Schaas entdecken: Kirchenburg, Kirchen und Josef Haltrich
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Kultur und Geschichte
Die evangelische Kirche in Șaeș ist als historisches Denkmal MS-II-m-A-16038.01 verzeichnet und auf die Jahre 1820 bis 1832 datiert. Das Ensemble der befestigten evangelischen Kirche ist als Denkmal MS-II-a-A-16038 verzeichnet und wird auf die Jahre 1500 bis 1525 sowie auf das 17. bis 19. Jahrhundert datiert. Ebenfalls als historisches Denkmal verzeichnet ist die Biserica Schimbarea la Față in Șaeș mit der Nummer MS-II-m-A-16037; sie ist auf die Jahre 1805 bis 1821 datiert.
Die ursprüngliche romanische Kirche von Șaeș stürzte 1802 ein. Ihre Ruine wurde vollständig abgetragen, und bis 1820 ersetzte sie ein klassizistischer Neubau in Form einer Saalkirche. Die Kirche besitzt einen eingezogenen Chor und einen westlichen Glockenturm. Pilaster und Gesimse gliedern Kirche und Turm zurückhaltend. Der Turm wird von einem Pyramidendach mit farbig glasierten Ziegeln und einer mit Blech gedeckten Laterne gekrönt. Die Laterne trägt noch ihre originale Feston-Dekoration als Blechformteil.
Erhaltene Spuren der Kirchenburg
Von der Kirchenburg in Șaeș sind Reste der Ringmauer, ein kleiner Wehrturm und ein Wehrgebäude erhalten. Letzteres wurde vermutlich als Fruchthaus errichtet und soll während des Baus der neuen Kirche als Bethaus gedient haben. Das Wehrgebäude gilt als kurz vor dem Einsturz; die Kirche weist schwere konstruktive Schäden auf, die dringend behoben werden müssen.
Josef Haltrich und das Pfarrhaus
Josef Haltrich veröffentlichte 1856 in Berlin durch die Vermittlung von Jacob Grimm die Märchensammlung „Deutsche Volksmärchen aus dem Sachsenlande in Siebenbürgen“. 1872 kam er nach Șaeș, übernahm dort das Pfarramt und wurde auf dem örtlichen Friedhof beigesetzt. Das Pfarrhaus in Șaeș wird dem Kulturerbe der Gemeinde Apold zugerechnet.
Geografische Einordnung
Die DJ 106 ist die wichtigste Zufahrtsstraße in das Șaeș-Tal. Sie führt von Sibiu über Agnita, Apold, Șaeș und Sighișoara bis zur DN 13. Die Haltestelle Șaeș ist als historischer Haltepunkt aus dem späten 19. Jahrhundert verzeichnet und liegt bei Kilometer 10+100 am Ortsausgang in Richtung Sighișoara. Vom Friedhof am Rand des Schaaser Feldes bietet sich ein Ausblick auf das Dorf und die Umgebung.
Weitere Orte: Gorneşti, Curteni, Ugern, Rohrdachen, Feleag, Eremitu, Bistra Mureşului, Absdorf
Radtour
Eine etwa 50 Kilometer lange Radtour weist einen leichten bis mittelschweren Schwierigkeitsgrad auf. Sie verläuft überwiegend auf der Via Transilvanica sowie über Schotter-, Erd- und wenig befahrene asphaltierte Straßen. Bei einer Radtour gehören Streckenlänge, Untergrund und Schwierigkeitsgrad zu den üblichen Angaben für die Vorbereitung. Vor dem Start lassen sich aktuelle Streckenbedingungen und mögliche Sperrungen prüfen. Für Abschnitte auf wenig befahrenen asphaltierten Straßen können außerdem aktuelle Verkehrshinweise berücksichtigt werden. Bei historischen Kirchen und Wehrgebäuden sollten aktuelle Öffnungszeiten vor dem Besuch geprüft werden.
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