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Frende am Douro: Archäologie und überlieferte Traditionen

Unterkünfte in Frende

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Frende verbindet die Lage am Douro mit einer ungewöhnlich reichen Kulturgeschichte. Am rechten Ufer des Flusses treffen stark hügeliges Gelände und fruchtbare Täler auf archäologische Spuren, traditionelle Korbflechterei und lokale Festkultur. Wer eine Reise plant, kann hier unterschiedliche Interessen miteinander verbinden: historische Entdeckungen, Einblicke in ein überliefertes Handwerk und die Landschaft eines Ortes, der sich über dem Douro erhebt.

Archäologische Spuren rund um São João

Ein besonderer Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit der Vergangenheit ist das Tríptico de Frende. Es besteht aus drei Flachreliefs aus der römischen Epoche. Ebenfalls zur Ortsgeschichte gehört die archäologische Stätte von São João, die als Ort des Übergangs vom Paganismus zum Christentum gilt. Auf dem Alto do Castelo befindet sich die kleine, São João geweihte Capela de São João, die als archäologische Station gilt.

In der Nähe der Capela de São João wurde ein Fragment einer frühchristlichen, mit einem Mosaik verzierten Grabdeckelabdeckung aus dem 5. Jahrhundert gefunden. Es gilt als das einzige in Portugal vorhandene Mosaik mit ausdrücklich christlichem Motiv. Rund um die Kapelle wurden außerdem zwölf Gräber mit unterschiedlichen Datierungen gefunden. Das Santuário de S. João de Frende in der Rua do Castelo wird in die Eisenzeit datiert und wurde bei einer archäologischen Ausgrabung im Jahr 1973 unter der Leitung von Carlos Alberto Ferreira de Almeida entdeckt. Diese verschiedenen Spuren machen Frende für Reisende interessant, die nicht nur einzelne Bauwerke, sondern die zeitliche Tiefe eines Ortes kennenlernen möchten.

Korbflechterei und Festtraditionen

Zur kulturellen Eigenart von Frende gehört die Korbflechterei mit piorna. Sie gilt als traditionelle Kunst mit Ursprung in der Castreja-Kultur. Die Kenntnis dieser Flechttechnik wird innerhalb der Familien von den älteren an die jüngeren Frauen weitergegeben. Aus dieser Tradition entstand die ethnografische Gruppe „As Cesteiras de Frende“. Eine 2010 gegründete Festveranstaltung oder Initiative soll die Bedeutung der Körbe von Frende bekannt machen und würdigen.

Auch der Festkalender bietet einen konkreten Bezugspunkt für die Reiseplanung. Die Festa da Padroeira zu Ehren von Santa Maria de Frende wird jährlich am 7. Oktober gefeiert. Den Höhepunkt bildet die Prozession zu Ehren der Schutzpatronin am Sonntag, der dem 7. Oktober am nächsten liegt. Wenn Sie Ihren Aufenthalt an dieser Tradition ausrichten möchten, ist dieses Datum ein wichtiger Orientierungspunkt. Wer unabhängig vom Festtermin reist, kann den Schwerpunkt dagegen auf die archäologischen Themen, die Handwerkstradition und die Landschaft legen.

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Douro-Landschaft und Orientierung im Ort

Frende liegt am rechten Ufer des Douro. Das Gebiet bildet einen Vorsprung über dem Fluss; sein äußerer Abschnitt liegt erhöht auf einem kegelförmigen Hügel. Zusammen mit dem stark hügeligen Gelände und den fruchtbaren Tälern entsteht ein Landschaftsbild, das den Charakter des Ortes prägt. Ein konkreter Orientierungspunkt ist der Frende Boundary Viewpoint an der EN 108 bei Kilometer 96,950.

Zur lokalen Prägung gehört außerdem die Herstellung von Olivenöl in der Freguesia Frende. So bietet der Ort neben seinen historischen Themen auch einen Einblick in die regionale Alltags- und Wirtschaftskultur.

Weitere Orte zur Orientierung finden Sie hier: Mesquinhata, Loivos da Ribeira, Santa Marinha Do Zêzere, Santa Cruz do Douro, Vila Marim, Baião.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Baião.