Cărpiniș entdecken: Banater Häuser, Kirchen und Wasserflächen
Unterkünfte in Cărpiniș
Cărpiniș ist spätestens seit 1387 urkundlich belegt. Der geometrische Siedlungsplan des Ortes hat die Form eines Schachbrettdorfs; in der deutschen Fachliteratur steht dafür die Bezeichnung „Schachbettdorf“. Zwischen 1776 und 1778 wurden hier 56 schwäbische Familien angesiedelt.
File:RO GJ Biserica de lemn Cuvioasa Paraschiva din Carpinis (18).JPG
Foto: Țetcu Mircea Rareș via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Weitere Orte dieser Auswahl: Recaș, Sânnicolau Mare, Fârdea, Buziaș, Zolt, Bogda, Lugosch und Giroc.
Kultur
Die traditionellen schwäbischen Häuser in Cărpiniș gehören zum deutschen Haustyp des Banats. Ihre kurze Seite steht zur Straße, während sich die Gebäude in die Tiefe des Grundstücks erstrecken. Die Giebelfassaden der deutschen Häuser sind mit Motiven wie Sonne, Rosette, Raute, Dreieck, Lebensbaum, Lorbeer und Blumen verziert.
Die Hausform verbindet eine knapp gehaltene Straßenfront mit einer tiefen Grundstücksstruktur. Dadurch unterscheiden sich die Giebelfassaden nicht nur durch ihre Verzierungen, sondern auch durch die besondere Stellung der Häuser im Ortsbild.
Die römisch-katholische Kirche in Cărpiniș stammt aus dem Jahr 1862 und ist dem Märtyrer Heiligen Maximilian geweiht. Die rumänisch-orthodoxe Kirche des Ortes stammt aus dem Jahr 2004. Das Patrozinium der griechisch-katholischen Kirche gilt den Heiligen Erzengeln Michael und Gabriel.
Die drei genannten Kirchen stehen damit für unterschiedliche kirchliche Traditionen im Ort. Zugleich markieren ihre Patrozinien unterschiedliche Bezüge: zur katholischen Kirche gehört der Heilige Maximilian, zur griechisch-katholischen Kirche die Verehrung der Erzengel Michael und Gabriel.
Im Kulturhaus Cărpiniș proben zwei Gruppen rumänischer Volkstänzer. Die Ruga und das Kirchenpatrozinium finden am 26. Oktober statt, dem Fest des Heiligen Dumitru. Der Tag der Gemeinde Cărpiniș wird am ersten Sonntag im September gefeiert.
Die örtlichen Termine verteilen sich damit auf zwei feste Zeitpunkte im Jahreslauf: den ersten Sonntag im September und den 26. Oktober. Der spätere Termin verbindet die Ruga mit dem Kirchenpatrozinium und dem Fest des Heiligen Dumitru.
Geschichte
Neben dem Denkmal für den Ersten Weltkrieg wurde 1992 ein Stahlbetondenkmal errichtet. Seine Tafel erinnert an die im Zweiten Weltkrieg Verstorbenen sowie an die Menschen, die nach Russland in den Jahren 1945 bis 1951 und in den Bărăgan von 1952 bis 1956 deportiert wurden.
Landschaft
Cărpiniș liegt in natürlichen Tälern, die zu einem alten Sumpfgebiet gehören. Dieses Gebiet wurde im Laufe der Zeit durch Entwässerung trockengelegt. Innerhalb des bebauten Gebiets gibt es fünf natürliche Wasseransammlungen.
Im Norden und Osten des Ortes liegen außerdem zwei größere Wasserflächen, die durch frühere Ausgrabungen entstanden sind. Die Landschaft von Cărpiniș umfasst damit natürliche Täler, verbliebene Wasseransammlungen und künstlich entstandene größere Wasserflächen.
Die Wasserflächen haben dabei unterschiedliche Entstehungsgeschichten und liegen in verschiedenen Teilen des Ortes. Innerhalb des bebauten Gebiets befinden sich die fünf natürlichen Wasseransammlungen, während die beiden größeren, durch Ausgrabungen entstandenen Flächen nördlich und östlich liegen.
Anbindung
Der Bahnhof CFR Cărpiniș ist ein Eisenbahnknotenpunkt. Er verbindet Cărpiniș mit Timișoara, Jimbolia, Cenei sowie mit weiteren Orten im Kreis und im Land.
Umgebung
In der Umgebung von Cărpiniș befinden sich die Biserica Romano-Catolică Biled und die Biserica Ortodoxă Biled, beides Kirchen.
Im weiteren regionalen Umfeld von Cărpiniș befinden sich Casa Contelui Mercy Timişoara, eine historische Stätte, und die Biserica Romano-Catolică Sfântul Vedelin, eine Kirche.
Ebenfalls im weiteren regionalen Umfeld liegen La Gomila und Dealul Botianului, zwei Hügel, sowie Fântâna lui Goga, eine Quelle. La Canton ist dort als weiterer Hügel gelegen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Timis.