Bârsana – Holzkirche, Klostermuseum und Iza-Tal
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Baugeschichte
Die Holzkirche „Intrarea Maicii Domnului în Biserică“ wurde 1720 als Klosterkirche errichtet und um 1800 an ihren heutigen Standort versetzt. Sie besteht aus Eichenbalken. Ihr rechteckiger Grundriss wird durch einen zweigeschossigen Vorbau ergänzt; die zurückgesetzte fünfseitige polygonale Altarapsis und das Dach mit doppeltem Dachüberstand gehören ebenfalls zu ihrer Bauform. Die zeitliche Folge von Errichtung und Versetzung ist eng mit den konkreten Formen dieses Holzbaus verbunden.
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Foto: The Traveller LB via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Kultur
Zur Klosteranlage von Bârsana gehören eine Kirche im Maramureș-Stil, ein Sommeraltar und das Aghiasmatarul. Das Klostermuseum „Muzeul de icoane și carte veche Gavril de Bârsana“ bewahrt religiöse Manuskripte und heilige Bücher aus dem 16. bis 19. Jahrhundert, alte Ikonen und eine umfangreiche Sammlung lokaler Volkskunstobjekte. Sein Gebäude erstreckt sich über drei Ebenen: Das Obergeschoss ist aus Holz, und das architektonische Konzept orientiert sich an der historischen Bautradition des Maramureș. So stehen innerhalb der Klosteranlage sakrale Architektur, religiöse Überlieferung und lokale Volkskunst in engem Zusammenhang.
Das Haus „Muzeul Şcolar“ wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erbaut und beherbergte eine griechisch-katholische konfessionelle Schule. Die traditionelle Bârsanaer Tracht „bărsănesc“ ist weiterhin lebendig und wird besonders an religiösen Feiertagen getragen. Das Haus des Volkshandwerkers Toader Bârsan ist mit Holzschnitzerei, traditionellen Handwerken und Kunsthandwerk verbunden. Das Denkmal des Widerstands gegen die tatarische Invasion von 1717 ist eine benannte historische Sehenswürdigkeit in Bârsana. Schule, Festtagstracht, Handwerk und Erinnerung an das Jahr 1717 geben der Ortsgeschichte mehrere konkrete Ausdrucksformen.
Natur
Der Fluss Iza, Teile seiner Terrassen und die umliegenden Hügel im Gebiet von Bârsana sind in das Natura-2000-Gebiet „Valea Izei – Dealul Solovan“ einbezogen. Der erfasste Anteil umfasst 1.097 ha beziehungsweise 15 % der Verwaltungsfläche von Bârsana. Flusslauf, Terrassen und Hügel bilden innerhalb dieses Gebiets einen zusammenhängenden Landschaftsraum.
Im Valea-Slatinii-Tal entstand 2004 ein See, nachdem ein Erdrutsch das Tal blockiert hatte. Dieses Gewässer gehört zu den jüngeren landschaftlichen Veränderungen im Umfeld von Bârsana und ergänzt den durch Iza, Terrassen und Hügel geprägten Naturraum um eine weitere konkrete Form.
Wege und Termine
Das jährliche Patronatsfest des Klosters Bârsana findet am 30. Juni zum Fest des „Soborul celor 12 Apostoli“ statt und zieht Zehntausende Gläubige an. Die touristische Route Baia Mare–Cavnic–Călinești–Văleni–Bârsana führt durch das Iza-Tal zum Kloster Bârsana.
Als Anreisemöglichkeiten für Bârsana gelten Busverbindungen zwischen Baia Mare und Borșa über das Iza-Tal sowie das eigene Auto.
Weitere Ziele im selben übergeordneten Zusammenhang sind Recea, Călineşti, Petrova, Suciu de Sus, Poienile Izei, Baia Mare, Băile Borşa und Ocna Sugatag.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Maramureş.