Santarém: Gotik, Azulejos und Wege durch die Stadt
Unterkünfte in Santarém
Santarém ist ein Reiseziel für alle, die Kultur, Stadtgeschichte und abwechslungsreiche Wege miteinander verbinden möchten. Im 14. und 15. Jahrhundert war die Stadt eine königliche Residenz und ein Ort, an dem die Cortes wiederholt zusammentraten, besonders bis zum Ende des 15. Jahrhunderts. Heute treffen hier bedeutende gotische Bauwerke, Aussicht über die Lezíria do Tejo, regionale Küche und unterschiedlich lange Stadtrundgänge aufeinander. Für die Suche nach einer passenden Ferienwohnung lohnt es sich daher, zuerst den eigenen Reiseschwerpunkt festzulegen.
Gotisches Erbe und besondere Azulejos
Santarém trägt wegen seines bedeutenden gotischen architektonischen und funerären Erbes den Beinamen „Hauptstadt der Gotik“. Ein markantes Beispiel ist die Igreja de Stª. Clara, die Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet wurde und zur Bettelordensgotik gehört. Auch das Convento de S. Francisco wurde um 1242 in diesem Stil begonnen. Die Fonte das Figueiras ergänzt das Bild als seltenes Beispiel gotischer Zivilarchitektur des 14. Jahrhunderts.
Ein eigener Schwerpunkt liegt auf der Fliesenkunst. Die Igreja de Nossa Senhora de Marvila enthält 65.000 Azulejos und wird in Portugal „Kathedrale der Fliesenkunst des 17. Jahrhunderts“ genannt. Außen am Mercado Municipal befinden sich 55 figurative und 8 dekorative Azulejo-Tafeln, die zwischen 1932 und 1936 angebracht wurden. In der Igreja de Nossa Senhora da Graça wird das Grab von Pedro Álvares Cabral bewahrt. Die Igreja de Nª. Srª. da Graça wurde im 14. und 15. Jahrhundert errichtet; an ihrer Fassade ist ein Einfluss der flamboyanten Gotik des Mosteiro da Batalha erkennbar.
Weitere Einblicke bietet die Igreja de S. João de Alporão / Núcleo Museológico de Arte e Arqueologia. Das Bauwerk entstand im 12. und 13. Jahrhundert in einer Übergangsphase zwischen romanischer und gotischer Architektur. Die Sammlung des Núcleo Museológico besteht überwiegend aus Grabmälern aus den ehemaligen Klöstern der Stadt. Das Museu Diocesano da Sé de Santarém besitzt außerdem religiöse Kunst mit Werken vom 13. Jahrhundert bis zur Gegenwart.
Wege für unterschiedliche Tagespläne
Wer Santarém zu Fuß erkunden möchte, kann zwischen klar unterschiedlichen Formaten wählen. Der Circuito da Alcáçova erschließt an fünfzehn ausgeschilderten Punkten Kulturerbe und Spuren menschlicher Besiedlung von der Bronzezeit bis zur Gegenwart. Der leichte, nicht ringförmige Stadtrundgang ist 0,67 km lang und beginnt an den römischen Zisternen von Portas do Sol. Für einen längeren Rundweg steht ein 6,2 km langer, mittelschwerer Weg zur Verfügung, der am Jardim da República beginnt. Daneben gibt es einen urbanen, nicht ringförmigen Spazierweg mit niedrigem Schwierigkeitsgrad und einer Länge von 1,77 km; sein Ausgangspunkt ist die Igreja de Santa Clara. So können Sie die Tagesplanung an Strecke und Anspruch ausrichten, ohne den kulturellen Schwerpunkt der Stadt aufzugeben.
Aussicht, Landschaft und regionale Küche
Der Aussichtspunkt Portas do Sol eröffnet einen Panoramablick über die Lezíria do Tejo. Der Jardim Portas do Sol nimmt eine Fläche von ungefähr 18.000 m² ein und bietet damit einen weiteren Anhaltspunkt für die Gestaltung eines ruhigeren Abschnitts im Tagesablauf. Auf der Route PR2 – De STR ao Rio besteht die Möglichkeit, die Toutinegra-dos-valados (Sylvia melanocephala) zu beobachten.
Auch kulinarisch hat Santarém ein eigenes Profil. Pampilhos sind regionale Kuchen; ihre längliche, schmale Form ist eine Hommage an den langen Stock des Campino, den Pampilho. Zur traditionellen Küche gehören Bacalhau com magusto, Tiborna, Massa à barrão, Cachola de porco und Cozido das matanças.
Anreise und Wahl der Unterkunft
Der Busbahnhof liegt im Stadtzentrum und wird von guten Expressbusverbindungen bedient. Zusätzlich wird Santarém von der Eisenbahnlinie der CP – Comboios de Portugal bedient. Wenn Sie historische Bauwerke, kurze Wege und städtische Rundgänge in den Mittelpunkt stellen, können Sie bei der Suche nach einer Ferienwohnung eine zentrale Lage als Ausgangspunkt Ihrer Überlegungen nehmen. Wer dagegen mehrere längere Ausflüge plant, sollte die gewünschte Tagesstruktur und die Anreiseart zuerst miteinander vergleichen.
Für weitere Stationen Ihrer Reise können Sie auch Romeira, Pernes, Achete, São Nicolau und Alcanede in Ihre Planung aufnehmen.
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