Almada zwischen Natur, Kultur und Tejo
Unterkünfte in Almada
Almada liegt zwischen der Tejo-Mündung und dem Atlantischen Ozean. Mehrere ökologisch besonders interessante Gebiete und eine bemerkenswerte biologische Vielfalt prägen den Ort. Wer eine Reise plant, kann hier Naturerlebnisse, maritime Traditionen und Kulturgeschichte miteinander verbinden – und bei der Wahl einer Ferienwohnung danach entscheiden, welcher Schwerpunkt den Aufenthalt bestimmen soll.
Natur zwischen Wald, Park und Küste
Für eine Wanderung bietet sich der Percurso Azul da Mata dos Medos an. Der Rundweg beginnt und endet am Parque de merendas do Zimbral und hat einen niedrigen Schwierigkeitsgrad. Die Caminhos na Natureza von Almada eröffnen außerdem Möglichkeiten zum Wandern, für Radtouren und zur Vogelbeobachtung.
Eine andere Landschaftserfahrung bietet der Parque da Paz. Der 50 Hektar große Stadtpark umfasst Wege, einen See als natürlichen Lebensraum für eine vielfältige Fauna, Teiche und ausgedehnte bewaldete Bereiche. Regelmäßig veranstaltet die Gemeinde Almada zudem kostenlose geführte Entdeckungstouren zur Natur. Begleitet werden sie von kommunalen Fachkräften, die auf Biologie und Geologie spezialisiert sind. Wenn Sie Natur nicht nur auf eigene Faust erleben möchten, können solche Touren einen besonderen Platz in der Reiseplanung erhalten.
Die Küste bringt eine eigene regionale Note ein. Der offene Zug Transpraia verbindet die Strände von Costa da Caparica mit Fonte da Telha und hält an mehreren Stränden entlang der Strecke. An den Stränden der Costa da Caparica und von Fonte da Telha kann Arte-Xávega noch heute am späten Nachmittag beobachtet werden. Diese traditionelle Fischerei ist seit dem 16. Februar im Inventário Nacional do Património Cultural Imaterial verzeichnet. Auch die Fischspezialität Caldeirada ist mit Cacilhas, Porto Brandão, Ginjal und der Costa da Caparica verbunden.
Historische Orte und Kunst in Almada
Die Kulturgeschichte beginnt weit vor der modernen Stadt. Das archäologische Siedlungsgebiet Quinta do Almaraz geht auf eine Siedlung aus dem 1. Jahrtausend v. Chr. zurück, die im Zusammenhang mit der westwärts gerichteten Diaspora phönizischer Bevölkerungen entstand. Im historischen Zentrum steht außerdem die Casa da Cerca, ein zwischen dem späten 17. und frühen 18. Jahrhundert errichtetes Herrenhaus mit markanten Ausblicken auf Lissabon und den Tejo. Das Gebäude wurde 1993 als Zentrum für zeitgenössische Kunst für die Öffentlichkeit geöffnet. Die umgebenden Gärten dienen als Räume für Kunst, Wissenschaft und Freizeit und nehmen vielfältige Veranstaltungen auf.
Zur Casa da Cerca gehört auch O Chão das Artes, das die Verbindung zwischen bildender Kunst und Wissenschaft untersucht. Eine Pflanzensammlung liefert Rohstoffe für die Herstellung von Materialien der bildenden Kunst. Im Jahr 2021 umfasste diese botanische Sammlung mehr als 200 Arten. Für Reisende, die Ausstellungen, Natur und ungewöhnliche Vermittlungsformen verbinden möchten, ergänzt dieser Ort das historische Almada um eine deutlich künstlerische Perspektive.
Im Gebiet der geschützten Landschaft Paisagem Protegida da Arriba Fóssil da Costa de Caparica liegt das Convento dos Capuchos. Es wurde 1558 als ehemaliges Kloster des Franziskanerordens errichtet. In Sobreda befindet sich mit dem Solar dos Zagallos ein Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert, das für kulturelle Aktivitäten genutzt wird und romantische Gärten sowie drei Kapellen umfasst. Dort bewahren Azulejo-Paneele drei Jahrhunderte der portugiesischen Geschichte der Fliesenmalerei.
Tejo-Blicke, Kirchen und maritime Geschichte
Der Elevador Panorâmico da Boca do Vento verbindet das historische Zentrum von Almada mit dem Jardim do Rio und überwindet dabei einen Höhenunterschied von 50 Metern. Seine verglaste Kabine bietet Ausblicke auf den Tejo und die Stadt Lissabon. Das Museu da Água de Almada widmet sich in einem immersiven, interaktiven und lehrreichen Entdeckungsgang dem Wasser, seiner Nutzung und seiner Geschichte. Für Besucher mit eingeschränkter Mobilität verfügt es über einen mechanischen Aufzug, einen angepassten Rollstuhl und barrierefreie Toiletten.
Auch die Kirchen erzählen von unterschiedlichen Epochen. Die Igreja de Santiago wurde zwischen dem späten 12. und dem frühen 13. Jahrhundert außerhalb der Burgmauern von Almada errichtet. Ihre gemusterten Azulejos zeigen Episoden aus der Legende des heiligen Jakobus. Die Igreja de Nossa Senhora do Bom Sucesso entstand nach dem Erdbeben von 1755 im pombalinischen Stil als einschiffige Kirche. Zu ihr gehört eine bedeutende Sammlung monochromer Azulejos aus dem 18. Jahrhundert mit Szenen aus dem Leben der Muttergottes.
Jährlich am 23. Juni wird bei der Procissão de São João Baptista das Bild des heiligen Johannes des Täufers von der Igreja de Santiago zur Kapelle Santo Antão gebracht. Ein weiterer historischer Bezug ist die Fragata D. Fernando II e Glória: Sie war das letzte ausschließlich unter Segeln fahrende Kriegsschiff der portugiesischen Marine und das letzte Schiff der prestigeträchtigen Carreira da Índia, das als „Nau“ bezeichnet wurde.
Die passende Umgebung für Ihre Reise wählen
Almada eignet sich damit für unterschiedliche Reisepläne: Sie können Naturwege und Vogelbeobachtung in den Mittelpunkt stellen, historische Gebäude und Azulejos entdecken oder den Tejo, die Küste und maritime Traditionen miteinander verbinden. Eine Ferienwohnung in Almada kann besonders dann sinnvoll sein, wenn Sie kulturelle Ziele, Ausflüge in die Natur und Tage an den Stränden der Umgebung in einer Reise zusammenführen möchten. Wer den Schwerpunkt anders setzen will, findet in den angrenzenden Orten weitere Anknüpfungspunkte: Aroeira, Sobreda und Charneca de Caparica gehören ebenfalls zur weiteren Orientierung rund um Almada.
Weitere Reiseziele
Weitere Orte unter demselben Reiseziel:
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Setubal.