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Merghindeal – Romanische Basilika und befestigte Kirche

Unterkünfte in Merghindeal

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Eine romanische Basilika aus dem 13. Jahrhundert ist in Merghindeal weitgehend erhalten. Die Siebenbürger Sachsen errichteten in Merghindeal um 1260 eine dreischiffige Basilika. Im Jahr 1500 wurde die Kirche durch eine Umfassungsmauer und Wehrtürme befestigt.

File:RO SB Merghindeal 2.jpg File:RO SB Merghindeal 2.jpg Foto: Radu Ana Maria via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Kirche und Wehrbefestigung

Die Umfassungsmauer mit ihren vier Ecken war mit zwei Wehrtürmen, Schießscharten und einem Wehrgang versehen. Im Torturm befand sich die Unterkunft des Burgenwächters. Während der Befestigungsarbeiten wurde über dem Chor ein Wehrturm errichtet, der ursprünglich über einen Wehrgang verfügte. Der Glockenturm bewahrt auf der Wehrgeschoss-Ebene einen Wehrgang mit einer Fachwerkbrüstung. Die Befestigung des Jahres 1500 zeigt sich damit an der Mauer, am Torturm, am Chor und am Glockenturm in jeweils eigenen Bauteilen.

Die Entstehung um 1260 und die Befestigung um 1500 liegen zeitlich deutlich auseinander. In der Anlage treffen deshalb die romanische Basilika und die später hinzugefügten Verteidigungsbauten aufeinander. Der Chor, der Torturm und der Glockenturm markieren dabei unterschiedliche Stellen, an denen die Befestigung sichtbar wird.

Räume, Altar und Glocken

Unter der Kirche befindet sich ein geheimnisvoller Raum, der wahrscheinlich um 1500 während der Befestigungsarbeiten errichtet wurde. Unter dem Kirchenboden liegt außerdem ein Brunnen. Früher diente er der Versorgung der Einwohner, die während von Invasionen in der Kirche Schutz suchten. Der barocke Altar hatte ursprünglich sieben geschnitzte Statuen. Heute ist davon nur noch eine Statue erhalten, die den Erlöser darstellt. Im Kirchturm sind drei Glocken erhalten. Die größte scheint aus dem 15. Jahrhundert zu stammen und trägt eine Inschrift in Großbuchstaben. Zur Ausstattung der Kirche gehören damit neben den Wehrbauteilen auch der unterirdische Raum, der historische Brunnen, der barocke Altar und drei erhaltene Glocken.

Im Inneren liegen damit bauliche und liturgische Zeugnisse eng beieinander: Der unterirdische Raum und der Brunnen gehören zur Geschichte des Schutzes und der Versorgung, während Altar und Glocken die religiöse Ausstattung bewahren. Bei den Glocken tritt zusätzlich die zeitliche Einordnung der größten Glocke durch ihre vermutete Herkunft aus dem 15. Jahrhundert und die Inschrift hervor.

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Landschaft und regionale Route

Merghindeal gehört zu den Orten in der Siebenbürgischen Senke, an denen ausgedehnte Glimee-Rutschungen vorkommen. Eine regionale Verbindung bildet die Route „The greenway of Hârtibaciu Valley“. Ihr Verlauf führt über Agnita, Dealu Frumos, Merghindeal, Cincu und Bruiu. Nach Bruiu verläuft die Route über Şomartin, Nou Român und Săsăuş. Danach führt sie über Chirpăr und Marpod bis nach Sibiu. In der aufgeführten Folge umfasst die Route elf Orte; Merghindeal liegt dabei zwischen Dealu Frumos und Cincu.

Auf der Route steht Merghindeal zwischen Dealu Frumos und Cincu, während Sibiu den genannten Verlauf abschließt. Die Abfolge führt damit von Agnita über mehrere Orte des Hârtibaciu-Tals bis in die Stadt und schließt neben Merghindeal auch Cincu, Bruiu, Şomartin, Nou Român, Săsăuş, Chirpăr und Marpod ein.

Kalendertermin

Im Veranstaltungskalender des Kreises Sibiu war für den 23. August 2026 ein Jahrmarkt in Merghindeal aufgeführt.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Merghindeal.

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