Vila Nova De Gaia – Kultur, Douro und Portwein
Unterkünfte in Vila Nova De Gaia
Vila Nova De Gaia verbindet eindrucksvolle Douro-Landschaften mit einer ungewöhnlich dichten Kulturgeschichte. An der Hanglage von Santa Marinha erstreckt sich die Uferbebauung zwischen der Ponte de Luís I und der Ponte da Arrábida. Zugleich prägen Portweinkeller, historische Kirchen und markante Bauwerke das Bild. Wer mit der Familie reist, kann hier kulturelle Entdeckungen, Flussgeschichte und unterschiedliche Tagesrhythmen miteinander verbinden.
Kirchen, Klöster und historische Spuren
Im Convento de Corpus Christi erwartet Sie ein vollständig barocker Hochchor. Seine Decke besteht aus 49 mit Ölgemälden verzierten Kassetten. In der Kirche befindet sich außerdem das Grabmal von Álvaro Anes de Cernache, der 1442 starb. Das Kloster wurde 1345 als Dominikanerinnenkloster gegründet und erzählt damit von einer langen religiösen Geschichte Santa Marinhas.
Die Igreja de Santa Marinha geht in ihren Ursprüngen bis ins 14. Jahrhundert zurück und wurde 1745 nach einem Plan von Nicolau Nasoni im Barockstil wiederaufgebaut. Im Inneren fallen vergoldete Schnitzaltäre des Joaninischen Barocks auf. Ein weiterer Altar ist dem gekreuzigten Herrn gewidmet; sein Entstehungsdatum ist unbekannt, ihm wird jedoch ein Wunder aus dem Jahr 1420 zugeschrieben. Auch das Mosteiro da Serra do Pilar bietet besondere Architektur: Kirche und Kreuzgang sind kreisförmig, der Kreuzgang besitzt 36 ionische Säulen. Zusammen mit der Ponte de D. Luís I und dem historischen Zentrum von Porto wird das Kloster als UNESCO-Welterbe anerkannt.
Auf dem höchsten Teil des Hügels von Gaia liegt der Lugar de Gaia in herausgehobener Lage über dem Douro. Seine Geschichte reicht von einem befestigten Siedlungshügel der späten Bronzezeit bis zu einem späteren Burgstandort; von der Burg ist heute nichts mehr erhalten. Für weitere historische Entdeckungen stehen Casa Barbot, das als einziges Beispiel des Jugendstils in Vila Nova de Gaia gilt, und die jahrhundertealte Wallfahrt zu São Gonçalo, deren Wurzeln in Santa Marinha liegen.
Portwein und die Geschichte des Douro
Portwein wird ausschließlich aus Trauben der abgegrenzten Douro-Weinregion erzeugt. Der weitaus größte Teil lagert in Kellern in Santa Marinha, Vila Nova de Gaia. Traditionelle Boote des Douro brachten Portwein, Kork, Olivenöl und Früchte aus der Douro-Region nach Vila Nova de Gaia. Mit der Entwicklung des Tourismus wurde das Rabelo etwa in den 1980er Jahren zu einem Ausflugsboot für touristische Fahrten.
Auch die Caves Ramos Pinto verbinden Wein und Kultur. Der Museumsbereich zeigt nach vorheriger Anmeldung eine einzigartige Sammlung von Kunstgegenständen. Das historische Archiv bewahrt einen wertvollen Dokumentenbestand zur Weinproduktion und zum Weinexport seit den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts; der Besuch ist ebenfalls nach vorheriger Anmeldung möglich. Das Espaço Património a Norte im Mosteiro da Serra do Pilar stellt das monumentale Kulturerbe Nordportugals vor.
Wege, Aussicht und die Wahl Ihrer Unterkunft
Im weiteren Umfeld führt eine 4,10 km lange Fußroute von Vila Nova de Gaia zum historischen Zentrum. Die angegebene Gehzeit beträgt 56 Minuten. Von der Terrasse des Mosteiro da Serra do Pilar überblicken Sie die Uferbereiche von Porto und Gaia bis zur Ponte da Arrábida. Der Teleférico de Gaia verbindet die höher und tiefer gelegenen Bereiche der Stadt Gaia; die Fahrt dauert sechs Minuten.
Bei der Suche nach einer Ferienwohnung können Sie daher überlegen, ob Kultur, Weintradition, Aussicht oder Wege im Mittelpunkt Ihrer Reise stehen sollen. Wer Kirchen, Klöster und historische Sammlungen erkunden möchte, plant anders als Reisende, die den Douro und seine Transportgeschichte besonders intensiv kennenlernen wollen. Die verfügbaren Ortsseiten bieten zusätzliche Orientierung: Avintes, Sandim, Valadares, Olival, Valbom und Canelas.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Porto.
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