Borzont: Sumpfgebiet, Pilgerweg und Szekler-Tor
Unterkünfte in Borzont
Natur und Landschaft
Borzont liegt im Tal des Nagy-Borzontpatak. Von hier führt die DN13B in Richtung Bucin über den Osthang des Gurghiuer Gebirges. Die Straße verläuft dabei durch eine bewaldete Landschaft und verbindet den Ort mit dem näheren Bergland. Der bewaldete Straßenabschnitt steht damit im räumlichen Zusammenhang mit dem Tal und den Gebirgsvorbergen, ohne dass diese Landschaftsformen zu einer einzigen Fläche werden.
Nordwestlich von Borzont liegt das Borzont-Gebiet, ein Sumpfgebiet, das von den Bächen Borzontul Mare und Borzontul Mic gespeist wird. In diesem Gebiet kommt Achillea impatiens vor; es gilt als der einzige Fundort dieser Art in Rumänien. Das Borzont-Gebiet steht außerdem mit dem SPA-Gebiet „Depresiunea și Munții Giurgeului“ in Verbindung. Wasserläufe, Feuchtflächen und die besondere Pflanzenart geben diesem Gebiet einen eigenständigen Charakter innerhalb des Umfelds von Borzont.
An der Grenze von Borzont liegt das Borzonti-Nyíres. Das botanische Schutzgebiet umfasst 20 Hektar und erstreckt sich entlang der DN13B. In Richtung der Gebirgsvorberge wird seine Torfschicht dünner. So treffen im Umfeld des Ortes Talraum, bewaldete Hänge, Feuchtgebiet und botanisch geschützte Flächen aufeinander. Die Lage an der DN13B und die abnehmende Torfschicht beschreiben dabei sowohl die Ausdehnung des Schutzgebiets als auch den Übergang vom Tal in Richtung Vorberge.
Kirche und Tradition
In Borzont gibt es eine Filialkirche unter dem Patrozinium des heiligen Stephanus. Neben der römisch-katholischen Kirche steht ein verziertes Szekler-Tor. Der Altar der Kirche wurde aus der Sankt-Stephans-Kapelle der Dorfkirche von Gyergyóal hierhergebracht und bewahrt damit einen konkreten Bezug zu einem anderen kirchlichen Bauwerk. Kirche, Tor und Altar gehören dadurch zu den sichtbaren baulichen Einzelheiten, die den Ort auch über seine Landschaft hinaus charakterisieren.
Der 20. August ist in Borzont dem heiligen Stephanus zugeordnet. Kirche, Altar, Tor und dieser Kalendertag stehen damit gemeinsam für die örtlich sichtbaren religiösen und traditionellen Bezüge.
Pilgerwege
Durch das Gyergyószék führt die 120 Kilometer lange Pilgerroute Mária Út, die auch durch Borzont verläuft. Die Strecke kann zu Fuß, zu Pferd oder mit dem Fahrrad genutzt werden. Ihre Länge und die unterschiedlichen Fortbewegungsarten kennzeichnen sie als ausgedehnten Weg mit mehreren möglichen Formen der Teilnahme. Borzont ist dabei ein ausdrücklich genannter Ort an dieser Route, während sich die gesamte Strecke über das Gyergyószék erstreckt.
Via Mariæ ist ein spiritueller touristischer Pilgerweg. In Borzont überschneiden sich damit religiöse Wegtradition und die Landschaft des Nagy-Borzontpatak-Tals.
Pferdewagenprogramm und Gastropicknick
Der Treffpunkt für die Pferdewagen-Tour befindet sich auf dem Parkplatz des Bärenobservatoriums in Borzont. Dieser Parkplatz ist kameraüberwacht. Zum Pferdewagenprogramm gehört ein Gastropicknick mit unter anderem Käse, Zakouska, hausgemachtem Ofenbrot und Gemüse. Der Treffpunkt und die genannten Speisen gehören damit zu den konkret beschriebenen Bestandteilen dieses Programms.
Weitere Ziele
Wenn Sie neben Borzont weitere Ziele für Ihre Reiseplanung ansehen möchten, finden Sie hier Lacu Roșu, Sândominic, Subcetate, Mugeni, Borsec, Sâncrai, Voşlăbeni und Senetea.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Harghita.