Alba Iulia: Festungen, Museen und Kathedralen

File:Alba Iulia - Catedrala Incoronarii si Catedrala Sfantul Mihail.jpg File:Alba Iulia - Catedrala Incoronarii si Catedrala Sfantul Mihail.jpg Foto: Tudor evi via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 ro

Festung und Baukunst

Die Festung Alba Carolina wurde zwischen 1715 und 1738 auf Initiative und unter Mitwirkung der habsburgischen Behörden errichtet. Ihr Aufbau folgt dem Vauban-System. Ihr Grundriss hat die Form eines unregelmäßigen Heptagons. Der restaurierte Weg der Tore der Festung Alba Carolina durchquert die Festung von Tor I im Osten bis Tor VI im Westen. Der Weg der Tore stellt sieben Tore der Festung vor. Der Weg der drei Befestigungsanlagen führt Besucher durch die Überreste von drei Befestigungsanlagen aus drei verschiedenen Epochen. Die drei Anlagen wurden nacheinander am selben Ort errichtet. Jede neue Anlage schloss die ältere ein. Wer den Festungsbereich zu Fuß erkundet, begegnet dabei sowohl der Geometrie des Vauban-Systems als auch den Spuren der älteren Anlagen, die am selben Ort von späteren Befestigungen eingeschlossen wurden. Der Torweg und der Weg der drei Befestigungsanlagen machen zwei unterschiedliche historische Ordnungen sichtbar: die Abfolge der Tore und die zeitliche Schichtung der Bauwerke.

Römisches Erbe

Das römische Kastell Apulum wurde auf einer Terrasse des Mureș errichtet. Es lag damals an einem schiffbaren Abschnitt des Flusses. Das Museum Principia bewahrt einen Teil des ehemaligen Gebäudes des Kastells der Legio XIII Gemina in Apulum. Im Museum Principia können Besucher ein römisches Hypokaustum sehen. Die Lage auf der Terrasse des Mureș verbindet die militärische Anlage mit dem damaligen schiffbaren Flussabschnitt und ergänzt die erhaltenen Bauteile um eine topografische Einordnung.

Erinnerungsorte und Kathedralen

Die Sala Unirii beherbergte am 1. Dezember 1918 die Sitzung, in der 1.228 Delegierte die Vereinigung Siebenbürgens mit Rumänien beschlossen. Das heutige Gebäude der römisch-katholischen Kathedrale „Sfântul Mihail“ wurde etwa in der Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet. Es wurde vollständig aus behauenen Steinblöcken aus den Ruinen des römischen Kastells der Legio XIII Gemina gebaut. Die orthodoxe Krönungskathedrale wurde 1921–1922 in Alba Iulia errichtet. Ihre Errichtung stand im Zusammenhang mit der Krönung von König Ferdinand und Königin Maria am 15. Oktober 1922 als Herrscher des Großrumäniens. Damit liegen in Alba Iulia ein mittelalterlicher Kirchenbau, ein politischer Erinnerungsort und eine Kathedrale aus dem frühen 20. Jahrhundert innerhalb derselben historischen Stadtlandschaft.

Museikon und Veranstaltungen

Das Museikon beherbergt eine Sammlung rumänischer Ikonen aus Siebenbürgen. Im Museikon befinden sich außerdem alte Bücher und weitere religiöse Objekte. Regelmäßig finden dort Wechselausstellungen, Workshops für Malerei und Restaurierung, Konferenzen sowie wissenschaftliche Symposien statt. Die Inhalte reichen dadurch von historischen Bildwerken und Büchern bis zu Veranstaltungen, die sich mit Malerei, Restaurierung und wissenschaftlicher Auseinandersetzung beschäftigen.

Wege und Landschaft

Der Radweg auf dem Mamut-Hügel, „Transalpina de Mamut“, ist mehr als 5 Kilometer lang und führt durch den Wald. Der Radweg verbindet Micești und Pâclișa, zwei Ortsteile von Alba Iulia. Die Verbindung zweier Ortsteile macht den Verlauf des Weges geografisch nachvollziehbar; seine Länge und die Führung durch den Wald kennzeichnen den beschriebenen Abschnitt auf dem Mamut-Hügel.

Öffentlicher Nahverkehr

Der öffentliche Nahverkehr in Alba Iulia bietet elektronisches Ticketing. Fahrgäste können ihre Fahrkarten per SMS bezahlen. Eine weitere Zahlungsoption ist die mobilPay Wallet. Für den Nahverkehr sind damit neben dem elektronischen Ticketing zwei ausdrücklich genannte mobile Zahlungswege beschrieben.

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