Odaia Manolache: Kirche, Erdwerk und Brauchtum
Unterkünfte in Odaia Manolache
Der Valul de pământ de la Odaia Manolache ist ein römisches Verteidigungs-Erdwerk. Es gehört zu einer antiken Verteidigungslinie mit einer Länge von 90 Kilometern. Diese Linie wurde 1992 als Denkmal von nationaler und internationaler Bedeutung eingestuft. Die Trasse des Valul lui Traian durchquert Odaia Manolache von Südwesten nach Nordosten. Damit verbindet sich im Ortsbild eine konkrete historische Spur mit einer klar beschriebenen Landschaftsrichtung.
Kirche und Ikonostase
Die Pfarrkirche des Heiligen Großmärtyrers Georg in Odaia Manolache wurde 1783 erbaut. Eine hölzerne Ikonostase gehört zur Ausstattung der Kirche. Sie trägt neobyzantinische Ikonen und slawische Inschriften. Die Kirche von Odaia Manolache steht auf dem Friedhofshügel der Siedlung. Baujahr, Ausstattung und Standort gehören dabei zu unterschiedlichen Ebenen derselben Ortsgeschichte: Die Kirche verweist auf das 18. Jahrhundert, während der Hügel ihre Einordnung innerhalb der Siedlung markiert.
Ortsnamen und Datierungen
Ein Dokument vom 8. September 1675 erwähnt Odaia Manolache unter dem Namen Tomuzeni. Der nördliche Teil des heutigen Odaia Manolache ist am 8. April 1603 als Slobozia Movilei belegt und trug auch den Namen Scândureni. Am 15. Oktober 1688 trug ein Teil des Besitzes von Odaia Manolache den Namen Munteni. Dieser Teil wurde auch Cinci Câini genannt. Die drei Datierungen führen von 1603 über 1675 bis 1688 und zeigen, wie mehrere Bezeichnungen mit nördlichem Ortsteil und Besitzteil verbunden sind.
Musik und Handwerk
„Glasul Odăieșilor“ wurde von der in Odaia Manolache geborenen Ecaterina Hulea koordiniert. Die Gruppe beging 20 Jahre Tätigkeit zur Bewahrung und Förderung des Volksliedes. „Glasul Odăieşilor“ aus Odaia Manolache präsentierte vor Publikum Lieder und Geschichten. Zu den Präsentationen gehörten außerdem traditionelle Techniken zur Herstellung von Volkstrachten und traditionellen rumänischen Gegenständen. Bei „Glasul Odăieșilor“ leben Doina-Gesänge, Klagelieder und heitere Melodien wieder auf. Diese Melodien sind mit wichtigen Zusammenkünften verbunden. So stehen bei der Gruppe nicht nur musikalische Darbietungen im Mittelpunkt, sondern auch erzählte Überlieferung und handwerkliche Formen, die öffentlich weitergegeben wurden.
Caloian-Ritus
Der Caloian-Ritus in Odaia Manolache wurde traditionell drei Wochen nach Ostern begangen. Dabei wurde eine Tonpuppe angefertigt und mit roten Eierschalen verziert. Beim Ritus wurde sie zwei Nächte lang beklagt. Am dritten Tag wurde sie auf dem Bach im Dorf ausgesetzt oder auf einem Weizenfeld beerdigt. Im Jahr 2025 wurden in Odaia Manolache ein Caloian angefertigt, betrauert und zur Quelle getragen. Der Ablauf verbindet Herstellung, Verzierung, zweitägige Klage und den abschließenden Umgang mit der Puppe; für 2025 ist außerdem der Weg zur Quelle festgehalten.
Verbindung
Die Buslinie 50 verkehrt zwischen Odaia Manolache und Piața Centrală in Galați. Als benannte Verbindung stellt sie den Ort und einen konkreten Zielpunkt im Stadtgebiet von Galați gegenüber.
Weitere Orte: Galaţi, Tulucești, Ivești, Slobozia Oancea, Poiana, Șendreni
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