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Wolin: Archäologie und Stadtgeschichte entdecken

Unterkünfte in Wolin

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Wolin erschließt seine Geschichte über archäologische Sammlungen, Spuren früher Siedlungen und markante Bauwerke. Wer für den Urlaub einen Ort mit viel Kulturgeschichte sucht, findet hier unterschiedliche Themen: von der Inselgeschichte und dem frühen Mittelalter bis zu einer Drehbrücke, die Wolin mit dem Festland verbindet. Diese Vielfalt gibt Ihnen Anregungen, welche Aspekte Sie während Ihres Aufenthalts besonders interessieren.

File:Wolin old town 2021.jpg File:Wolin old town 2021.jpg Foto: Adrian Tync via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Archäologie und die Geschichte der Insel

Das Muzeum Regionalne im. Andrzeja Kaubego gehört zu den ältesten Kultureinrichtungen Wolins; gegründet wurde es 1966. Seine Dauerausstellungen behandeln die früheste Siedlungsgeschichte der Insel Wolin und archäologische Themen aus Wolins Blütezeit im 9. bis 11. Jahrhundert. Ein Modell zeigt die Stadt um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Damit stehen in den Ausstellungen sowohl frühe Siedlungsgeschichte als auch ein späteres Stadtbild im Mittelpunkt.

Ein weiteres Zeugnis der frühen Geschichte ist das Gräberfeld auf dem Wzgórze Wisielców. Es gehört zu den ältesten frühmittelalterlichen Nekropolen Westpommerns. Ende des 19. Jahrhunderts wurden dort 93 Grabhügel gezählt; 34 Grabhügel sind erhalten geblieben. Die Zahlen machen die Größenordnung des einst gezählten Gräberfeldes greifbar, während der heutige Blick auf die erhaltenen Hügel einen konkreten Bezug zu diesem archäologischen Ort bietet.

Auf dem Srebrne Wzgórze entstand im 9. Jahrhundert ein großer Industrie- und Handelsbezirk, der durch einen Verteidigungswall befestigt war und über einen eigenen Hafen verfügte. Besonders ausgeprägt war dort die Verarbeitung von Horn und Bernstein. Zusammen mit den Themen der Museumsausstellungen und dem Gräberfeld ergibt sich ein facettenreiches Bild früher Geschichte: Siedlung, Handel, Befestigung und Handwerk sind dabei unterschiedliche, jeweils eigenständige Aspekte.

Bauwerke und Erinnerungsorte in Wolin

Auch spätere Stadtgeschichte lässt sich an konkreten Bauwerken ablesen. Das Rathaus von Wolin wurde 1881 nach dem Abriss des alten Rathauses am Marktplatz im neugotischen Backsteinstil errichtet. An seinem Turm fallen ein Wappen und ein Zifferblatt auf. Die Holländerwindmühle entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts am südwestlichen Stadtrand. Sie ist dreigeschossig und 14 Meter hoch und diente in den 1950er bis 1970er Jahren als Industriemühle.

Von den im 14. und 15. Jahrhundert errichteten Stadtmauern sind im Nordosten der Stadt beim „Dworku Wolińskim“ nur noch Fragmente erhalten. Ein anderer Erinnerungsort ist der Runenstein für den dänischen König Harald Blauzahn. Mit ihm verbunden ist die Überlieferung, Harald habe über Wolin geherrscht und das befestigte Lager Jomsborg gegründet, in dem eine Wikingergruppe stationiert war. Die zugeschriebene Rolle bleibt Teil dieser historischen Erinnerung.

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Am nordöstlichen Stadteingang, an der Dziwna, liegt der Getreidespeicher, der seit Langem ein Hauptmotiv auf Ansichtskarten der Stadt ist. Die Drehbrücke von Wolin über die Dziwna verbindet die Insel Wolin mit dem Festland und ist eine von fünf in Polen betriebenen Drehbrücken. Wird sie für die Schifffahrt geöffnet, wird der Straßenverkehr gesperrt. Diese Regel ist für die Anreise über die Brücke relevant und gehört zur besonderen Funktion des Bauwerks.

Veranstaltung und weitere Ortsbezüge

Beim Jarmark Wikinga füllen Stände, Zelte und eine große Bühne die Wolińskie Błonia drei Tage lang; außerdem gibt es Vorführungen und Konzerte. Besucher können dort mittelalterliches und zeitgenössisches Gebäck probieren. Das verbindet ein Veranstaltungsprogramm mit einem kulinarischen Detail, ohne dass der Markt auf ein einziges Thema reduziert wird.

Auch der Naturraum ist auf Gemeindeebene Teil der Orientierung: Der westliche Teil der Gemeinde Wolin liegt innerhalb des Woliński-Nationalparks, der sich auf der Insel Wolin befindet. Wenn Sie neben der Stadtgeschichte auch diesen Bezug berücksichtigen möchten, behalten Sie dabei die unterschiedliche räumliche Ebene im Blick. Als weiterer Ort innerhalb der Gemeinde ist Łubczewo verzeichnet.

Weitere Ortsseiten zur Orientierung: Swinemünde, Piaski Wielkie, Karnocice, Stuchowo, Misdroy, Ładzin und Wapnica.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cammin.

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