Vale entdecken: Geschichte, Sakralkunst und Traditionen
Unterkünfte in Vale
Vale gehört zu den 18 Dörfern von Mărginimea Sibiului, einem ethnografischen Gebiet in Rumänien. In Vale, Stadt Săliște, ist das ländliche Ensemble „Centrul istoric al localității“ unter dem Denkmalcode SB-II-a-B-12578 verzeichnet. Es stammt aus dem 17. bis 19. Jahrhundert und umfasst die Bisericii-Straße, den Kirchhof sowie den orthodoxen Friedhof. Für die historische Ortsstruktur sind damit sowohl der Straßenraum als auch zwei benannte religiöse Orte dokumentiert.
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Foto: Țetcu Mircea Rareș via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Die zeitliche Spanne vom 17. bis zum 19. Jahrhundert gehört ebenso zur Bezeichnung des Ensembles wie seine drei genannten Bestandteile. Bisericii-Straße, Kirchhof und orthodoxer Friedhof werden dabei gemeinsam als Teile des ländlichen historischen Ensembles in Vale geführt.
Kultur
Das Ensemble trägt mit der Bisericii-Straße einen konkreten Ortsbezug, während Kirchhof und orthodoxer Friedhof als weitere Bestandteile zur gleichen Anlage gehören. Die Kirche „Sf. Treime“ ist unter dem Denkmalcode SB-II-m-B-12579 verzeichnet und befindet sich an der Strada Mare 106. Neben der orthodoxen Kirche „Sf. Treime“ steht das Grabdenkmal von Ioan Băilă, das aus dem 19. Jahrhundert stammt.
Damit sind an der Strada Mare 106 sowohl die genaue Anschrift der verzeichneten Kirche als auch ihre Bezeichnung als „Sf. Treime“ überliefert. Das Grabdenkmal von Ioan Băilă steht neben diesem Gotteshaus und ergänzt die genannten sakralen Orte um ein eigenständiges Denkmal aus dem 19. Jahrhundert.
Sakrale Orte
Für die orthodoxe Kirche „Sfânta Treime“ sind zwei Jahreszahlen überliefert: Sie wurde 1763 erbaut und 1783 ausgemalt. Eine Glasikone von Nicolae Oancea gilt als Werk einer ländlichen Werkstatt aus Vale in der Region Mărginimea Sibiului, Siebenbürgen. Der Bezug zu Vale bleibt dabei ebenso erhalten wie die Einordnung in die regionale Handwerkstradition und die Zuordnung zu Siebenbürgen.
Die Bauzeit 1763 und die Ausmalung von 1783 benennen zwei unterschiedliche Stationen der Kirchengeschichte. Die Glasikone führt zusätzlich von der Kirche zur Kunst: Ihr zugeschriebenes Werkstattumfeld liegt in Vale, wird mit Mărginimea Sibiului verbunden und ist Siebenbürgen zugeordnet.
Wege
Eine alte Straßenverbindung führt über Cristian, Orlat und Sibiel nach Vale sowie weiter nach Săliște und Tilișca. Die genannte Verbindung stellt Vale in eine Folge von Orten, die von Cristian über Orlat und Sibiel bis nach Săliște und Tilișca reicht, ohne den Charakter dieser alten Straßenführung als historische Angabe zu verändern.
Weitere Orte: Tălmaciu, Pojana, Miercurea Sibiului, Heltau, Grossau, Tilischen, Ocna Sibiului, Mediasch
Traditionen
„Gusturi și Tradiții din Săliște“ findet jährlich an wechselnden Orten der neun Dörfer statt, die zu Săliște gehören; Vale zählt zu den genannten Veranstaltungsorten. Die wechselnde Ortswahl ist Teil des Veranstaltungsformats, während die Zahl der beteiligten Dörfer mit neun angegeben wird.
Die Veranstaltung ist damit nicht dauerhaft an einen einzigen Ort gebunden. Vale gehört zu dem Kreis der genannten Dörfer, in denen das jährliche Format stattfinden kann; insgesamt werden neun zu Săliște gehörende Dörfer einbezogen.
Auch die Zubereitung von Sarmale ist mit einem besonderen, von Generation zu Generation überlieferten Rezept verbunden. Die Sarmale wurden fein gerollt, auf einem gewürzten Kohlbett angeordnet und langsam in Tontöpfen gegart. Für diesen Garvorgang wurde geringe Hitze verwendet.
Das Rezept beschreibt eine klar gegliederte Zubereitung: Zuerst werden die Sarmale fein gerollt, anschließend auf dem gewürzten Kohlbett angeordnet und danach langsam im Tontopf gegart. Die geringe Hitze gehört ausdrücklich zu diesem überlieferten Garvorgang.
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