 19. Jahrhunderts mit weißen Details und ein fünfgeschossiger Glockenturm aus dem 18. Jahrhundert. Der Turm besitzt eine Uhr und eine Aussichtsplattform. So begegnen Ihnen im Kreml verschiedene Bauzeiten und Materialien an einem Ort, vom hellen Stein der älteren Kathedrale bis zum roten Ziegel der jüngeren Kirche.
In der Nikolauskathedrale zeigt die Ausstellung zur Geschichte Wolokolamsks archäologische Funde, Modelle eines mittelalterlichen Handelswegs und der Stadt des 15. Jahrhunderts, Waffen, Gegenstände aus dem bäuerlichen Alltag sowie Originaldokumente aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Zur Sammlung des Kremls gehören außerdem ein Fresko aus dem 15. Jahrhundert, geschaffen von Meistern der Schule des Dionysius, und Siegel der Nowgoroder Fürsten aus dem 12. bis 15. Jahrhundert. Diese Stücke ergänzen die Stadtgeschichte um religiöse Kunst und Zeugnisse früherer Herrschaft.
Der Museums- und Ausstellungskomplex organisiert Führungen durch das Museum und über das Kremlgelände sowie eine Rundfahrt zu Sehenswürdigkeiten der Stadt. Erkundigen Sie sich beim Komplex nach den aktuellen Buchungsdetails. Auch Workshops zu Malerei und Handwerkstechniken gehören zum Angebot des Wolokolamsker Kremls: Kinder und Erwachsene können dabei ein eigenes Souvenir gestalten. Da das Programm variieren kann, prüfen Sie vorab den aktuellen Zeitplan.
Kirchenkunst auf Vozmishche
Eine weitere Station der Stadtgeschichte ist die Kirche der Geburt der Gottesmutter auf Vozmishche. Sie wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts als dreikuppelige Kathedralkirche des Vozmishche-Männerklosters erbaut und ist eine vierpfeilerige Backsteinkirche. Das Kloster war bereits Anfang des 12. Jahrhunderts von Fürst Mstislav von Nowgorod gegründet worden; die Kirche diente früher als seine Kathedrale.
In Teilen des Altars und an den Pfeilern sind Malereien aus dem 16. Jahrhundert unter späteren Wandmalereien erhalten. Sie wurden in den 1970er Jahren teilweise freigelegt. Die sichtbaren Malereien erzählen damit nicht nur von der ursprünglichen Ausstattung, sondern auch von späteren Übermalungen und ihrer Freilegung. Wer sich für Kirchenarchitektur interessiert, kann den Bau und seine Malereien als eigenen Schwerpunkt neben dem Kreml einplanen.
Stadtrundgang und Wahl der Ferienwohnung
Ein Stadtrundgang führt zu den Wällen und Kathedralen des Kremls, über das Gelände der alten Siedlung und zu Denkmälern der Militärgeschichte Volokolamsks. Von einer Aussichtsplattform bietet sich ein Blick über die Stadt. Klären Sie vorab beim Anbieter, ob und wann die Führung aktuell stattfindet. Für die Suche nach einer Ferienwohnung hilft die Frage, ob Sie vor allem die Sehenswürdigkeiten der Stadt erkunden oder zusätzlich Ziele im übergeordneten Wolokolamski rajon einbeziehen möchten.
Weitere Ziele im Wolokolamski rajon
Im übergeordneten Reiseziel Wolokolamski rajon liegt das Iosifo-Wolozki-Kloster. Es wurde 1479 vom orthodoxen Heiligen Iosif Wolozki zu Ehren der Entschlafung der Gottesmutter gegründet. Zum Architekturensemble gehört die Peter-und-Paul-Torkirche aus dem späten 17. Jahrhundert. Ein Rundgang des Pilgerzentrums dauert anderthalb Stunden und stellt das Klosterensemble mit der Mariä-Entschlafens-Kathedrale aus dem 17. Jahrhundert vor. Im Kloster befindet sich außerdem das erste Bibelmuseum Russlands; zu seinen Beständen zählen eine Pariser Bibel von 1568 und eine Elisabeth-Bibel aus dem 18. Jahrhundert.
Auch Jaropolez gehört zum Wolokolamski rajon und bietet andere kulturhistorische Themen. Das dortige Volkskundemuseum führt durch seine Ausstellung und zu Sehenswürdigkeiten des Ortes. Die Exkursion „Geschichte der Güter und ihrer Besitzer“ führt zum Gut Goncharow, zur Kirche Johannes des Täufers und zum Gut Tschernyschow. Das Gut Goncharow ist ein Kulturerbeobjekt von föderaler Bedeutung; Alexander Puschkin besuchte es 1833 und 1834, um seine Schwiegermutter zu besuchen. Am Jaropolezer Wasserkraftwerk können Sie von einer hohen Brücke am Überlauf die wirbelnden Wasserströme beobachten; es gilt als erstes ländliches Wasserkraftwerk.
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