Almagreira: Küste, Gestein und Inselgeschichte
Unterkünfte in Almagreira
Almagreira verbindet an der Südseite Santa Marias eine markante Küstenlandschaft mit Spuren der Geologie und Baugeschichte. Die Praia Formosa hat hellen, kalkhaltigen Sand sowie klares, warmes und seichtes Wasser; weitere Themen reichen von submarinen Gesteinen bis zu historischen Bauformen. Für die Wahl einer Ferienwohnung auf Santa Maria können Sie überlegen, ob Küste, Inselgeschichte oder Routen Ihren Aufenthalt prägen sollen.
Praia Formosa und die Geologie der Südküste
Die Praia Formosa liegt in der Freguesia Almagreira an der Südseite der Insel Santa Maria. Ihr Strand ist etwa einen Kilometer lang. Die hellen Sande sind wegen kalkhaltiger Partikel auf den Azoren selten; das klare, warme und seichte Wasser ergänzt diesen besonderen Küsteneindruck.
Das Naturmonument Pedreira do Campo, Figueiral e Prainha umfasst an der Südküste Santa Marias etwa 230 Hektar. Zu seinen geologischen Besonderheiten zählt Pedreira do Campo: Dort vereinen sich seltene submarine vulkanische Gesteine und fossilführende Meeressedimente. Diese Kombination ist in den Azoren einzigartig. Neben der Strandlandschaft eröffnet sich damit ein anderer Blick auf die Insel: Das Nebeneinander vulkanischen Materials und fossiler Meeressedimente macht die Geologie selbst zum Thema.
Im geschützten Gebiet liegt auch die künstliche Gruta do Figueiral. Früher wurden dort Ton für Dachziegel und Kalkstein zur Kalkproduktion gewonnen, die beim Bau der traditionellen Häuser Santa Marias Verwendung fanden. Die Höhle verbindet so die geologischen Besonderheiten des Gebiets mit einer historischen Nutzung der Rohstoffe.
Spuren von Verteidigung und Baugeschichte
Am westlichen Ende der Praia Formosa liegen die Ruinen des Forte de São João Baptista da Praia Formosa. Das Fort ist auch als Prédio Militar n.º 1/Vila do Porto, Castelo de São João Baptista und Castelo da Praia bekannt. Es wurde an strategischer Position an der Südküste zur Verteidigung gegen die damals häufigen Angriffe von Piraten und Korsaren errichtet. Die Lage und der Verteidigungszweck geben dem Bauwerk einen anderen historischen Bezug als die Rohstoffgewinnung an der Gruta do Figueiral.
Die Ermida de Nossa Senhora dos Remédios, auch Ermida de Santo Amaro genannt, wurde 1868 wiederaufgebaut. Ihre Hauptfassade ist zum Miradouro da Praia Formosa ausgerichtet. An den Häusern zeigt sich eine weitere Seite der Inselarchitektur: Traditionell sind sie weiß; in der Freguesia Almagreira rahmen rotockerfarbene Bänder, „vermelho-almagre“ genannt, Türen und Fenster ein. Diese Einfassungen heißen „vistas“.
Inseltraditionen und unterschiedliche Routen
Auch die Begriffe für traditionelle Vorratshaltung gehören zum Kulturerbe Santa Marias. In die Erde gegrabene Gruben zur Aufbewahrung von Weizen werden auf der Insel „atamorras“, „matamorras“ oder „matmorras“ genannt. Diese Begriffe bezeichnen eine konkrete Tradition auf Santa Maria; sie sind nicht auf Almagreira beschränkt.
Die Routen bieten unterschiedliche Formen der Orientierung. PR05 SMA Costa Sul verbindet Vila do Porto mit Praia Formosa in Almagreira und endet am Parkplatz der Praia Formosa. Percurso 51 ist eine Rundroute mit geringem Schwierigkeitsgrad. Sie verläuft entlang der Westseite der Insel, weist dort einen flacheren Verlauf auf und durchquert die Freguesias Almagreira und São Pedro. PR06 SMA Areia Branca ist dagegen linear angelegt und verbindet Praia Formosa an der Südküste mit der Baía de São Lourenço an der Nordostküste.
PR05 SMA Costa Sul war zum damaligen Zeitpunkt geschlossen; Percurso 51 und PR06 SMA Areia Branca waren offen. Prüfen Sie den aktuellen Zugang, bevor Sie eine Route einplanen. Für Ihre Ferienwohnungswahl können Sie damit Küste und Baugeschichte Almagreiras als Schwerpunkt setzen oder Routen berücksichtigen, deren Verbindungen über den Ort hinausreichen.
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